Die Ampel: Glückskekse für Alle!

20. November 2012Felix> Bundesliga, | Die Ampel

Gestern gab es chinesisches Essen in der Redaktion, natürlich zusammen mit Glückskeksen geliefert. Die immer hilfreichen Spruchweisheiten fanden wir für einige Bundesligisten so passend, dass wir uns gleich nochmal 18 Kekse besorgten, damit wir jedem Verein weiterhelfen können.

In der Ampel bewerten wir die aktuelle Situation der Bundesligisten in den Farben Rot, Gelb und Grün. Dies soll Euch einen schnellen Überblick gibt, was wo mit wem eigentlich los ist.

 

 

Bayer Leverkusen
„Weltverbesserung fängt zu Hause an.“ Und genau aus diesem Grund kehrt man in Leverkusen besonders gründlich vor der eigenen Haustür. Die Mannschaft ist eine von zwei verbliebenen Teams ohne Heimniederlage und leistete Beeindruckendes gegen Schalke 04, weil man das Spiel gegen den Champions League Teilnehmer so mühelos gewann, wie zuvor die 2:0-Erfolge gegen Freiburg und Fürth eingefahren wurden.

Bayern München
„Solange man lebt, ist nichts endgültig.“ Manuel Neuer musste schulterzuckend zur Kenntnis nehmen, dass er in Auswärtsspielen auch mal hinter sich greifen muss. Wie bisher jeder Versuch, einen neuen Rekord aufzustellen oder einen Titel zu gewinnen, im Trikot der Bayern scheiterte. Aber auch das ist bestimmt nicht endgültig.

Borussia Dortmund
„Neid ist der Ärger über den Mangel an Gelegenheit zur Schadenfreude.“ Vielleicht mit ein Grund dafür, warum ständig behauptet wird, Borussia Dortmund steckt in einer Krise oder kann mit dem Saisonstart nicht zufrieden sein. Es mag für Außenstehende schon ärgerlich sein, dass der BVB sogar in der Champions League eine gute Figur macht. Innenstehende können sich hingegen daran erfreuen, dass Mario Götze wieder richtig gut in Form kommt.

Eintracht Frankfurt
„Unglücklich das Land, das Helden nötig hat!“ Eintracht Frankfurt hat einen Helden, er heißt Alex, ist 1,96 Meter groß und schießt praktisch alle wichtigen Tore für seine Mannschaft. Und das muss er auch tun, denn die eigentlichen Stürmer sind alle nur gut genug für die zweite Liga. Aber solange aus dem Trio Aigner, Meier und Inui kein Spieler ausfällt, darf man sich noch einige Zeit am dritten Platz erfreuen.

Mainz 05
„Wer immer auf sein Recht pocht, bekommt wunde Finger.“ Das wird sich auch der Mainzer Trainer Thomas Tuchel gedacht haben. Er verzichtete nach ausführlicher Schiedsrichterschelte in der Vorwoche nach dem 0:1 in Hamburg auf Kritik am Unparteiischen. Obwohl sie auch diese Woche nicht ganz ungerechtfertigt gewesen wäre.

Schalke 04
„Den Phantasievollen quälen die Möglichkeiten.“ Eine sehr schöne Zusammenfassung des Hauptproblems der Schalker bei der Niederlage in Leverkusen. Lewis Holtby und Jefferson Farfan wussten sehr oft nicht so genau, wen sie anspielen sollten, und entschieden sich anschließend fast immer für einen Leverkusener. Was zur frühen Auswechslung, kräftigem Anschreien und Verbannung in die Kabine führte.

SC Freiburg
„Der Weise ist daran zu erkennen, dass ihm das Reden mehr Mühe macht als das Denken.“ Einer der Gründe, warum man Christian Streich in Freiburg nur noch als „Meister“ ansprechen sollte. Auch der Freiburger Trainer hat die Fähigkeit, sein Team in jedem Spiel optimal auf den Gegner einzustellen. Darum wird allerdings nicht soviel Wirbel gemacht wie bei Thomas Tuchel in Mainz. Und so darf Streich in Freiburg weiter denken, Punkte sammeln und zwischendurch bärbeißige Interviews geben.

Werder Bremen
„Ein dummer Freund macht mehr Ärger als ein kluger Feind.“ Das mussten die Spieler von Werder Bremen im Sonntagsspiel gegen Düsseldorf gleich mehrfach erfahren. Zum einen durch Marko Arnautovic, der das Spiel unbedingt ganz alleine entscheiden wollte und mit seinen wilden Schussversuchen mehrfach scheiterte. Und durch Assani Lukimya, wegen seiner unbeschreiblich ungeschickten Zweikampfführung vor seinem Platzverweis. Aber Klaus Allofs hinterließ den Bremern mit Kevin de Bruyne ein extrem wertvolles Abschiedsgeschenk.

 

 

Borussia Mönchengladbach
„Bei Rückenwind hat schon mancher seine Fähigkeiten überschätzt.“ Diese Weisheit gilt für einzelne Spieler, aber gleichsam für die gesamte Borussia. Die ist weiterhin auf der Suche nach Form und Euphorie der Vorsaison. Immerhin fallen jetzt wieder richtig schöne Tore im Borussiapark, die sogar von Gladbacher Spieler erzielt werden. Am letzten Samstag leider gegen den eignen Torwart.

Hamburger SV
„Der schlimmste Fehler in diesem Leben ist, ständig zu befürchten, dass man einen macht.“ Die genannte Befürchtung kostete den Hamburger SV in der letzten Saison viele, viele Punkte. Besonders Michael Mancienne und Dennis Aogo machten häufig diesen „schlimmsten Fehler“ auf den dann recht häufig der „dümmste Fehler“ und ein Gegentor folgten. Diese Zeit ist vorbei, der HSV kann Spiele wieder dreckig mit 1:0 gewinnen und sich dadurch vom Abstiegskampf fernhalten.

 Hannover 96
„Regieren, das heißt vorausschauen.“ Das weiß auch Martin Kind, der ja nicht umsonst bei Hannover 96 den Titel des Präsidenten trägt. Er wirkte bei einem Interview über Mirko Slomkas Vertragsverlängerung so entspannt wie ein Mafiaboss, der alle Fäden in der Hand hält. Wahrscheinlich hat er Mirkos Frau entführen lassen, die erst wieder frei kommt, wenn der Trainer unterschreibt. Diese Drucksituation hat den Trainer so überfordert, dass er den falschen Kurs seiner überforderten Mannschaft gegen Freiburg nicht korrigieren konnte.

 VfB Stuttgart
„Wohin kämen wir, wenn wir über nichts hinwegkämen?“ Der VfB Stuttgart musste das letzte Spiel hinter sich lassen, um seinen Weg in die obere Tabellenhälfte fortzusetzen. Der Sieg in Mönchengladbach war zwar holprig, aber ein wichtiger Erfolg gegen einen direkten Konkurrenten. Somit unterteilen sich die letzten Auftritte der Schwaben in 8 ½  sehr gute Spiele und einer Halbzeit gegen Hannover.

VfL Wolfsburg
„Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf Morgen.“ Trotz der aktuellen Serie und dem Verlassen der Abstiegsränge könnte es nicht schaden, wenn sich Klaus Allofs nach einem neuen Trainer umsieht. Sonst sind am Ende alle furchtbar überrascht wenn sich herausstellt, dass die größte Stärke von Lorenz-Günther-Köstner darin liegt, nicht Felix Magath zu sein.

 

 

1899 Hoffenheim
„Schweigen ist die unerträglichste Erwiderung.“ Das mussten Mannschaft und Trainer der TSG Hoffenheim am Sonntag bitter erfahren. In der ersten Halbzeit wurde das Team gründlich ausgepfiffen, in der zweiten Halbzeit war es nur noch Still im Sinsheimer Stadion. Obwohl die Leistung von 1899 gar nicht schlecht war und dem Team in erster Linie das Glück fehlte. Vermutlich war es deshalb so ruhig, weil ab der 60.Minute nur noch die Hälfte der ursprünglichen Zuschauer im Stadion war. Und das war schon von Beginn an nur zur Hälfte gefüllt.

1.FC Nürnberg
„Es gibt Gänse, die einen Fuchs zur Strecke bringen.“ Diese Weisheit ließ Dieter Hecking wahrscheinlich in großen Lettern an die Kabinenwand hängen. Es folgten Punktgewinne gegen Borussia Dortmund und Bayern München. Trotzdem steckt der Club weiter im Abstiegskampf und muss feststellen, dass Gänse den Fuchs zwar erlegen, aber sein Fleisch nicht verdauen können.

FC Augsburg
„Geduld ist die Kunst zu hoffen.“ Gestern haben wir in darüber berichtet, warum man in Augsburg viel Geduld brauchte und braucht. Und wenn man auf dem letzten Tabellenplatz steht, ist Hoffnung meistens das Kostbarste aller Güter. Und das Einzige, was wirklich Mut machen kann.

Fortuna Düsseldorf
„Bei den wenigsten Gefängnissen sieht man die Gitter.“ Das hat sich Andrej Voronin bestimmt ganz anders vorgestellt. Nach den Gastspielen in Leverkusen und Mönchengladbach kannte der Ukrainer das Düsseldorfer Nachtleben bestimmt sehr gut. Damals klebte aber noch niemand Fotos von ihm in einer Disko an die Facebookseite des Vereins. Und nun ist er weiter Gefangener der Tribüne.

Greuther Fürth
„Pünktlichkeit ist der beste Nachweis einer guten Erziehung.“ Dann hat Mike Büskens bei seinen Fürthern ganze Arbeit geleistet. Pünktlich nach dem Führungstor der Borussia Schlug Zoltan „Stiebi“ Stieber zurück und überraschte damit die Zuschauer in der Dortmunder Versicherungskampfbahn. Leider reichte auch die beste Erziehung nicht aus, um der Klasse des deutschen Meisters einhalt zu gebieten.

 

 

 

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