Der Gegenspieler: Wohin führt der Weg für Elia und den HSV?

24. Januar 2013Stephan> Bundesliga, | Der Gegenspieler

Eine neue Umgebung für unsere Gegenspieler: Statt Thesen als Fakt und Fiktion zu beurteilen, stellen wir ihnen vier Fragen und bekommen acht Antworten. Heute geht es um Eljero Elia, den HSV, Schalke 04 und Hannover 96.

 

1. Wird Eljero Elia in der kommenden Saison noch für Werder Bremen auflaufen?

DominikJA. Ich denke, Bremen wird ihm noch eine Chance geben und ihn mindestens noch in der kommenden Hinrunde behalten. Denn auch wenn ihm in Bremen noch nicht sehr viel gelang – die Ansätze sind da und lassen seine Fähigkeiten aufblitzen. Gegen Dortmund hat mir sein Beginn zum Beispiel eigentlich ganz gut gefallen, doch in diesem Spiel konnte man auch sein größtes Problem ausmachen: Wenn es zu Beginn einer Partie nicht so läuft, sei es für ihn oder die Mannschaft, dann verfällt er schnell in Lethargie, wirkt lustlos und demotiviert. Entsprechend sind dann auch sein Einsatzwille und seine Laufarbeit. Sollte er das Ablegen und sich dort verbessern können, wird Werder Bremen noch viel Spaß an Elia haben – doch er sollte damit langsam anfangen.

StephanJA. Elia ist ein schwieriger Charakter, der in seinem Kopf viel besser als in der Realität ist. Aber sowas mag man in Bremen und solche Spieler will man in Bremen „hinbekommen“. Das Dumme ist nur, dass Werder seit ein paar Jahren diese Charaktere nur noch schwer in die Mannschaft integrieren kann. Dies wird auch für Elia gelten, der allerdings zum Saisonstart die bekannte zweite Chance bekommt und sich erst im Winter aus Bremen verabschiedet.

 

2. Kann der Hamburger SV bis zum Saisonende um den Einzug in die Europa League mitspielen?

DominikJA. Definitiv. Der HSV ist in diesem Jahr wieder da. Aktuell steht man auf Platz neun und hat nur zwei Punkte Rückstand auf einen Europa League Platz. Man kann zwar auch schnell nach zwei, drei Niederlagen nach unten durchgereicht werden, weil im Mittelfeld der Tabelle alles sehr eng ist. Dennoch denke ich, dass es aufgrund des starken Kaders des HSV bis zum Ende der Spielzeit um die internationalen Plätze geht. Allerdings darf man sich solche Schnitzer wie am Wochenende in Nürnberg nicht noch öfters leisten, denn diese Spiele müssen eigentlich gewonnen werden, wenn man nächstes Jahr international spielen möchte.

StephanJA. Etwas anderes kann ich als HSV-Fan auch gar nicht sagen – wir sind so erzogen worden. Denn sogar im letzten Jahr, als man beinahe abstieg, konnte man für kurze Zeit (vom 21. bis 22. Spieltag) um die Europa League Plätze mitspielen. Zurück zum Ernst der Lage: Der HSV präsentiert sich diese Saison gefestigt und vermittelt einem das Gefühl, Spiele durch eigene Leistung gewinnen zu können. Ich hoffe, dieses merkwürdige Gefühl hält noch lange an und der HSV wird am Ende mit viel Glück auf Platz 6 gespült.

 

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3. Sollte Schalke 04 für die nächste Saison noch einen Torhüter verpflichten?

Stephan: NEIN. Sicherlich ist man mit Ralf Fährmann und Lars Unnerstall unterdurchschnittlich besetzt, allerdings sollten dies auch nur Torhüter Nummer zwei und drei sein. Denn mit Timo Hildebrand hat man eigentlich einen Torwart, der gutes Bundesliganiveau haben sollte. Schade nur, dass Timo in dieser Saison in einem kleinen Formtief steckt, bei Gegentoren nie wirklich chancenlos aussieht und von seiner Abwehr phasenweise sträflich allein gelassen wird. Aber keine Sorge liebe Schalker, noch dieses Jahr wird sich euer Timo wieder fangen.

DominikNEIN. Vorausgesetzt, man gibt keinen der drei vorhandenen Torhüter ab. Anders als unser Schalke-Experte Felix schätze ich die drei Keeper gar nicht so schlecht ein, auch wenn Hildebrand am Freitag ruhig ein paar mehr Bälle hätte halten können. Aber er ist auf jeden Fall von allen drei Torhütern der mit der größten Qualität, die er bald auch wieder abrufen wird. Unnerstall dagegen ist noch jung und benötigt mehr Spielpraxis, um auf das nächste Level zu kommen. Fährmann dagegen ist als dritter Torwart geeignet, denn den braucht man wahrscheinlich eh nicht – ihm mangelt es an Bundesliga-Qualität.

 

4. Schafft Hannover 96 die Rückkehr in die obere Tabellenhälfte?

Stephan: NEIN. Hannover hat arge Probleme in der Defensive, denn eigentlich sollten vier Auswärtstore für einen Sieg genügen. Allerdings geht bei den Niedersachen jegliche Ordnung flöten, sobald der Gegner das Spiel auch nur minimal beschleunigt. Das Schöne ist, dass man das Abwehrproblem erkannt hat und im Winter mit Djourou einen Defensivallrounder verpflichten konnte. Dummerweise ist dieser nur ausgeliehen, so dass es ihm letztendlich gänzlich egal sein kann, ob Hannover zu alter Stabilität und damit zurück in die obere Tabellenhälfte findet oder nicht – im Sommer geht es zurück zum FC Arsenal.

DominikJA. Das werden die Niedersachsen ohne Wenn und Aber schaffen. Momentan verfällt man zwar so ein bisschen zurück in den “Graue-Maus-Status”, aber am Ende der Saison wird Hannover wieder in der ersten Tabellenhälfte zu finden sein. Man hat einen guten Kader, den man in der Winterpause nochmal verstärkt hat – gerade der Sturm überzeugt durch Qualität und Quantität. Außerdem ist im Mittelfeld der Liga alles sehr eng beieinander, so dass nach einer kurzen Siegesserie schon wieder alles anders aussieht und man womöglich dann auch schon wieder auf einem Europa League Platz stehen könnte.

 

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