Bayernblog: Mia san die Champions!

28. Mai 2013DominikBlogs, | Bayernblog

Es ist vollbracht! Zwölf Jahre nach dem letzten großen Erfolg und nach zwei erfolglosen Finalteilnahmen in den vergangenen Jahren haben wir uns mit dem Sieg im Finale der Champions League am Samstag gegen Dortmund die Krone Europas aufgesetzt. Und das verdient nach einem überaus spannenden und unterhaltsamen Spiel, wie ich es schon lange nicht mehr erlebt habe. Aber der Reihe nach:

Mit dem Anpfiff legte der BVB los wie die Feuerwehr, drängte uns in den ersten 20, 25 Minuten weit in die eigene Hälfte und kam zu einigen hochkarätigen Chancen. Dank eines sehr gut aufgelegten Manuel Neuers konnten wir aber das 0:0 halten und das Spiel langsam ausgeglichener gestalten. In den restlichen 20 Minuten bis zur Halbzeit sahen wir ein elektrisierendes Spiel zweier jetzt ausgeglichener Mannschaften. Auch wir hatten in den ersten 45 Minuten sehr gute Chancen zur Führung, die wiederum vom starken Weidenfeller pariert wurden. Vor allem Arjen Robben hatte mehrmals die Führung auf dem Fuß.

Nach dem Seitenwechsel gab es 15 Minuten lang das gleiche Bild wie zum Ende der ersten Hälfte, beide Teams spielten nach vorne, kamen zu Chancen, aber nicht zu Toren. Bis zur 60. Minute: Ribéry schickte Robben klasse in den Strafraum, der Niederländer konnte den Ball von der Grundlinie knapp an Weidenfeller vorbei in die Mitte geben, wo Mario Mandzukic nur noch seinen Fuß hinhalten musste – 1:0 für die Bayern, zu diesem Zeitpunkt glücklich, aber auch nicht unverdient. Doch die Führung hielt nicht lange, denn Dante kam acht Minuten später im Strafraum zu spät gegen Reus und verursachte einen berechtigten Elfmeter, den Gündogan sicher verwandelte.

Es stand wieder unentschieden und eine spannende Schlussphase begann. Hier mussten die Dortmunder dem hohen Tempo zu Beginn der Partie Tribut zollen, denn körperlich war man nicht mehr auf der Höhe, die Bayern kontrollierten nun das Spiel. Zahlreiche Großchancen konnten nicht im gegnerischen Tor untergebracht werden, alles deutete auf Verlängerung hin. Doch in der 89. behauptete sich Ribéry im gegnerischen Strafraum gegen drei Gegenspieler und legte einen langen Ball mit der Hacke in den Lauf von Robben. Der “Man of the Match” ließ Hummels ins Leere grätschen und schob den Ball gegen die Laufrichtung von Weidenfeller vorbei am Keeper ins Tor – 2:1! Die Nachspielzeit konnte ohne Probleme über die Zeit gebracht werden und dann kannte die Freude und die Emotionen kein Halten mehr.

Mit ein wenig Abstand zum Spiel möchte ich auch noch ein paar Worte über den Schiedsrichter verlieren. Rizzoli machte ein gutes Spiel, Punkt. Natürlich hätte er Ribéry bei ganz harter Regelauslegung Rot geben können, aber Lewandowski macht auch sehr viel aus dieser Aktion – beide Gelb, gut ist. Anders sieht es da bei Dante und bei Lewandowski in einer späteren Aktion aus. Der Brasilianer hätte von vielen Schiedsrichtern für sein Foul an Reus Gelb gesehen, was gleichbedeutend mit Gelb-Rot gewesen wäre. Allerdings muss man auch hier sagen, dass Dante nicht unbedingt eine klare Torchance mit dem Foul vereitelt hat. Bei Lewandowskis absichtlichen Tritt auf Boatengs Knöchel wäre eine Rote Karte hingegen gerechtfertigt gewesen, hier dürfte es eigentlich keine zwei Meinungen geben.

Nun haben wir die Champions League gewonnen und das ist nach dieser Saison auch verdient. Die Gruppenphase souverän überstanden, im Achtelfinale am Ende etwas glücklich, aber verdient gegen Arsenal weiter gekommen. Im Viertelfinale Juventus Turin zweimal mit 2:0 besiegt und im Halbfinale sogar Barcelona mit 4:0 bzw. 3:0. An dieser Stelle möchte ich aber auch dem BVB zu einer erfolgreichen Champions League Saison gratulieren und mich für ein lange Zeit offenes, über 90 Minuten unterhaltsames und spannendes Finale bedanken – das war Fußball auf dem allerhöchsten Niveau und ein Ausrufezeichen für den Deutschen Fußball.

 

…lange Rede, kurzer Sinn: Mia san die Champions!

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