Der Bayernblog: Mia san Sammer!

1. Oktober 2012DominikBlogs, | Bayernblog

Dominik ist der Bayernfan auf der Doppelsechs. Aus diesem Grund schreibt er jede Woche seine Gedanken zum Stern des Südens auf und präsentiert diese unseren Lesern in seinem Bayernblog.

“Hoffen wir einfach mal, dass ich in einer Woche hier an der selben Stelle schreiben kann, dass sich immer noch nichts geändert hat und ich über zwei Siege berichten kann!” – So beendete ich den Bayernblog letzte Woche und mein Wunsch wurde tatsächlich erfüllt. In der englischen Woche wurde Wolfsburg in der Allianz Arena deklassiert, zwar nicht vom Ergebnis her – ein 3:0 ist zwar hoch, aber keine herbe Klatsche – aber von der Spielweise in allen Belangen. Wolfsburg hatte in den gesamten 90 Minuten zwei ernstzunehmende Torchancen, genauso wenige Ecken. In den Zweikämpfen überhaupt nicht aggressiv und immer mindestens einen Schritt zu spät. Die Dominanz, von der ich geschrieben hatte, wurde hier eindrucksvoll unter Beweis gestellt.

Am Samstag folgte dann das Auswärtsspiel in Bremen, bei dem ich kleine Bedenken hatte, die in der ersten Halbzeit auch berechtigt waren. Da waren wir nicht so bissig wie in den Spielen zuvor, haben nicht gut gegen den Ball gearbeitet. Aber: Das Spiel wurde dennoch 2:0 gewonnen, am Ende auch wieder verdient und souverän. Dennoch mopperte Matthias Sammer und bemängelte die Einstellung der Spieler in der ersten Hälfte. Das kam ein wenig überraschend, doch war genau richtig aus mehreren Gründen. Zum Einen lässt sich so etwas nach einem Sieg einfacher sagen als nach einer Niederlage, da sind die Spieler nicht so enttäuscht und können mit der Kritik besser umgehen und haben nicht das Gefühl, dass nach einem Sündenbock gesucht wird. Des Weiteren wird so die Gefahr minimiert, dass die Spieler sich auf den erfolgreichen Spielen ausruhen und weiterhin 100% geben. Und Sammer nimmt gleichzeitig den Druck von der Mannschaft, die Presse schreibt nun über ihn und nicht über etwaige Fehler der Spieler (übrigens ein Grund, weshalb ich mir immer Mourinho als Trainer gewünscht habe). Das macht Sammer einwandfrei und hat man bei seinem Vorgänger – ohne hier nun Kritik ausüben zu wollen – sehr vermisst.

Morgen heißt es dann wieder Champions League mit einem Auswärtsspiel in Borisov. Das wird ein schweres Spiel, alleine schon wegen der Reisestrapazen. Aber gegen solche Gegner tut man sich auch gerne schwer. Borisov hat am Wochenende zudem 5:1 in der Liga gewonnen und hat eine Serie von 16 ungeschlagenen Spielen in Folge. Die gilt es für uns zu beenden, von mir aus auch mit einem dreckigen 0:1. Wichtig sind die drei Punkte, dann ist schon ein großer Schritt ins Achtelfinale gemacht. Am Samstag empfangen wir zu Hause dann Hoffenheim, die sich aus dem Tabellenkeller befreien konnten, aber immer noch unter ihren Möglichkeiten spielen. Wichtig für Hoffenheim wird sein, den Kopf frei zu bekommen – an dieser Stelle auch nochmal alles Gute an Boris Vukcevic! Wichtig wären die drei Punkte allemal, auch wenn sich 18 Punkte aus 6 Spielen perfekt sind, so sitzen uns die Verfolger aus Frankfurt im Nacken und Dortmund hat sich mit dem 5:0 gegen Gladbach auch eindrucksvoll zurückgemeldet.

Lange Rede, kurzer Sinn: Mia san Sammer!

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