Der Ausblick: Fortune Nkumane oder Ramatlhakwane?

19. August 2012Felix> Bundesliga, | Der Ausblick

Fünf Fragen, zwei Autoren, ein Verein. Das ist die einfache Formel für die Saisonvorschau der Doppelsechs. In dieser Ausgabe widmen sich Dominik und Felix dem Team des SC Freiburg.

 

1. Reicht es für die Champions League?

Dominik: Nein. Was soll ich hier großartig schreiben…? Es ist nunmal Freiburg, sollte nichts unvorhergesehenes passieren, so wird man maximal nichts mit dem Abstieg zu tun haben und um die goldene Ananas spielen. Ich denke aber, dass man bis zum Schluss für den Verbleib in Liga 1 kämpfen muss.

Felix: Nein. Nach der guten Rückrunde der letzten Spielzeit darf man in Freiburg darauf hoffen, in dieser Saison nichts mit dem Abstieg zu tun zu haben.

 

2. Welcher neue Spieler wird mit Sicherheit einschlagen?

Dominik: Max Kruse. Sehen wir von den Jugendspielern ab, so wurden nur vier neue Spieler verpflichtet, sicherlich auch den mangelnden finanziellen Möglichkeiten geschuldet. Und nur einer hat für mich die Klasse eines Bundesligaspielers – Max Kruse. Er zog lange Zeit bei Pauli die Fäden im offensiven Mittelfeld und wird dies auch im Breisgau erfolgreich erledigen. Er ist dazu mit 24 zwar jung, hat aber schon wichtige Erfahrungen, auch im Abstiegskampf, sammeln können.

Felix: Vidar Eggen Hedenstad. Die Prognose ist einfach: Nach dem Abgang von Hinkel und Lumb braucht der SC Freiburg Außenverteidiger und Hedenstad wurde als ein solcher verpflichtet.

 

3. Wird Trainer Christian Streich die Saison überstehen?

Dominik: Nein. Ich musste vorhin erst einmal kurz nachsehen, wer aktuell Trainer beim SC Freiburg ist. Das kann man nun positiv oder negativ sehen. Nichtsdestotrotz halte ich die Freiburger für einen großen Abstiegskandidaten, die Stühle der Trainer bei Abstiegskandidaten wackeln immer ein wenig – und in diesem Fall wackelt er so gewaltig, dass Streich die Saison nicht überstehen wird.

Felix: Christian Streich brauchte nicht mal die vollen 17 Rückrundenspiele, um den Tabellenletzten vor dem Abstieg zu retten und dabei Kultstatus zu erreichen. Es wäre schade, wenn der Liga ein solcher Typ verloren gehen würde. Noch dazu halten sich Trainer in Freiburg recht lange: Es waren vier in den letzten 21 Jahren, wobei Marcus Sorg den Schnitt wirklich kaputt gemacht hat.

 

4. Wo muss dringend nachgebessert werden?

Dominik: Erfahrung. Der Großteil der Mannschaft ist im Bereich von 22 – 24 Jahren, man hat nur einen Spieler über 30 im Kader, dafür einige unter 20. Jugendwahn hin oder her (ich bin da sowieso überhaupt nicht für), aber hier ist die Mannschaft eindeutig zu jung, um auch in schwierigen Zeiten, die sicherlich auf Freiburg zukommen werden, zu überstehen.

Felix: Für die Ansprüche des SC Freiburg scheint mir die Mannschaft gut zusammengestellt zu sein. Vielleicht beim Stadion: Ich habe prinzipiell nichts gegen den Verkauf von Namensrechten, aber „Mage Solar Stadion“ ist grenzwertig.

 

5. Muss noch ein Afrikaner mit witzigem Namen verpflichtet werden?

Dominik: Ja. Davon kann man nie genug haben. Auch wenn Bouziane, Dembélé und Diagne schon gute Ansätze haben, so fehlt doch noch einer vom Kaliber Djemba-Djemba oder Sikhumbuzo Fortune Nkumane. Man möchte ja auch neue Märkte erschließen, das würde sich anbieten. Also los Herr Dufner, zaubern sie noch jemanden nach Freiburg.

Felix: Adel Sellimi, Mehdi Ben Slimane, Younes Abdessadki und Alain Junior Olle Olle suchen einen würdigen Nachfolger. Außerdem kommen immer mal wieder Toptorjäger dabei heraus, wenn der SC Freiburg Talente aus Afrika verpflichtet. Vielleicht Jerome Ramatlhakwane aus Botswana. Er ist 26 Jahre und hat in 22 Länderspielen bereits 7 Tore erzielt. Außerdem ist er ablösefrei zu haben: Ramatlhakwane ist derzeit Vereinslos, weil die Kosten, ein Trikot mit seinem Namen zu beflocken, für viele Vereine in seiner Heimat einfach zu hoch sind.

 

 

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