Die Ampel: Empörung oder Beifall für das miese Spiel um Jupp?

22. Januar 2013Felix> Bundesliga, | Die Ampel

Der 18.Spieltag erfreute uns mit wildem Geballer in Gelsenkirchen, einem wunderbaren Auftritt des BVB in Bremen und einem überzeugenden 2:0 gegen Fürth neuen Trainer in München. Wir geben noch ein bißchen Farbe dazu und schauen wer rot, gelb und grün in die Rückrunde gestartet ist.

In der Ampel bewerten wir die aktuelle Situation der Bundesligisten in den Farben Rot, Gelb und Grün. Dies soll Euch einen schnellen Überblick gibt, was wo mit wem eigentlich los ist.

 

 

Bayer Leverkusen

  • Eine ziemlich abgezockte und runde Leistung beim 3:1 gegen Frankfurt. Wenn sogar Sebastian Boenisch trifft, dann läuft es bei einem Team.
  • Stefan Kießling ist unbestritten einer der gefährlichsten Stürmer der Bundesliga. Das 2:0 belegt, dass er immer richtig steht.
  • Aber er ist nicht gut genug für die Nationalmannschaft. Sein Pass zum 3:0 zeigt, wie gut Andre Schürrle ist, dass er sich diesen noch erlaufen und verwandeln konnte.

 Der zweite Tabellenplatz allein rechtfertigt das grüne Licht.

 

Bayern München

  • Hat 2:0 gegen Fürth gewonnen. Zu Hause. Bravo.
  • Hat Jupp Heynckes Karriere einfach für beendet erklärt. Ohne Rücksprache mit dem Trainer zu halten. Schwer zu sagen, ob wir empört oder dankbar sein sollen.
  • Hat dafür gesorgt, dass die Sportseiten voll mit richtig schlechten Wortwitzen rund um den Begriff „Pep“ waren.  Wobei der Kicker mit „Das hat Pep!“ nur die Spitze des Eisbergs bildete.

 Natürlich leuchtet die Ampel grün. Was auch sonst bei 100 Punkten Vorpsrung?

 

Borussia Dortmund

  • Um die Dortmunder Wintertransfers zusammen zu fassen: Man ist Ivan Perisic losgeworden, hat Nuri Sahin verpflichtet und dabei noch Geld verdient.
  • Das ist so unfassbar gut, dass es fast schon weh tut.
  • Genau wie der 5:0 Erfolg bei Werder Bremen.

 Ein geiler Start in die Rückrunde: Grün.

 

Borussia Mönchengladbach

  • Gladbach hat es wiederholt geschafft, ein fast völlig ereignisloses Spiel über die Bühne zu bringen.
  • Kommenden Samstag können sie das zum dritten Mal in einer Saison gegen Fortuna Düsseldorf schaffen.
  • Trotzdem stehen die Fohlen in Reichweite der Europa League Plätze.

 Wir finden Gladbach schon seit Wochen langweilig, aber die Tabellensituation rechtfertigt grünes Licht. Zudem ist das Team seit November ungeschlagen.

 

Eintracht Frankfurt

  • Ist das jetzt (endlich) der Beginn der großen Krise? Nein, wohl eher eine Niederlage gegen ein Topmannschaft.
  • Die Eintracht hatte das Spiel bis zur Unterbrechung durch Wolfgang Stark die eigenen Fans Problembesucher (Dank an Herrn Bruchhagen für diese Wortschöpfung) im Griff und ließ sich aus dem Tritt bringen.
  • Alex Meier hat eine tolle Schusstechnik. Das kann man ruhig jede Woche erwähnen.

Eine Auswärtsniederlage beim Tabellenzweiten ist kein Grund, was an der Ampelfarbe des Aufsteigers zu ändern.

 

Mainz 05

  • Mainz 05 hat nicht nur einen Trainer, der die Mannschaft jeden Samstag aufs Neue hervorragend einstellt.
  • Sondern darüber hinaus einen Kader, aus dem immer wieder andere Spieler herrausragen.
  • Bo Svensson und Zdenek Pospech spielen beide nicht die Saison ihres Lebens, waren aber gegen Freiburg unheimlich wichtig für ihr Team.

Mainz hat auch gegen Freiburg überzeugt und bleibt in Reichweite der Europa League: Grün.

 

Hamburger SV

  • Der HSV hat es leider verpasst, aus einer extrem überzeugenden Vorstellung in Nürnberg mehr als 1 Punkt mitzunehmen.
  • Wobei man nur in der 2.Hälfte wirklich gut war. Und auch nur dann, wenn es Unentschieden stand. Nachdem Führungstor (Atom!) wartete man einfach auf den Ausgleich.
  • Michael Mancienne, der sich in diesem Jahr stabilisiert hat, ist verletzt. Wenn statt ihm Jeffrey Bruma in der Innenverteidigung begann, hat Hamburg in dieser Saison immer verloren.

Der unglücklich Ausgleich täuscht nicht darüber hinweg, dass die Leistung in Halbzeit zwei überzeugt und der HSV auf einem guten, grünen Weg ist.

 

SC Freiburg

  • In Freiburg sind die Leute „ganz vorne in der Aufstellung“ nicht unbedingt Stürmer.
  • Zum Ende der Hinrunde sahen wir dort die Mittelfeldspieler Kruse und Rosenthal.
  • Und gegen Mainz lief Defensivspezialist Guede als zweite Spitze auf.

Freiburg fehlte etwas Glück zu drei Punkten in Mainz, der SC steht weiterhin auf einem Europa League Platz. Die Ampel bleibt grün.

 

 

1.FC Nürnberg

  • Am Ende der Hinrunde war noch alles grün in Nürnberg. Dann ging Dieter Hecking einfach weg.
  • Der Rückrundenauftakt gestaltete sich mit schwachen Spiel und einem Punkt gegen den HSV einigermaßen zufriedenstellend.
  • Die Ausbootung von Kiyotake kommt nicht überraschend: Der Japaner überzeugte nur zu Saisonbeginn. In der Saison zeigte er nur gegen demotivierte Hoffenheim eine ansprechende Leistung.

Durch den unfreiwilligen Trainerwechsel bleibt die Ampel vorerst gelb.

 

Fortuna Düsseldorf

  • Das 2:3 gegen Augsburg war ein wirklich gutes Zweitligaspiel.
  • Das Match hat gezeigt, dass die Fortuna sich in jedem Spiel zu jedem Zeitpunkt voll konzentrieren muss. Sonst fängt man sich sogar gegen Augsburg 3 Tore.
  • Auch wenn Fabian Giefer da kräftig mitgeholfen hat: Das 0:1 geht voll auf seine Kappe, vor dem 0:3 lässt ihn Levels mit einem sorglosen Rückpass richtig schlecht aussehen.

Die Heimniederlage gegen Augsburg muss als Warnung verstanden werden. Deshalb schalten wir von Grün auf Gelb.

 

Hannover 96

  • Bis 2009 war Hannover 96 eine Mannschaft, die furchtbar witzig und unkonstant war. In der Saison gab es einige Torfestivals und am Ende stand der Verein irgendwo im Mittelfeld.
  • Danach war Hannover 1 Jahr Abstiegskandidat und 2 Jahre Europa League Anwärter.
  • Und nun scheinen wir unser „altes“ Hannover wieder zu haben.

Nur ein Sieg und 14 Gegentore aus den letzten 4 Pflichtspielen reichen gerade noch für Gelb.

 

Schalke 04

  • Das von uns proklamierte Projekt „Keller 2013“ fand durch den mitreißenden Heimsieg gegen Hannover einen denkbar schlechten Start.
  • Besonders die Laufbereitschaft der Offensive ist eine erhebliche Verbesserung. Fraglich, ob der entscheidende Niederländer, der nicht dabei war, Huub oder Klaas-Jan hieß.
  • Zumindest lassen 4 Gegentore, teil extrem sorglos zugelassen, einen klein wenig Raum für Kritik an Jens Keller.

 Nach dem Trainerwechsel leuchtete die Ampel rot, der begeisternde Rückrundenauftakt lässt uns auf Gelb umschalten.

 

Werder Bremen

  • Zum Auftakt gegen Dortmund lief bei Werder Bremen auf dem Platz alles so wie im Management.
  • Dort tut sich ein Chaos auf, weil Marco Bode, Klaus Filbry und Thomas Eichin alle irgendwie, aber doch nicht so ganz Nachfolger von Klaus Allofs sind/werden.
  • Besonders schön war wiederholt die Körpersprache von Eljero Elia vor und bei seiner Auswechslung „Immer sind da wo ich spiele alle anderen schlecht!“

Werder hat in der Mitte der Saison den Faden verloren und läuft Gefahr, in die Abstiegszone zu rutschen. Eine Niederlage gegen den Meister reicht aber noch nicht für rotes Licht.

 

VfB Stuttgart

  • Stark verletzungsgeschwächt fand der VfB Stuttgart in Wolfsburg keinen Einstieg ins Spiel.
  • Und nach knapp 50 Minuten zeigte Diego ihnen dann den Ausgang.
  • Kein guter Tag für die Schwaben. Und am Sonntag kommen die Bayern.

Das gute Ende der Hinrunde wird durch den schwachen Auftritt getrübt. Die Ampel leuchtet nur noch gelb.

 

VfL Wolfsburg

  • Es war ein bisschen unfair von Diego, in einem Spiel, in dem sich keiner bewegen wollte, einfach los zu laufen und ein Tor zu schießen.
  • Zudem unfair von Dieter Hecking, Alex Madlung aufzustellen. Der ist viel größer als alle anderen und somit bei Kopfbällen im Vorteil.
  • Ein interessantes Konzept von Klaus Allofs, den Kader dadurch zu verkleinern, dass er neue Spieler kauft.

Der VfL Wolfsburg wirkte verunsichert und gewann durch Einzelaktionen. Weit weg von Grün, aber auch nicht Rot.

 

 

1899 Hoffenheim

  • Die Mannschaft von Marco Kurz präsentierte sich gegen Gladbach wie eine Mannschaft von Marco Kurz: Hinten extrem kompakt.
  • Das ist für den Abstiegskampf sicherlich hilfreicher als 2 Gegentore pro Spiel. So spielte auch Tim Wiese das erste Mal zu Null.
  • Mit Compper (suspendiert) und Salihovic (verletzt) sind zudem die Spieler aus dem Kader geflogen, die wir als Hauptursachen für die Krise ausgemacht haben.

Hoffenheim bewegt sich in die richtige Richtung. Dennoch wirkt die katastrophale Hinrunde nach. Rot.

 

FC Augsburg

  • Der FCA stellt sich gegen den Trend und ersetzt den obligatorischen Japaner durch zwei Koreaner.
  • Die der Mannschaft enorm weiterhelfen. Und diese Hilfe braucht jede Mannschaft, deren Offensivspiel auf Sascha Mölders zugeschnitten ist, der seine Tore ohne Talent, aber mit großer Einsatzfreude erzielt.
  • Alex Manninger ist alt und langsam. Schön zu sehen beim 1:3, wo ihn ein durchsichtiger Querpass gleichsam furchtbar überraschte und überforderte.

 Schwer zu sagen, ob Augsburg gut oder Düsseldorf schwach war. Der Sieg sorgt auf jeden Fall für eine neue Hoffnung im roten Augsburg.

 

Greuther Fürth

  • Niemand hat wohl ernsthaft damit gerechnet, dass es bei den Bayern den ersten Sieg seit 17 Spielen gibt.
  • Allerdings hätte es, wenn Wolfgang Hesl bei Mandzukics Schuss nicht völlig neben sich gestanden hätte, für einen Punkt reichen können länger 0:0 gestanden.
  • Am Samstag kommt Mainz nach Fürth. Gegen die Tucheltruppe hat Fürth bisher alle Bundesligaspiele gewonnen. Hoffnung?

Fraglich, ob die Ampel für Fürth in dieser Saison nochmal eine andere Farbe parat hat.

 

 

 

 

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