Der Abschiedsbrief: Endlich, Bruno!

26. August 2013FelixBlogs, | Der Abschiedsbrief

Eine deutsche Mannschaft scheidet aus einem internationalen Wettbewerb aus, ein Bundesligatrainer wird entlassen. Zu solchen Anlässen verfasst einer unserer Sechser einen Abschiedsbrief. Felix verabschiedet sich von Bruno Labbadia, dessen unfassbare Unfähigkeit uns seit den Anfangstagen unserer Seite immer wieder begeistern konnte.

Lieber Bruno,

es ist endlich soweit. Du hast unermüdlich zweieinhalb Jahre an dem Moment gearbeitet, an dem selbst ein erstaunlich weitsichtiger, geduldiger und loyaler Manager wie Fredi Bobic nicht mehr an dir festhalten konnte. Deine taktische Inkompetenz und unglaubliche Beschränktheit in Mannschaftsführung und Saisonplanung haben erst Ende August 2013 dazu geführt, was bereits im November 2011 ein nachvollziehbarer Schritt gewesen wäre: Deine Beurlaubung vom Trainerposten des VfB Stuttgart.

Du durftest zwei Jahre lang einen Kader verwursten, der das Potential zu einer Top 6-Platzierung mitbrachte, dies unter deiner Führung aber viel zu selten zeigen konnte. Lediglich der Saisonendspurt 11/12 zeigte, wie gut der VfB Stuttgart sein könnte, wenn er einen fähigen Trainer hätte. Auch in der aktuellen Saison haben die Schwaben einen exzellenten Kader – so haben etwa alle 4 Stürmer des Vereins bereits wiederholt zweistellig getroffen – und doch reichte es in 7 Saisonspielen gegen schwache bis mittelmäßige Gegner wie Mainz, Augsburg, Plovdiv und Rijeka nur zu einem einzigen Sieg. Und den gab es gegen einen Viertligisten.

Unterm Strich hast Du dem VfB Stuttgart nichts geben können. Wenn man sich nicht mit den Fakten auseinandersetzt, könnte man vielleicht das Erreichen des Pokalfinals anführen. Aber auch das ist, bei genauerer Betrachtung, nur Schall und Rauch: Mit Heimsiegen gegen Zweitligisten mogelte sich dein Team nach Berlin und beraubte den Verein so der Chance, sich schneller von dir zu trennen.

Spätestens seit Du im Frühjahr in einem Interview stolz darauf verwiesen hast, dass deine Mannschaft, mit den meisten Pflichtspielen der Saison, im Schnitt die höchste Laufleistung bringt, konnte keiner mehr davon ausgehen, dass du als Stratege etwas taugst. Einer Mannschaft, die fast ausschließlich englische Wochen spielt, so eine Laufleistung aufzunötigen (sei es durch stümperhafte Raumaufteilung oder stumpfe Übermotivation) ist schon furchtbar blöd, aber dies nach Außen als Auszeichnung hinzustellen, offenbart deine Unfähigkeit als Analyst und damit als Bundesligatrainer.

Ich bin sehr gespannt, ob sich ein Manager findet, der dies alles ignoriert und sich an deinen „Erfolgen“ (Eine gute Hinrunde mit Leverkusen und das oben genannte Pokalfinale) orientiert. Es täte mir für  den Verein leid.

Vielen Dank für den Spaß, den Du uns bereitet hast,
Dein Felix

 

PS: Wir sollten nie vergessen, dass du kein Mülleimer bist.

 

5 Kommentare zu “Der Abschiedsbrief: Endlich, Bruno!”

  1. VfbAndi · 27. August 2013 Antworten

    Ja gell Bruno, die Wahrheit tut immer weh …..

  2. Knaller! · 26. August 2013 Antworten

    …aber er war immer schick angezogen!

  3. Bruno Labbadia · 26. August 2013 Antworten

    Ich werde gegen diese Beleidigungen gerichtlich vorgehen!

    • Thorsten · 27. August 2013 Antworten

      Als ob ;-)

  4. supermutti · 26. August 2013 Antworten

    warte ich schon den ganzen Tag drauf

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