Der Ausblick: Tim Wiese in Dietmar Hopps Geldspeicher

13. August 2012Felix> Bundesliga, | Der Ausblick

Fünf Fragen, zwei Autoren, ein Verein. Das ist die einfache Formel für die Saisonvorschau der Doppelsechs. In dieser Ausgabe widmen sich Dominik und Felix dem Team von 1899 Hoffenheim.

 

1. Reicht es für die Champions League?

Dominik: Nein. Hoffenheim hat sich sicherlich gut verstärkt und wird in der kommenden Saison wieder im oberen Tabellendrittel zu finden sein. Für die Teilnahme an der Champions League wird es aber nicht reichen, da sind andere Teams einfach noch zu weit weg. Die Entwicklung, die Hoffenheim geht, kann mittelfristig aber für die vorderen vier Plätze ausreichen.

Felix: Eher nicht. Der Kader von Hoffenheim muss sich erst noch finden. Aus diesem Grund wird das erste Saisondrittel vermutlich nicht so gut laufen. Wenn man zur Winterpause in Reichweite der Europalegueplätzen steht, darf man sich glücklich schätzen und kann auf eine Qualifikation für diesen Wettbewerb hoffen.

 

2. Welcher neue Spieler wird mit Sicherheit einschlagen?

Dominik: Eren Derdiyok. Der Schweizer wird die Nummer 1 im Sturm sein und dort den in der vergangenen Winterpause abgewanderten Ibisevic erfolgreich ersetzen. Derdiyok konnte bei Leverkusen schon oft genug seine Torjägerqualitäten unter Beweis stellen und auch für Hoffenheim knipsen. Meine Prognose: 15 Saisontore.

Felix: Tim Wiese. Ich denke, dass er von allen Neuzugängen die beste Chance hat, 34 Spiele über die volle Distanz zu bestreiten. Sollte er sich jedoch verletzen, wird Stephan Schröck als erster philippinischer Nationalspieler in 50 Jahren Bundesliga für Schlagzeilen sorgen.

 

3. Wird Trainer Markus Babbel die Saison überstehen?

Dominik: Ja. Ich wüsste nicht, was dagegen sprechen sollte. Natürlich, bei ausbleibendem Erfolg steht der Trainer als erstes zur Debatte. Dennoch glaube ich nicht, dass diese Saison für Hoffenheim ohne Erfolg bleiben wird. Und daher auch nicht an eine vorzeitige Entlassung Markus Babbels.

Felix: Markus Babbel ist in bei seinen bisherigen Stationen nie durch große Konstanz aufgefallen, noch dazu hat sich der Trainerstuhl in Hoffenheim in den letzten Jahren zu einem Schleudersitz entwickelt. Andererseits galt das Gleiche im letzten Jahr für den VfB Stuttgart und Bruno Labbadia. Deshalb lautet meine Antwort: Ja.

 

4. Wo muss dringend nachgebessert werden?

Dominik: Außendarstellung. Hoffenheim hat es in Deutschland nicht leicht, man hat seit der Ära Hopp ein negatives Standing in der nach Tradition lechzenden Fußballgesellschaft. Hier sollte man an einem besseren Bild arbeiten, die Vorzüge – zum Beispiel die Jugendförderung – mehr in den Vordergrund rücken. Kadertechnisch sehe ich keine großen Lücken, die Abwehr könnte sich möglicherweise als etwas zu schwach erweisen.

Felix: Der Verein ist furchtbar unattraktiv. Er braucht vor allen Dingen Fans und attraktiven Offensivfußball. Der eine Heimsieg gegen Dortmund, den es auch dieses Jahr wieder geben wird, reicht nicht aus um das Publikum 12 Monate lang bei Laune zu halten. Wenn es überhaupt kommt.

 

5. Wird Dietmar Hopp neben dem Stadion einen Geldspeicher errichten, in dem Tim Wiese baden darf?

Dominik: Unwahrscheinlich. In der heutigen Zeit ist das Geld eher auf Konten angelegt oder in anderen Geldanlagen investiert – eine so große Menge an Bargeld wie in Entenhausen ist eher die Seltenheit. Daher wird sich Tim Wiese wohl mit dem altbewehrten Bad im Wasser oder in der Menge zufriedengeben müssen.

Felix: Das kann ich mir nicht vorstellen. Zwar ist die Idee mit dem Geldspeicher nicht abwegig, aber Tim Wiese würde ich darin nicht baden lassen. Die Münzen wären mit Haargel verklebt, die Scheine teilweise unbrauchbar. Allerdings wäre der Geldspeicher eine geschickte Maßnahme, Menschen in die Nähe des Hoffenheimer Stadions zu locken. Selbst an Spieltagen.

 

 

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