Alle Neune: Erst dumm, dann geil, dann langweilig

10. März 2013Stephan> Bundesliga, | Alle Neune

Der 25.Spieltag der Fußballbundesliga begann mit einem der dämlichsten Torwartfehler der gesamten Saison, steigerte sich zu einem “geilen” Revierderby an einem unglaublich torreichen Samstagnachmittag und verebbte schließlich in der unfassbaren Langeweile von drei fast ereignislosen Spielen.

 

 

 

 

nürnberg_1

augsburg_1Freitag,08.03.2013, 20:30 Uhr

FC Augsburg – 1.FC Nürnberg 1:2

 0:1 Kiyotake (21.), 1:1 Schäfer (36.,Eigentor), 1:2 Esswein (54.)


Felix:
Der Club ließ die Schwaben das Spiel kontrollieren, aber nur wenige Torchancen zu. Lediglich Rafael Schäfer war an diesem Abend schlecht genug, sich selbst zu überwinden. Den Augsburgern wollte nach zwei Siegen in Folge nicht so viel gelingen wie in den Vorwochen. Den Gästen reichte die in den letzten Wochen übliche Standardperformance von solidem Defensivspiel und ideenarmer Offensive zu zweit Toren und drei Punkten.

Stephan: Ein gewohntes Bild der letzten Wochen beim FC Augsburg sollte sich auch gegen die Nürnberger abzeichnen: viel Ballbesitzt, aber kaum große Tormöglichkeiten. Die Franken standen wie gewohnt Defensiv sicher und konnten durch Kiyotake in Führung gehen – diese hielt durch einen kapitalen Fehler von Torhüter Schäfer allerdings nicht bis zur Halbzeit. Nach dem Seitenwechsel waren die Fuggerstädter weiterhin um Ballbesitz bemüht und Nürnberg lauerte auf Konter. Ein direktverwandelter Freistoß von Esswein brachte den 1.FCN in Führung, die nicht mehr in Gefahr geraten sollte. Augsburg zu harmlos, Nürnberg konsequent – ein verdienter Auswärtserfolg für die Franken.


 

 

düsseldorf_4bayern_1

Samstag, 09.03.2013, 15:30 Uhr

Bayern München – Fortuna Düsseldorf 3:2

 0:1 Bolly (16.), 1:1 Müller (45.), 1:2 Lambertz (71.), 2:2 Ribery (73.) 3:2 Boateng (86.)


Felix: 
Fortuna gelang am Samstagnachmittag fast Unmögliches, in dem sie nicht nur 2 Tore gegen den FC Bayern erzielten, sondern dabei zwei Mal in Führung gingen. Dass die Bayern es diese Saison jedoch immer unbedingt ernst meinen zeigte sich dadurch, dass sie gegen den tapfer kämpfenden und schwer bespielbaren Aufsteiger einfach weitermachten und sich auch mit dem 2:2 nicht zufrieden gaben. Ein humorloser Heimsieg der Bayern, die gewonnen haben, weil sie es konnten und absolut keinen Spaß verstehen.

Dominik: Obwohl die Bayern wie so oft viel mehr Ballbesitz und die Spielkontrolle inne hatten, gelang den Gästen überraschend die Führung. Der Spitzenreiter ran an und kam zu vielen hochkarätigen Chancen, ohne den Ball im Tor unterbringen zu können. Bis kurz vor der Pause Müller frei im Strafraum zum Schuss kam und den Ausgleich erzielte. Bayern rannte in zweiten Durchgang weiter an, doch Düsseldorf gelang durch einen Konter die erneute Führung. München gab aber nicht auf und zeigte Kampf und Willen, das resultierte in zwei verdienten Toren und einem 3:2-Heimsieg. Trotz zweier Gegentore zu Hause gelangen die Bayern hochverdient zu einem weiteren Heimsieg und hat nun 20(!) Punkte Vorsprung.


 

 

dortmund_1schalke_1

Samstag, 09.03.2013, 15:30 Uhr

Schalke 04 – Borussia Dortmund 2:1

 1:0 Draxler (11.), 2:0 Huntelaar (35.), 2:1 Lewandowski (59.)


Felix
: Schalke 04 begann das Derby mit ungewöhnlich hohem Tempo und Einsatz und ließ seinen Gegner in den ersten 45 Minuten überhaupt nicht ins Spiel kommen. Nach der Halbzeit erlebte das Spiel durch die Verletzung von Huntelaar einen kleinen Knick und Borussia Dortmund kam verdient zum Anschlusstreffer. In der Folge konnte sich Schalke jedoch wieder fangen und hatte in der Schlussphase genausoviele Chancen zum 3:1 wie Drtomund zum Ausgleich. Ein verdienter Derbysieg für Königsblau dank einer phänomenal guten ersten Halbzeit.

Dominik: Die Königsblauen waren von Beginn an im Spiel und in den Zweikämpfen. Das schien die Dortmunder sehr zu überraschen, weshalb man hinten sehr anfällig war. Die Schalker nutzten dies in der ersten Hälfte zweimal aus, Draxler und Huntelaar erzielten die 2:0-Führung zur Halbzeit. Dortmund gelang zwar noch der Anschlusstreffer, doch das reichte nicht. Alles in allem geht der knappe Sieg für die Schalker in Ordnung, weil Dortmund in der ersten Hälfte hinten zu anfällig war.

>> Hier geht’s zum ausführlichen Spielbericht


 

 

wolfsburg_2Freiburg_1

Samstag, 09.03.2013, 15:30 Uhr

SC Freiburg – VfL Wolfsburg 2:5

 1:0 Kruse (2.), 1:1 Makiadi (Eigentor, 7.), 1:2 Vieirinha (16.), 1:3 Olic (22.), 1:4 Olic (49.), 2:4 Flum (65.), 2:5 Diego (90.)


Dominik:
Eine torreiche erste Hälfte sahen wir im Breisgau, wo der SC schon nach 90 Sekunden in Führung gehen. Doch Wolfsburg nahm das Zepter in die Hand und drehte das Spiel durch ein Eigentor und zwei Traumtore noch vor der Halbzeit. Und in der zweiten Hälfte ging es mit dem Toreschießen weiter. Freiburg kam nochmal auf 2:4 ran, doch kurz vor Schluss machte Diego mit dem fünften Treffer für Wolfsburg alles klar. Mit dem verdienten Auswärtssieg sollte Wolfsburg nichts mehr mit dem Abstieg zu tun haben.

Stephan: In einer wilden Anfangsphase profitierten beide Mannschaften von unsortierten Defensivreihen, die vor allem der VfL Wolfsburg mit Traumtoren von Vieirinha und Olic zu einer komfortablen Halbzeitführung nutzte. Nach dem Seitenwechsel stabilisierten sich die Niedersachsen und nutzen weiterhin die phasenweise katastrophalen Abwehrfehler der Breisgauer. Ein verdienter Sieg, da der VfL Wolfsburg seine Chancen konsequent nutze, die ihm die Gastgeber aus Freiburg über 90 Minuten anboten.


 

 

leverkusen 3mainz_3

Samstag, 09.03.2013, 15:30 Uhr

Mainz 05 – Bayer Leverkusen 1:0

 1:0 Ivanschitz (Handelfmeter, 61.)


Dominik
: In der Mainzer Coface-Arena sahen die Zuschauer eine torlose erste Hälfte, in der beide Mannschaften gute Chancen zur Führung hatten – doch Szalai und Kießling konnten den Ball nicht im gegnerischen Tor unterbringen. In der zweiten Hälfte musste dann ein Elfmeter herhalten, damit das einzige Tor der Partie fällt – Ivanschitz verwandelte sicher. Leverkusen schaffte es nicht, den Patzer von Dortmund zu nutzen und bleibt auf Platz drei.

Stephan: In einer durchschnittlichen Erstligapartie kamen beide Teams in den ersten 45 Minuten kaum zu sehenswerten Torchancen.  Nach dem Seitenwechsel erarbeiteten sich die Leverkusener zunehmend mehr Spielanteile und Möglichkeiten, die sie allerdings nicht verwerten konnten. Ein umstrittener Handelfmeter für Mainz brachte die etwas glückliche Führung für die Hausherren, die bis zum Ende Bestand halten sollte. Ein Heimsieg, der letztendlich in Ordnung ging, da Mainz es sehr gut verstand, die Leverkusener nicht ins Spiel kommen zulassen.


 

 

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Samstag, 09.03.2013, 15:30 Uhr

Greuther Fürth – 1899 Hoffenheim 0:3

 0:1 Firmino (10.), 0:2 Joselu (16.), 0:3 Weis (50.)


Dominik
: Im Abstiegskampf konnte Hoffenheim schon früh seine Ambitionen, doch noch auf den Relegationsplatz zu gelangen. Firmino bezwang Grün bereits nach zehn Minuten, Joselu legte kurze Zeit später zum Pausenstand von 2:0 nach. Kurz nach dem Seitenwechsel machte Weis mit dem 3:0 alles klar, viel passierte nicht mehr. Damit ist Fürth wohl abgestiegen, erneut fehlte einfach die Qualität um dagegen halten zu können.

Stephan: In dem Abstiegsendspiel ließ Greuther Fürth überraschenderweise jeglichen Kampfgeist und jegliche Motivation vermissen, die ihnen in den letzten beiden Partien zwei Punkte bescherten. Hoffenheim hingegen spielte strukturiert nach vorne und nutze die Einladungen der Franken konsequent aus. Ein gefahrloser Auswärtssieg der Kraichgauer, die durch die Niederlage der Augsburger wieder näher an den Relegationsplatz rücken.

 

 

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Samstag, 09.03.2013, 18:30 Uhr

Borussia Mönchengladbach – Werder Bremen 1:1

 1:0 Mlapa (72.), 1:1 Ignjovski (77.)


Felix
: Im ersten Durchgang neutralisierten sich beide Mannschaften extrem gut. Lediglich Bremen kam zu wenigen Torchancen, Gladbach hätte einen schweren Fehler von Sebastian Mielitz fast zu Führung genutzt. Im zweiten Durchgang griffen beide Trainer durch Wechsel in das Spiel ein und beeinflussten so die Partie positiv, weil unmittelbar nach den Auswechslungen die beiden Tore fielen. Ein verdientes Unentschieden zwischen zwei Teams, denen nicht genug einfiel um das andere zu besiegen.

Stephan: Die erste Halbzeit war Fußball zum Abgewöhnen, denn beide Mannschaften waren nur darauf bedacht, keine Fehler zu machen. So entwickelte sich ein Spiel ohne Chancen und Tempo, das auch nach dem Seitenwechsel nur dahin plätscherte. Erst die Führung für die Gladbacher belebte die Partie, da Bremen nun offensiver agieren musste und in der Schlussviertelstunde den Ausgleich erzielte. Ein gerechtes Unentschieden, da keine Mannschaft den Sieg verdiente.


 

 

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Sonntag, 10.03.2013, 15:30 Uhr

Hannover 96 – Eintracht Frankfurt 0:0

 keine Tore


Felix
: Mangelnde Struktur im Spiel und zahllose Fehlpässe beider Mannschaften machten die erste Halbzeit dieser Partie zu einem grauenhaften Folterinstrument. Die zweite Halbzeit brachte nur wenig Besserung, die Pässe kamen auf beiden Seiten zwar an, waren aber zumeist so unpräzise, dass schnelles Direktspiel völlig unmöglich war. Ein extrem unansehnlicher Langweiler von 22 Spielern unter Normalform.

Dominik: In einer ereignisarmen ersten Hälfte ohne Höhepunkte neutralisierten sich beide Mannschaften zumeist. Auf einem schwierig zu bespielenden Rasen gab es viele technische Fehler und keine erstzunehmende Torchance. Die zweite Hälfte startete mit zwei Paukenschlägen und kritischen Entscheidungen. Zumindest das Tor der Frankfurter hätte man geben müssen, da Meier nicht im Abseits stand. Im weiteren Verlauf gab es auf beiden Seiten noch kleinere Chancen, aber keine 100%igen. Daher trennen sich beide Mannschaften völlig zurecht Unentschieden.


 

 

hamburg_2stuttgart_1

Sonntag, 10.03.2013, 17:30 Uhr

VfB Stuttgart – Hamburger SV 0:1

 0:1 Rudnevs (51.)


Felix
: Die Hamburger begannen das Spiel geduldig und zielstrebig, aber in erster Linie darauf bedacht, Chancen des Gegners zu verhindern, was phasenweise recht gut funktionierte. Daraus entstand eine eher mäßige erste Halbzeit, in der sich Rene Adler zum besten Akteur auf dem Feld mauserte. In der zweiten Halbzeit führte einer der langsam und konzentriert vorgetragenen Angriffe des HSV zu einem Traumtor vor Rudnevs, dem die überspielten Stuttgarter nichts mehr entgegensetzen konnten. Der HSV gewinnt das Spiel gegen einen Gegner, der zwar mitspielen, aber nicht unbedingt gewinnen wollte.

Stephan: Beide Teams begannen abwartend und hofften auf Fehler des Gegners, die aber keiner so recht machen wollte. Mitte der ersten Halbzeit fand Stuttgart besser in die Partie und war vor allem durch Standardsituationen immer mal wieder gefährlich. Nach dem Seitenwechsel konnte “Atom” Rudnevs die Hanseaten in Führung bringen, die danach aus einer soliden Defensive agierten. Kein schöner, aber verdienter Sieg für den HSV, der kaum Chancen zuließ und einmal den Lucky Punch setze.


 

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