Der Sechser der Saison

22. Mai 2013Felix> Bundesliga, | Sechser der Woche

Seit dem 10.Spieltag suchen wir den Sechser der Woche. Nur, wer mehrfach überragende Leistungen bot, hat eine Chance auf den Titel “Sechser der Saison”. Nach 34 Spieltagen steht der erste Spieler fest, dem diese Ehre zu Teil wird. Wer auf die Plätze vewiesen wurde und an welchen Verein wir die meisten Punkte vergeben haben, decken wir auch auf.

 

Diego ist der Sechser der Saison

Mit dem „Sechser des Jahres“ zeichnen wir bestimmt nicht den besten Spieler einer Saison aus. Schlechte Leistungen ignorieren wir in unserem System komplett, auch Konstanz spielt eine untergeordnete Rolle. Der Sechser des Jahres ist kein Spieler, der 30 solide Spiele mit ein paar guten dazwischen ablieferte. Der Sechser des Jahres hatte im Laufe einer Saison mindestens ein- bis zwei Spiele, in denen er alle anderen Akteure der Liga überragte – und auch ansonsten war er gut genug, um hier und da noch ein paar Punkte für eine sehr gute Leistung zu bekommen.

Wir reden hier also vom überragenden Spieler oder  dem unterhaltsamsten Spieler einer Saison. Weshalb die Auszeichnung völlig zu Recht an den Wolfsburger Diego geht. Der brasilianische Spielmacher blühte nach dem Ende der Schreckensherrschaft von Du-weißt-schon-Wer richtig auf und zerlegte im ersten Heimspiel nach dem Ende des dunklen Lords Bayer Leverkusen fast im Alleingang. Ein paar Wochen später drehte Diego, gemeinsam mit Wolfgang Stark, ein fast aussichtsloses Spiel in Dortmund. Zwei tolle Auftritte, die Diego bereits zur Winterpause eine Führung sicherten, die ihm keiner mehr nehmen konnte.

sechserdersaison

 

Dortmunder sammeln die meisten Punkte

Bayern München und Borussia Dortmund sind in dieser Saison das Maß aller Dinge – in Europa, in Deutschland und auch in der Mannschaftswertung. Überraschenderweise steht bei uns jedoch der BVB auf dem ersten Platz. Dies liegt vor allem daran, dass wir vor allen Dingen überragenden Einzelleistungen honorierten und die Bayern meistens alle sehr gut waren oder ihre Gegner sich schon früh geschlagen gaben.

Davon profitiert auch der HSV, dessen Spieler die drittmeisten Punkte sammeln konnten. Da fast immer ein Hamburger Spieler einen sehr guten Tag hatte (brauchte), damit sein Team 3 Punkte einfuhr, wurden diese Leistungen besonders belohnt. Deshalb findet sich der SC Freiburg, der sich durch geschlossene Mannschaftsleistung den fünften Platz der Bundesliga sichern konnte, bei uns nur im unteren Tabellenmittelfeld wieder.

Man kann die Punkteskalen als Maßstab dafür nehmen, wie unterhaltsam eine Mannschaft und ihre einzelnen Spieler in der vergangenen Spielzeit waren: Schließlich bleibt ein Spieler, der letzte Woche drei Hackentore erzielte und in der kommenden Woche unterirdisch schlecht ist immer noch mehr in Erinnerung als ein solider Arbeiter für die Mannschaft. Insofern müssen wir zumindest nicht übermäßig traurig sein, dass Düsseldorf und Fürth nächstes Jahr nicht in der Bundesliga spielen.

 

 

1. Borussia Dortmund – 117 Punkte
Marco Reus (30), Robert Lewandowski (28), Nuri Sahin (16), Mario Götze (13), Jakub Blaszczykowski (11), Mats Hummels (9), Roman Weidenfeller (5), Julian Schieber (5), Mitchell Langerak (2).

2. Bayern München – 109 Punkte
Franck Ribery (22), Claudio Pizarro (20), Toni Kroos (9), Arjen Robben (8), David Alaba (8), Manuel Neuer (8), Thomas Müller (7), Mario Mandzukic (7), Javi Martinez (7), Bastian Schweinsteiger (7), Dante (3), Mario Gomez (1).

3. Hamburger SV – 76 Punkte
Heung-Min Son (29), Rene Adler (24), Rafael van der Vaart (10), Artjoms Rudnevs (9), Milan Badelj (2), Marcell Jansen (2).

4. Schalke 04 – 69 Punkte
Julian Draxler (21), Klaas-Jan Huntelaar (15), Joel Matip (13), Lewis Holtby (10), Michel Bastos (5), Jefferson Farfan (2), Jermaine Jones (2), Roman Neustädter (1).

5. Bayer Leverkusen – 66 Punkte
Andre Schürrle (22), Stefan Kießling (19), Gonzalo Castro (9), Lars Bender (8), Hajime Hosogai (2), Daniel Carvajal (2), Ömer Toprak (2), Jens Hegeler (2).

6. VfL Wolfsburg – 59 Punkte
Diego (45), Ivica Olic (7), Diego Benaglio (6), Naldo (1).

7. Eintracht Frankfurt – 46 Punkte
Alex Meier (22), Srdjan Lakic (15), Kevin Trapp (5), Pirmin Schwegler (2), Martin Lanig (1), Oka Nikolov (1).

8. Werder Bremen – 45 Punkte
Marko Arnautovic (15), Aaron Hunt (10), Kevin de Bruyne (7), Nils Petersen (6), Mehmet Ekici (5), Sebastian Mielitz (2).

9. 1899 Hoffenheim – 35 Punkte
Roberto Firmino (8), Sejad Salihovic (8), Sven Schipplock (6), Kevin Volland (5), Koen Casteels (5), Fabian Johnson (3).

10. FC Augsburg – 31 Punkte
Ji Dong-Won (10), Alexander Manninger (7), Daniel Baier (5), Jan-Ingwer Callsen-Bracker (3), Andre Hahn (3), Jan Moravek (2), Sascha Mölders (1).

11. SC Freiburg – 31 Punkte
Jan Rosenthal (16), Max Kruse (12), Daniel Caligiuri (1), Julian Schuster (1), Pavel Krmas (1).

12. Borussia Mönchengladbach – 29 Punkte
Marc-Andre ter Stegen (12), Branimir Hrgota (11), Martin Stranzl (5), Juan Arango (1).

13. 1.FC Nürnberg – 27 Punkte
Per Nilsson (12), Hiroshi Kiyotake (10), Timmy Simons (3), Markus Feulner (2).

14. Hannover 96 – 26 Punkte
Didier Ya Konan (11), Mohammed Abdellaoue (7), Lars Stindl (2), Szablocs Huszti (2), Sergio da Pinto Silva (2), Ron-Robert Zieler (2).

15. VfB Stuttgart – 21 Punkte
Vedad Ibisevic (17), William Kvist (2), Sven Ulreich (1), Georg Niedermeier (1).

16. Mainz 05 – 20 Punkte
Adam Szalai (9), Shawn Parker (5), Nicolai Müller (5), Bo Svensson (1).

17. Fortuna Düsseldorf – 11 Punkte
Fabian Giefer (7), Stefan Reisinger (2), Oliver Fink (1), Andreas Lambertz (1).

18. Greuther Fürth – 3 Punkte
Wolfang Hesl (3).

 

Die Sonderwertung

Zusätzlich zu den Punkten vergeben wir jedes Wochenende Sonderwertungen an Spieler, die etwas Außergewöhnliches vollbracht haben, was wir allerdings nicht mit Punkten belohnen wollten (Teilweise auch, weil es etwas außergewöhnlich Blödes war). Hier eine handverlesene Auswahl der besten Sonderwertungen der vergangenen Saison:

 

12.Spieltag: Philipp Lahm
Der Münchener hat an diesem Spieltag etwas durchaus Erwähneswertes geschafft. Durch die Rotation von Trainer Jupp Heynckes saß der Kapitän zunächst auf der Bank, soweit nichts Besonderes. Als Lahm aber in der 62. Minute für Rafinha eingewechselt wurde, war dies seine erste Einwechslung seit Viereinhalb Jahren! Sonst hatte Lahm entweder von Anfang an gespielt oder war nicht im Kader.

13.Spieltag: Gerald Asamoah
Das Derby zwischen Greuther Fürth und dem 1.FC Nürnberg war freilich nichts für Ästheten, aber ein unglaublich instensiv geführtes Spiel, in dem Kampf die größte Rolle spielte. Kein Wunder, dass sich Gerald Asamoah in dieser Umgebung gut zurecht fand und sie maßgeblich prägte. Nach der Beteiligung an Schalke-Dortmund, Hamburg-St.Pauli und Fürth-Nürnberg ist er nun der Derbyveteran der Bundesliga.

14.Spieltag: Andreas Lambertz
Der Kapitän von Fortuna Düsseldorf ist einfach großartig, was Volksnähe betrifft. Nicht nur, dass “Lumpi” sich mit seiner Fortuna von den Bolzplätzen der Oberliga Nordrhein in die Stadien der Budesliga hochgekämpft hat, er scheint völlig geerdet geblieben zu sein. Lambertz gab das beste Interview des Spieltags, und dabei redete er nicht mal mit einem Reporter. Als er überrascht von dem sky-Boykott seiner Düsseldorfer erfuhr, blieb sein verdutzes “Watt?! Warum datt denn?” der einzige Satz für das Mikrofon. Pures Gold!

19.Spieltag: Marko Arnautovic
Auch wenn Arnautovic nach seiner Einwechslung das Bremer Spiel belebte und für eine gute Chance sorgte, so negativ bleiben doch die Eindrücke von ihm aus dem Derby zurück. Kurz vor Schluss bekam er von Schiedsrichter Kinhöfer zunächst für ein Foul die gelbe Karte, um nur zehn Sekunden mit der zweiten Gelben vom Platz zu fliegen, weil er antäuschte, Kinhöfer mit dem Ball anschießen zu wollen. Möglicherweise auch eine überzogene Entscheidung des Schiedsrichters, aber mit Sicherheit eine dumme Aktion von Arnautovic.

22.Spieltag: Marco Haber und Ronald Maul
Wir wussten, dass uns der Ticker zum Spiel zwischen 1899 Hoffenheim und dem VfB Stuttgart nichts Gutes bescheren würde. Aber dass es so viel Schlechtes geworden ist, war doch schockierend. Ganz herzlichen Dank an Marco Haber und Ronald Maul, die uns die öde zweite Halbzeit ein wenig erleichtert haben.

26.Spieltag: Stephan Fürstner
Ich mag Stephan Fürstner wegen seines Kampfgeistes und Einsatzwillens. Sicherlich gehört er nicht zu den besten oder durchschnittlichsten Spielern der Bundesliga, dennoch gibt er seit dem ersten Spieltag für das hoffnungslose Unterfangen, mit Fürth nicht abzusteigen, jede Woche 100%. Und diese Charakterstärke sollte am 26.Spieltag belohnt werden: Stephan “Fürste” Fürstner erzielte das erstes Bundesligator seiner Karriere.

33.Spieltag: Shinji Okazaki, Georg Niedermeier und Sven Ulreich
Da Schalke 04 aus dem Spiel heraus nichts zustande brachte und die Zuschauer trotzdem mal was erfreuliches zu sehen bekommen sollten, nahmen drei Spieler des VfB Stuttgart dieses Projekt in die eigenen Hände. Zunächst zog Shinji Okazaki kurz hinter der Mittellinie zu einem beherzten Dribbling richtung eigenes Tor an. Nach 30 Metern Raumgewinnverlust verstolperte er den Ball zu Huntelaar, welcher Niedermeier den Ball vor’s Schienbein knüppelte. Bei der unglücklichen Flugbahn dieser Flunke sah Ulreich seine Chance gekommen und vollendete dieses Meisterwerk unglücklicher Aktionen mit einem richtig dummen Eigentor zum 1:2. Weltklasse!

 

…immer witzig, aber nicht gut genug für Punkte: Die meisten Sonderwertungen in dieser Saison sammelten Andreas Lambertz, Sascha Mölders und Mario Gomez.

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