1000 Freunde: Schwarzmalerei in Blau und Weiss

6. Februar 2013FelixBlogs

Eine weitere Woche auf Schalke ist ins Land gezogen. Diese brachte eine unerfreuliche Heimniederlage in Fürth, gepaart mit ein paar erschütternden Erkenntnissen für Felix.

Als Eröffnung möchte ich mich direkt mal dafür entschuldigen, letzte Woche Jens Keller verteidigt zu haben. Das war ziemlich naiv. Ich mein‘, das war mit Sicherheit nicht das dümmste Wochenende aller Zeiten. Aber verdammt hart dran, oder? Schauen wir nochmal nach, was genau passiert ist:

 

Spiel der Woche

Schalke 04 – Greuther Fürth 1:2

Meine Güte, war das Blöd! Da kommt Greuther Fürth, der schlechteste Bundesligist, der sich je sportlich für die Liga qualifiziert hat, inne Arena. Und beweist direkt in den ersten 15 Minuten, dass mindestens 1/3 der Mannschaft keinen Ball unfallfrei stoppen kann. Alles, was man gegen diese Mannschaft braucht, sind zwei Leute, die halbwegs geradeaus schießen können. Und vielleicht einen Plan, wie man die einsetzen kann.

Und hier sind wir schon beim Kernproblem: In den letzten Spielen unter Huub Stevens war dieser Plan eindeutig zu erkennen. Er wurde nur viel zu langsam umgesetzt. In den ersten Spielen unter Jens Keller ist nicht mal ein Plan erkennbar gewesen. Das Offensivspiel lebt von Einzelaktionen und Standardsituationen. Das 1:0 von Bastos war purer Zufall, fast alle anderen Chancen kamen durch die wenigen guten Ecken. Bei diesen Offensivspielern sollte doch etwas mehr drin sein. Natürlich fehlt Lewis Holtby. Natürlich ist Michel Bastos neu und Julian Draxler zu Ballverliebt, um auf der Zehn zu spielen noch jung. Aber Fürth ist auch nicht gut. Selbst wenn man Buyo und Asa ganz toll findet.

Vielleicht kurz zu den kleineren Problemen nach dem Führungstor: Roman Neustädter hat jetzt Nationalelf gespielt, der muss sich gegen Fürth nicht mehr konzentrieren. Geht auch so. Benedikt Höwedes ist ständig nach vorne gelaufen und hat den kleinen Joel ständig allein gelassen, was sich als furchtbar dumme Idee erwiesen hat. Jefferson Farfan musste Baba Rahman dringend einen Hut aufsetzen und hat die meisten Zweikämpfe verloren, weil sein Gegenspieler einfach stehen geblieben ist. Und Klaas-Jan Huntelaar macht mit Raul an seiner Seite einfach mehr Spaß als ohne.

Ist also alles scheiße?!

burgundy

 

Nein, aber fast.

Immerhin kann man darauf verweisen, dass man mit ein wenig Glück 3 Punkte geholt hätte. Ich stehe allerdings auf dem Standpunkt, dass man kein Glück brauchen sollte, um ein Heimspiel gegen Greuther Fürth zu gewinnen.

 

 

Aufreger der Woche

Jetzt haben wir eine Krise!

Die Krise, die ich letzte Woche ignorieren bis wegreden wollte, ist anscheinend schon lange da. Zumindest hat Hotte das nach dem Spiel gegen Fürth bestätigt. Und wenn man sich die kommende Woche angekuckt, hat er wohl Recht. Erstmal geht es zu den Bayern, anschließend nach Mainz. Die Chancen, die verlorenen 3 Punkte aus dem Spiel gegen Fürth einfach zurückzuholen, sind eher gering. Boromir erklärt gerne warum:

 

boromir_bayern

 

Man kann also, angesichts der nächsten Paarungen, eine einfache Rechnung aufstellen: Die Bayern sind den Schalkern spielerisch haushoch überlegen. Die Mainzer, das hat der Pokal und das Spiel gegen Fürth gezeigt, sind den Königsblauen taktisch um Einiges voraus. Realistisch gesehen sollte man also mit 1 Punkt aus den kommenden Spielen rechnen.

Und dann ist man Zehnter, hat nur 5 Punkte aus 5 Rückrundenspielen geholt, Jens Keller als Trainer und Horst Heldt als Manager. Da darf man durchaus von einer Krise sprechen.

Ist das Alles Schwarzmalerei? Natürlich! Wenn jemand widersprechen möchte, dann bitte ich die Kommentarfunktion zu nutzen. Wenn mich jemand überraschen möchte, dann bitte ich die Mannschaft darum, aus München 1 bis 3 Punkte mitzunehmen.

 

 

Freund der Woche

Michel Bastos
Der einzige Lichtblick im Spiel gegen Fürth war der neue aus Frankr

Moooooment! Hat irgendjemand nach einer Heimniederlage gegen Fürth den Titel Freund der Woche verdient? Fragen wir unseren Wetterexperten Ollie Williams…

 

ollie

AUF KEINSTEN!!!

 

Danke, Ollie!

Das war es für diese Woche von meiner Blau-Weißen Wolke.

Und nich‘ vergessen: „Mohammed war ein Prophet, der vom Fußballspielen nichts versteht. Doch wenn er einen Trainer gesucht hätte, hätte er sich nicht für Jens Keller entschieden.“

 

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