Die Ampel: Déjà-vu für Maik

25. April 2012Felix> Bundesliga, | Die Ampel

Nach jedem Spieltag bedient ein Autor von doppel-sechs.de die Ampel. Wir fassen die Ereignisse der letzten Wochen, insbesondere des letzten Spieltags zusammen und zeigen, ob unserer Meinung nach die Fahrt für den Verein in dieser Form weiter gehen kann (grün), ob es bedenklich ist (gelb) oder der Verein Probleme hat und den Motor lieber nochmal neu starten sollte (rot).

 

 

1.FC Nürnberg
Nach zuletzt vier ungeschlagenen Spielen in Serie steht der Klassenerhalt des Club nun endgültig fest. Großen Anteil daran hat ein Spieler des VfB Stuttgart, der diese Saison das Trikot der Franken trägt: Daniel Didavi. Doch ein Verein, der bereits die Abgänge von Gündogan, Ekici und Schieber verkraften konnte, wird auch die Rückkehr von Didavi ins Schwabenland aushalten können.

1899 Hoffenheim
11 Punkte aus 5 Spielen ließen die TSG bis zum letzten Wochenende nochmal vom Europapokal träumen – doch die 0:1 Heimniederlage gegen Konkurrent Leverkusen beendete die Gedankenspiele im Kraichgau. Die Ampel bleibt grün, weil die bisher getätigten (Delpierre) oder sich abzeichnenden Transfers (Wiese) Anlass zur Hoffnung geben, dass im kommenden Jahr bessere Zeiten anbrechen.

Bayer Leverkusen
Leverkusen landete im Spiel in Hoffenheim einen enorm wichtigen Sieg und ist nun praktisch nicht mehr von einem Europa League Platz zu verdrängen. Die letzten beiden Spieltage können genutzt werden, um eine merkwürdige Rückrunde aufzuarbeiten und den VfB Stuttgart noch einzuholen.

Bayern München
Da werden die guten Freunde Uli und Jupp sich gefreut haben: Zunächst wurde Real Madrid im eigenen Stadion erfolgreich niedergekämpft, dann zieht der FC Chelsea ins Finale ein und muss dort auf alle zentralen Defensivspieler verzichten: Meireles, Ramires, Terry und Ivanovic sind im Finale gesperrt. Nun liegt es am FC Bayern die sich bietende Gelegenheit zu nutzen. War da noch was? Ach ja: In dieser „Bundesliga“ wurde auch gewonnen.

Borussia Dortmund
Nach der perfekten Woche, die den BVB weit über unsere Ampel hinaus katapultierte, brachte der vergangene Spieltag den endgültigen Titelgewinn. Das reicht leider nur für grün. Auch wenn ein äußerst fröhlicher Jürgen Klopp am Samstagabend im ZDF mit dem Satz „Könnte dem Steinbrecher mal jemand 5 Liter Bier über den Kopf schütten?“ für ein Highlight dieser Spielzeit sorgte.

Borussia Mönchengladbach
Gladbach verlor am vergangen Samstag beim verteidigenden und nach dem Spiel auch aktuellen deutschen Meister mit 0:2. Sowas nehmen wir generell nicht als Anlass für eine Abwertung. Ein weiterer Grund für das grüne Licht ist, dass Schalke den Patzer der Fohlen nicht nutzen konnte und weiter in Schlagdistanz bleibt.

SC Freiburg
Der Klassenerhalt des SC Freiburg ist perfekt. Gratulation an ein Team, das sich von der tiefsten Krise seit Jahren nicht beeindrucken ließ und an einen Trainer, der aus dem Nichts kam und innerhalb weniger Monate zu einer Kultfigur der Liga wurde. „Wenn wir verlieren, ist alles Schei**e, wenn wir gewinnen, freuen wir uns. So einfach ist das.“

VfB Stuttgart
Stuttgart hat sich für den Europapokal qualifiziert und kann nun in den letzten beiden Spielen das Ziel verfolgen, durch das Erreichen von Platz 5 den nervigen Pflichtaufgaben der Playoffs zu entgehen. Dadurch würde man erst in der Gruppenphase witzige neue Bekanntschaften in Montenegro, Weißrussland und Anatolien machen.

 

 

FC Augsburg
Augsburg punktet weiter, das gelbe Licht bleibt jedoch bis zum Klassenerhalt an. Mit 2 Punkten aus den verbleibenden Spielen könnte sich Augsburg aus eigener Kraft retten. Wenn der 1.FC Köln eines seiner verbleibenden Spiele nicht gewinnt, wäre das Fußballwunder ebenso perfekt.

FSV Mainz 05
Mainz hat den Klassenerhalt sicher und zeigte am Freitag gegen Wolfsburg ein derartig langweiliges Spiel, dass ein Freistoß von Alex Madlung als Highlight der Partie fünf- bis sieben Mal wiederholt wurde. Dafür verschwenden wir jetzt nicht noch mehr Worte!

Hannover 96
Die Heimsiegserie der Hannoveraner ist gerissen, das grüne Licht ist verloschen. Nach einem Jahr Abstiegskampf und einem Jahr, in dem sogar die Champions League möglich gewesen wäre, ist Hannover nun wieder zu Hause angekommen: Auf Platz 7. Da der dieses Jahr für das internationale Geschäft reicht, bleibt Hannover der Vorwurf der Langeweile zumindest noch ein paar Monate erspart.

Hamburger SV
Dem HSV fehlt nur ein Punkt zum Klassenerhalt. Und dieser Punkt ist auch nur notwendig, wenn Köln gegen Bayern München gewinnt. Lächerlich! Das Umbruchjahr ist endlich vorbei und ohne Schaden überstanden. Fast ohne Schaden. Leider ist bei Gojko Kacar so ziemlich alles kaputt, was in einem Fuß kaputt gehen kann und Torwart Drobny hat Probleme mit der Hüfte. Und dem Finger. Und dem Herauslaufen. Und weiten Abschlägen. Und jegliche Euphorie, die vor 12 Monaten mit der Verpflichtung von Frank Arnesen einherging, ist verflogen. Zumindest dieser Zustand hält in Hamburg bestimmt nicht lange an.

Schalke 04
Keine gute Woche für Schalke 04: In Augsburg verpasste das Team von Huub Stevens die Chance, den Vorsprung auf Mönchengladbach auszubauen. Außerdem wurde bekannt, dass Superstar Raul den Königsblauen nach zwei Jahren den Rücken kehrt. Und die Saison ist bald zu Ende, was bei Trainer Stevens immer eine kritische Phase einläutet. Sollte dieser nämlich die Lust verlieren sich um seine kranke Frau kümmern müssen, ist er zum Beginn der neuen Saison plötzlich weg.

VfL Wolfsburg
Vier Punkte und zehn Tore trennen den VfL Wolfsburg derzeit von einem Europapokalplatz. Es waren null Punkte und acht Tore, als Alex Madlung sein Comeback in der Startelf feierte. Sicher, Madlung ist behäbig arrogant ungeschickt groß und hat sogar ein Länderspiel gemacht als Jogi Löw 2007 eine Wette verloren hatte betrunken bekifft alles egal war. Aber warum hat Felix Magath eine Vorliebe für diesen unterdurchschnittlichen Spieler, der ständig Fehler macht und schickt andere willkürlich nach Rom, Augsburg, Evian, oder in die zweite Mannschaft? Möglicherweise ist Madlung einer von den fünf Spielern in Magaths Kader, dessen Vornamen der Trainer kennt.

 

 

1.FC Kaiserslautern
Juhu! Der erste Sieg unter Trainer Balakov. Dieser bringt aber nicht nur den Abstieg mit sich, sondern auch die Erkenntnis, das Kaiserslautern in dieser Saison technisch so wenig drauf hat, das nicht einmal eine verletzungsgeplagte, lauffaule und verunsicherte Hertha mit mehr als einem Tor Differenz geschlagen werden konnte.

1.FC Köln
Wie bringe ich Ruhe in einen Verein? Ich wähle einen Mann zum Präsidenten, dessen Name eine Aufforderung zu Diffamierungen und dämlichen Wortspielen ist. Ihm zur Seite stelle ich einen „Karnevalsfunktionär“ (O-Ton Kicker) und den größten Skandalprofi der 80er Jahre. Anschließend entschuldige ich mich öffentlich für das Vorgehen von zwei Verbrechern, welche die Frechheit besitzen, den Namen meines Vereins zu lallen, bevor sie eine Straftat begingen. So kann ich sicher sein, dass diese auch mit mir in Verbindung gebracht wird. Bei so viel geballter Skurrilität sehen wir es gar nicht ein, die großartige Leistung des Teams zu erwähnen, die leider nur mit einem Punkt belohnt wurde. Es würde ohnehin keiner zuhören.

Hertha BSC
Maik Franz muss es extrem komisch vorkommen, denn bei Hertha BSC erinnert derzeit eine Menge an den Abstieg von Eintracht Frankfurt im letzten Jahr: Das Team hat in der Hinrunde nichts mit dem Abstieg zu tun. Trainer Michael Skibbe wird nach einer Negativserie entlassen. Ein Meistertrainer der Neunziger Jahre wird als Ersatz verpflichtet. Franz selbst kündigt an, auch im Abstiegsfall zu bleiben. Die letzten Heimspiele bringen Hoffnung durch scheinbar lösbare Aufgaben, aber eine verunsicherte Mannschaft enttäuscht jede Woche aufs Neue.

Werder Bremen
Zwei Spiele bleiben noch, um Hannover 96 einzuholen und sich doch noch für Europa zu qualifizieren. Nachdem das Spiel gegen Bayern in den letzten Sekunden verloren wurde bleibt Werder die Aussicht mit Wolfsburg und Schalke noch zwei Gegner vor der Brust zu haben, die derzeit ebenfalls ein Formtief durchleben.

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