1899 Hoffenheim – VfB Stuttgart

17. Februar 2013FelixLive-Blogs, Live-Blogs

Zum Abschluss des 22.Spieltags nehmen wir die rote Laterne vom Haken und machen einen Ausflug in den Tabellenkeller der Bundesliga, wo Hoffenheim (16.) und Stuttgart (15.) versuchen, die Krise des anderen zu verlängern.

 

 

 

 

stuttgart_1hoffenheim_1

Sonntag, 17.02.2012, 17:30 Uhr, Sinsheim

1899 Hoffenheim – VfB Stuttgart 0:1

0:1 Harnik (3.)

 

Hoffenheim: Gomes – Beck, Abraham, Delpierre, Johnson – Usami, Polanski (81.Grifo), Williams (55.Weis), Volland  – Joselu, de Camargo (55.Derdiyok).

Stuttgart: Ulreich – Sakai, Tasci, Niedermeier, Boka – Gentner, Kvist, Holzhauser (83.Molinaro) – Harnik (90.Rüdiger), Ibisevic, Traore (87.Okazaki).

Anpfiff
Dann freuen wir uns mal auf eine hübsche Sammlung von Dingen, die nicht funktionieren…

3.Minute – Tor für Stuttgart!
Traore überlauft auf der linken Seite Beck und findet Harnik am langen Pfosten, der den Ball unter die Latte köpft. Ein viel zu schönes Tor für den Abstiegskampf.

6.Minute
Der Hoffenheimer Kader beinhaltet mit Weis, Beck, Rudy, Delpierre, Joselu und Schipplock gleich 6 Spieler, die nicht gut genug für den VfB waren. Auf der Gegenseite spielt Ibisevic, der irgendwann zu gut für Hoffenheim wurde.

7.Minute
Die Antwort der Kraichgauer besteht aus langen Bällen mit viel Hoffnung und wenig Aussicht auf Erfolg. Das ist Abstiegskampf.

9.Minute
Polanksi und Delpierre stehen bei einem hohen Ball herum und warten, bis der andere sich endlich bewegt. Dadurch fällt fast das o:2 durch Traore.

14.Minute
Hoffenheim versucht es heute mit ideenloser Offensive und passiver Defensive. Das hat schon bei Markus Babbel nicht funktioniert.

17.Minute
1899 weiß überhaupt nicht, was sie mit dem Ball machen wollen. Vielleicht lassen sie den Schwaben so viel Platz, um sich mal anzuschauen, was die so machen.

22.Minute
Torchancen gibt es fast gar keine mehr, aber man kann hier deutlich zwischen einer Mannschaft unterscheiden, die nicht da steht, wo sie hingehört (Stuttgart); und einer, die nicht weiß, wo sie hingehört (Na, wer wohl?).

26.Minute
Der Effekt durch den Trainerwechsel bei Hoffenheim war wohl eher kurz. Höhöhö. Zwinker. Verstehste?

29.Minute
Hoffenheim hat seit etwa 15 Minuten keinen Steilpass mehr gespielt. Stuttgart wartet in der eigenen Hälfte und schaut sich den Hoffenheimer Spielaufbau an. Der ähnelt einem Blinden, der versucht, ein 3D-Puzzle zusammen zu setzen.

33.Minute
Sven Ulreich bekommt mal wieder den Ball. Nach einem langen Abwurf von Gomes.

36.Minute
Das Spiel ist nicht direkt schlecht. Aber unansehnlich, langsam und voller Fehler. Genau das, was wir wollten.

42.Minute
Es ist etwas besser geworden. Der Bälle fliegt immer noch parallel zum Stuttgarter Tor von links nach rechts, aber nur 20 und nicht mehr 40 Meter vom Kasten der Gäste entfernt.

Halbzeit
Mal was komplett neues, 22 Spieler dabei zu beobachten, wie sie alle lieber was anderes machen würden.

46.Minute
Keiner der Trainer hat etwas verändert. Das grenzt an Folter.

50.Minute
Der Zufall ist uns gnädig! Ein Freistoßflanke von Volland wird plötzlich furchtbar gefährlich und zwingt Ulreich zu etwas, was wir einfach mal “Parade” nennen.

55.Minute
Die Chance hat den VfB wachgerüttelt. Die Spieler bewegen sich plötzlich wieder schneller als jemand, der vor 2 Minuten aufgestanden ist.

61.Minute
Stuttgart drängt auf das 2:0. Die Folge sind nicht etwa Torchancen, sondern mehr Fehler von Hoffenheim.

63.Minute
Das Spiel lässt Erinnerungen an Marco Haber, Heiko Gerber und Ronald Maul aufkommen. Und das, trotz dieser Namen, früher nicht alles schlecht war.

68.Minute
Ronald Maul ist immer noch aktiv. Als Aushilfskraft bei Eintracht Osnabrück.

69.Minute
Ibisevic verstärkt die Erinnerung an Maul, als er sich den Ball bei einem Flankenlauf knapp 10 Meter zu weit vorlegt.

71.Minute
Hoffenheim ist so gefährlich wie ein zahnloser Tiger. Wie ein altersschwacher, zahnloser Tiger. Mit nur noch einem Bein. Das lahm ist.

78.Minute
Das Spiel bietet viele Pässe, die zu lang, zu langsam, zu schnell, zu ungenau oder einfach nur schlecht sind. Es wirkt wie ein Wunder, dass hier bereits ein Tor gefallen ist.

81.Minute
Wir haben vor ein paar Monaten das Frankenderby getickert. Das war so schlecht, dass es witzig war. Dieses Spiel ist so schlecht, dass es nervt.

85.Minute
Marco Haber hat vier Jahre auf Zypern gespielt. Eine merkwürdige Wahl, auf der Insel gibt es nur Kiesstrände. Kein guter Ort, um im warmen Mittelmeer zu baden.

89.Minute
Hoffenheim will mit aller Macht den Ausgleich irgendwas. Auf jeden Fall mit aller Macht, denn alle fallen um und spielen noch überhastetere Fehlpässe als vorher.

92.Minute
Hoffenheim hat noch eine große Chance, scheitert aber an Takashi Usami.

Abpfiff
Das Mittelmeer ist so erstaunlich groß. Man denkt immer erstmal an Mallorca. Aber auch Sizilien, Malta, Rhodos und ganz viele andere Inseln liegen in diesem Gewässer, das sich von Spanien bis Israel erstreckt. Der größte Anrheinerstaat des Mittelmeers ist übrigens Algerien.

 

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Felix: Das Spiel fing mit der besten Aktion an, als Martin Harnik mit einem äußerst sehenswerten Treffer die Gäste in Führung bringen konnte. In der Folgezeit versuchte Hoffenheim absolut erfolglos, sich Torchancen herauszuspielen. Besonders das Fehlen von Spielmacher Firmino macht das Offensivspiel zu einer unansehnlichen Fehlerparade. Stuttgart hielt mit wenig Konzentration und halber Kraft dagegen, was gegen schwache Kraichgauer genügen sollte. Der VfB gewinnt durch ein frühes Tor ein grottenschlechtes Spiel, das keinen Sieger verdient hatte.

Stephan: Der 22. Spieltag endete mit Hoffenheim gegen Stuttgart und das ziemlich unansehnlich. Der VfB hatte genau eine gute Aktion, die zum frühen 1:0 führte. Danach beschränkten sich die Stuttgarten darauf, nichts Dummes zu machen und sich die aussichtslos vorgetragenen Angriffe der Kraichgauer entspannt anzuschauen. Der VfB Stuttgart beendete seine Niederlagenserien mit einem frühen Tor gegen vollkommen harmlose Hoffenheimer.

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