Der Gegenspieler: Meister gegen Herbstmeister

29. November 2012Felix> Bundesliga, | Der Gegenspieler

Jeden Donnerstag gibt es bei uns einen neuen Gegenspieler. Heute schauen wir konzentriert auf das kommende Wochenende und das Duell der beiden Vereine, die den deutschen Fußball in den letzten beiden Jahren dominiert haben. Bayernfan Dominik und BVB-Anhänger Thorsten stellen sich 4 Thesen zum anstehenden Topspiel.

 

1. Bayern wird erstmals seit 2008 gegen Dortmund ohne Gegentor bleiben.

DominikFiktion. Zwar glaube ich fest an einen Heimsieg der Bayern, allerdings wird dieser sehr wahrscheinlich nicht gegentorlos bleiben, dazu ist Dortmund dann wohl doch zu stark. Die Offensive ist mit Lewandoski und Reus sehr gut besetzt, daher wird Manuel Neuer einmal hinter sich greifen müssen. Auch wenn die Münchener Defensive nur ganz wenig zulässt, so wird der BVB einmal die entscheidende Lücke finden. Dies ändert jedoch nichts ander Tatsache, dass die Bayern dieses Spiel zu Hause gewinnen werden.

ThorstenFiktion. Bayern ist in dieser Saison Defensiv eher stark einzuschätzen, denn nur 5 Gegentore in 13 Spielen sind eine deutliche Ansage. Dennnoch bin ich davon überzeugt, dass es mindesten ein weiteres für Bayern dazu kommen wird. Denn der BVB wird zu keinem Zeitpunkt und bei keinem Ergebnis das Kämpfen einstellen, und damit ein über 90 Minuten gleichwertiger Gegener sein.

 

2. Ein Auswärtssieg wäre erneut der Grundstein zur deutschen Meisterschaft für den BVB.

DominikFakt. Das wird jetzt hier ein reiner Konjunktiv: Sollte Borussia Dortmund am Ende der Saison wirklich Deutscher Meister werden – was ich nicht glaube – so wäre ein Sieg am Samstag in München wahrlich der Grundstein. Ich gehe auch davon aus, dass ein Sieg der Münchener schon eine kleine Vorentscheidung in der Meisterschaft bedeuten würde. Natürlich kann auch in den restlichen Spiel der Hin- und in der gesamten Rückrunde noch viel passieren. Deswegen ist es immer schwer zu prognostizieren, ob der Vorsprung der Bayern reicht, ob er schrumpft oder gar noch größer wird. Was ich allerdings sagen kann: Sollte Dortmund tatsächlich in München gewinnen, könnte die Saison eventuell nochmal spannend werden.

ThorstenFiktion. Ich glaube zwar, dass ein Auswärtssieg im Bereich des Möglichen liegt, allerdings kann ich mir nicht vorstellen, dass die Bayern noch so brutal im Verlauf der Saison einbrechen werden. Und selbst wenn, kann Dortmund momentan nicht wirklich Kapital aus den Ausrutschern des Tabellenführers schlagen.

 

 

3. Robert Lewandowski ist gegenüber Mario Mandzukic der bessere Mittelstürmer.

ThorstenFakt. Natürlich steht Mandzukic in der Torjägerliste vor Lewandowski und damit in der ersten und wichtigsten Statistik zur Beurteilung von Stürmern vorn. Allerdings sieht man ganz klar, dass der Mittelstürmer bei den Bayern austauschbar ist. Egal ob Gomez, Pizzaro oder Mandzukic. Jeder, der bei den Bayern vorne drinsteht, trifft. Und das liegt nicht daran, dass alle drei Weltklasse sind, sondern an dem, was dahinter passiert. Das Mittelfeld ist bei Bayer eine Klasse für sich und versteht es den Stürmer ideal in Szene zu setzten. Lewandowski ist mehr darauf angewiesen, sich Bälle zu holen, selbst Torchancen zu erarbeiten und kann sich nicht nur auf gute Vorlagen verlassen. Daher sehe ich Lewandowski leicht im Vorteil gegen Mandzukic.

DominikFiktion. Oder Fakt. Das ist hier wirklich schwer. Robert Lewandowski hatte in seiner ersten Saison bei Dortmund einen schweren Stand, wurde schon als Fehleinkauf abgestempelt. In der zweiten Saison erwischte er dagegen ein Sahnejahr und erzielte einen Treffer nach dem anderen. Und die aktuelle Saison sieht so ein wenig wie eine Mischung aus beidem aus – schwach angefangen, in den letzten Spielen aber wieder sehr gesteigert. Bei Mandzukic ist das alles etwas konstanter, er erzielt pro Saison seine 10-15 Saisontore und legt dazu noch einige Tore auf. Bei den Bayern konnte Mandzukic aber noch eine Schippe drauf legen und bereits jetzt schon 13 Pflichtspieltreffer erzielen. Von der Spielanlage her sind beide nahezu identisch, aufgrund der in dieser Saison besseren Leistung von Mandzukic (100 Minuten für ein Tor statt Lewandowski 128 Minuten/Tor) entscheide ich mich hier für den Kroaten.

 

4. Bayern München sollte mit einem Unentschieden zufrieden sein.

ThorstenFakt. Wenn die Bayern es nicht schaffen, dem BVB früh im Spiel die Lust am Fußball zu rauben, ist der Meister kaum zu schlagen. Wenn das Team aus Dortmund einmal ins Rollen kommt, dann kann jedes andere Team geschlagen werden. Man kann sich gerne bei Real Madrid erkundigen. Und Bayern ist von der Spielanlage sicher kein Team, welches als Spielverderber bekannt ist. Daher glaube ich an eine Vollgasveranstaltung der Extraklasse, bei der durchaus ein Sieg für den BVB drin ist. Deshalb sollte man beim FCB ein Unentschieden auch als Erfolg werten.

Dominik: Fiktion. Zu Hause und in dieser Form, dazu immer noch die fünf Niederlagen in Folge gegen den BVB im Hinterkopf – da muss einfach ein Sieg her! Ein Unentschieden wäre zwar auch in Ordnung, zufrieden geben sollte man sich im Vorfeld damit aber nicht. Denn momentan sprechen einfach alle Fakten für einen Heimsieg am Samstag: Wie schon erwähnt die gute Form, dann geht man mit einem Erfolgserlebnis in das Spiel, hat schon die Herbstmeisterschaft sicher und die große Chance, den Abstand auf Dortmund auf 14 Punkte zu schrauben. Sicherlich wäre es aber auch keine Enttäuschung, gegen den amtierenden Doublesieger Remis zu spielen.

 

Nächste Woche entscheidest Du, was gespielt wird: Schreibe deine These als Kommentar unter diesen Artikel. Beim nächsten Gegenspieler werden wir zusätzlich die interessanteste These diskutieren, die Ihr gepostet habt.

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