Der Ausblick: Eintracht, Armin und der Rotwein

16. August 2012Felix> Bundesliga, | Der Ausblick

Fünf Fragen, zwei Autoren, ein Verein. Das ist die einfache Formel für die Saisonvorschau der Doppelsechs. In dieser Ausgabe widmen sich Stephan und Felix dem Team von Eintracht Frankfurt.

 

1. Reicht es für die Champions League?

Stephan: Ich gehe sogar einen Schritt weiter: Es reicht für die Meisterschaft. Denn es herrschen die gleichen Voraussetzungen, wie 1997/1998 beim 1.FC Kaiserslautern: Aufstieg in die erste Liga, Trainer mit Meistererfahrung und ein Schweizer im Team – nur war Pirmin Schwegler noch nie bei Inter Mailand… Alles andere als der Klassenerhalt wäre ein vermessenes Ziel.

Felix: Sagen wir es so: Es reicht für den Klassenerhalt. Vielleicht.

 

2. Welcher neue Spieler wird mit Sicherheit einschlagen?

Stephan: Olivier Occean! Nicht nur, dass seine Konkurrenz im Sturm nicht allzu groß ist – Rob Friend trifft, wie wir wissen, nur in der zweiten Liga regelmäßig – sondern auch die Tatsache, dass alle etablierten Bundesligaverteidiger seine Spielweise nicht kennen, wird ihm in den ersten 10 Spielen enorm weiterhelfen. Ich prognostiziere ihm nach der Hinrunde 8 Tore und somit den ersten Platz in der Frankfurter Torschützenliste.

Felix: Martin Lanig. Frankfurt hat einige interessante Neuzugänge zu verzeichnen, darunter Olivier Occean und Vedim Demidov, die es ebenfalls verdient hätten, hier zu stehen. Ich entscheide mich für Martin Lanig, weil er das Erstligamodell des abgewanderten Matthias Lehmann ist und wohl auch auf dessen Position zum Einsatz kommen wird. Außerdem ist er der einzige Neuzugang, der bereits mehrere Jahre in der Bundesliga spielte.

 

3. Wird Trainer Armin Veh die Saison überstehen?

Stephan: Ich verstehe bis heute nicht, wie Armin Veh ein Team bis zur Meisterschaft führen konnte, aber das gehört hier gar nicht hin. Was allerdings auch nicht dazu gehört, aber erwähnt werden muss, wenn ich etwas zu Armin Veh schreibe: Ich bin HSV-Fan. Für mich reicht die Qualität der Frankfurter Mannschaft durchaus für den Klassenerhalt und somit gibt es keine (sportlichen) Gründen, Herrn Veh frühzeitig zu entlassen.

Felix: Der Trainer von Eintracht Frankfurt ist zu einem beständigen Wackelkandidaten geworden, seit Friedhelm Funkel den Verein verlassen musste und Michael Skibbe keinen Bock mehr hatte. Ich halte Veh für einen der gefährdeten Trainer, die Chancen auf eine Entlassung wurde ich auf 60 % beziffern.

 

4. Wo muss dringend nachgebessert werden?

Stephan: Um mittelfristig wieder im gesicherten Mittelfeld und evtl. durch etwas Glück in Europa zu landen, muss ganz klar in allen Mannschaftsteilen nachgebessert werden. Aber die Frankfurter haben es in den letzten Jahren immer verstanden ihren Kader geschickt zu verstärken und auch die Rahmenbedingungen sind für Platz 8 – 13 ausgelegt. Letztendlich mache ich mir keine Sorgen, dass diese Tabellenregion in 2 – 3 Jahren wieder erreicht wird.

Felix: Im Sturm. Dort stehen mit Occean, Friend und Hoffer nur drei Spieler zur Verfügung. Davon hat Occean noch gar kein Spiel in der Bundesliga bestritten, Hoffer und Friend haben sich bereits versucht und sind brutal gescheitert. Die Verpflichtung eines weiteren Angreifers scheint unumgänglich.

 

5. Wie häufig wird Armin Veh nüchtern auf der Bank sitzen?

Stephan: Ich weiß noch nicht, ob es ein Vorteil ist, dass Armins Lieblingsitaliener in Augsburg jetzt schneller zu erreichen ist, als zu seiner Zeit in Hamburg. Aber: Ich war vor kurzem in Würzburg und könnte da auch einen vorzüglichen Italiener empfehlen. Der ist nicht nur schneller zu erreichen, sondern liegt auch direkt am Main, sodass man sogar bei der dritten Flasche Chianti nicht den Fokus verliert.

Felix: 34 Mal, wenn’s gut läuft (siehe 3). Schließlich muss er sich nicht mehr mit Vorstand, Umfeld und Kader des HSV herumplagen.

 

 

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