1000 Freunde: Nach der Niederlage in München

12. Februar 2013FelixBlogs

Felix ist nach dem 0:4 in München enttäuschter als ursprünglich erwartet. Und macht sich lieber Gedanken über die Zukunft als die aktuelle Situation. 

 

 

Spiel der Woche

Bayern – „Schalke“ 4:0

Schade. Viele Mannschaften fahren in einer Saison ambitionslos nach München, hoffen, nicht gleich sechs Stück zu bekommen und sind am Ende froh, wenn es funktioniert hat. Meistens finden diese Mannschaften sich in der unteren Tabellenhälfte.  Ich bin überrascht und mittelmäßig enttäuscht, dass diese Prädikate nun beide auf Schalke 04 zutreffen.

Mittelmäßig enttäuscht? Ja. Weil ich mir bereits vor dem Spiel sicher war, dass es genauso kommen würde. Und es auch nicht mal ansatzweise schlimm fand. Nach dem Spiel ist der Kater etwas größer, als vorher befürchtet. Denn Schalke 04 steht tatsächlich auf dem zehnten Rang der Tabelle, was angesichts der Euphorie im Oktober total unfassbar ist. Unerträglicher ist dazu, dass es momentan keine Aussicht auf Besserung gibt. Normalerweise entlässt man in solchen Situationen einen Trainer.

Diesen Trick haben die Schalker jedoch schon angewendet und er hat sich direkt ins Gegenteil verkehrt: Durch den Wechsel kam nicht etwa Euphorie auf, sondern die Krise verschärfte sich. Jens Kellers Bilanz aus 5 Spielen sind 1 Sieg, 1 Unentschieden und 3 Niederlagen, bei 7:12 Toren. Und das klingt tendenziell eher nach Platz 13 als nach Platz 10, oder dem selbstgewählten Saisonziel Champions League. Der Knalleffekt ist etwa der gleiche wie beim Zünden eines großen Böllers, den man einfach in der Hand behält.

 

Überlegung der Woche

Bloß nicht Markus Babbel!

Trost spendet mir in diesen Tagen, in denen das einzige Statement der Funktionär die gebetsmühlenartige Wiederholung des Mantras ist, dass Jens Keller bis Saisonende Trainer bleibt, die Überlegung meines lieben Kollegen Stephan. Der wies mich nach dem 0:4 in München darauf hin, dass mit jedem Tag, an dem Jens Keller auf der Bank sitzt, die Wahrscheinlichkeit geringer wird, dass sein Platz bald von Markus Babbel übernommen wird.

Solange Horst Heldt Manager ist, werden wir wohl seine Kumpel auf der Trainerbank ertragen müssen. Und wenn es mit Kumpel Jens nicht mehr funktioniert, darf bestimmt Kumpel Markus mal ausprobieren, was bei Schalke 04 alles geht. Zwar trägt meine persönliche Wunschlösung auf der Schalker Bank die Initialen „MB“, heißt aber Mike Büskens und wird vor Saisonende nicht zu bekommen sein. Und somit ist Jens Keller das uncharismatische Übel, was das phlegmatische Übel verhindert.

 

Freund der Woche

Hotte

Manager Horst Heldt gewinnt diese Woche den Titel Freund der Woche. Warum? Weil ich seinen beständigen Beteuerungen, dass Jens Keller nicht vor Saisonende entlassen wird, was Positives abgewinnen kann. Sollte der Tag der aus heutiger Sicht unvermeidbaren Entlassung des Interimtrainers kommen, muss Heldt, wenn er sich und seinen Job und seine Aussagen ernst nimmt, mit zurücktreten. Und dann wären 2/3 der Schalker Führungspositionen wieder vakant für fähigere Männer. Leider wird das inkompetente verbliebene Drittel entscheiden, wer diese Positionen ausfüllen darf.

 

Und nich‘ vergessen: „Wir schlugen Roda, wir schlugen Trabzon, wir schlugen Brügge sowieso. Valencia, Teneriffa, Inter Mailand – das war ‘ne Show!”

 

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