Die Ampel: Helmes & Magath – Vielleicht kann es Liebe werden!

30. März 2012Felix> Bundesliga, | Die Ampel

Nach jedem Spieltag bedient ein Autor von doppel-sechs.de die Bundesligaampel. Wir fassen die Ereignisse der letzten Wochen, insbesondere des letzten Spieltags zusammen und zeigen, ob unserer Meinung nach die Fahrt für den Verein in dieser Form weiter gehen kann (grün), ob es bedenklich ist (gelb) oder der Verein Probleme hat und den Motor lieber nochmal neu starten sollte (rot).

 

 

Bayern München
In der Bundesliga erkämpften sich die Münchener einen verdienten 2:1 Erfolg gegen Hannover 96, im DFB-Pokal sicherte man sich den Finaleinzug und nach 2:0 Auswärtserfolg in Marseille ist auch das Championsleague Halbfinale ganz nah für den FC Bayern. Deshalb bleibt die Ampel natürlich grün.

Borussia Dortmund
Dem knappen 1:0 Pokalsieg in Fürth ließen die Borussen einen deutlichen 6:1-Erfolg gegen den 1.FC Köln folgen. In dieser Form scheint den Borussen die Meisterschaft nicht mehr zu nehmen zu sein, auch wenn sich ein Spieler in der vergangenen Woche einen Patzer erlaubte. Gemeint ist Roman Weidenfeller, beim Führungstor für den FC.

FC Augsburg
Der FC Augsburg bleibt auch im fünften Spiel in Serie ungeschlagen, weil die Mannschaft tolle Moral bewies und das Spiel in Bremen selbst dann nicht verloren gab, als es schon längst hätte abgepfiffen sein müssen. Im Moment stimmt beim FCA die Kombination aus Wille und Technik. Dennoch muss morgen der 1.FC Köln geschlagen werden. Denn von den folgenden Spielen gegen Bayern und Stuttgart sollten nicht viele Punkte zu erwarten sein.

Hannover 96
Zwei Mal unterlagen die Hannoveraner in dieser Woche. Zwei Mal nur knapp mit 1:2 und beide Male gegen einen wesentlich besser besetzten Gegner (Bayern München und Athletico Madrid). Beides sind keine Gründe, die Grünphase zu beenden.

SC Freiburg
Der zweite Sieg in Folge wurde für die Freiburger mit dem 13.Tabellenplatz gelohnt. Zumindest optisch ist dieser so weit von den Abstiegsrängen entfernt wie sich die Truppe von ihren Leistungen her präsentiert. Dennoch beträgt der Vorsprung auf Rang 17 weiterhin nur 2 Punkte: Der SC Freiburg befindet sich trotz grünem Licht in großer Abstiegsgefahr.

Schalke 04
Nach vier Siegen in Serie gab es gestern Abend für die Schalker einen großen Dämpfer, als eine erschöpfte Mannschaft in den letzten 20 Minuten des Europaleaguespiels gegen Bilbao eine Führung verspielte und sich eine Hypothek für das Rückspiel einhandelte, die zu hoch sein wird. Dennoch sollte der Fokus auf letzten Samstag gerichtet werden, als die Schalker gegen Leverkusen mit 2:0 gewannen und damit wieder auf Rang 3 klettern konnten, der zur direkten Teilnahme an der Champions League berechtigt.

VfB Stuttgart
Bereits seit 5 Wochen ist der VfB Stuttgart ohne Niederlage, 4 Siege gab es in dieser Zeit zu feiern. Teilweise überzeugende Kantersiege, wie beim 4:0 in Hamburg, manchmal auch nur das Lösen von Pflichtaufgaben, wie beim 1:0 gegen Nürnberg am vergangenen Sonntag. Der Lohn ist aber offensichtlich: Trotz einer grauenhaften Serie zum Jahreswechsel steht der Verein 6 Wochen vor Saisonende auf einem Platz, der höchstwahrscheinlich reichen wird, um nächsten Jahr europäisch spielen zu dürfen.

 

 

1899 Hoffenheim
Es ist schade für 1899, dass die Mannschaft das Spiel gegen müde Gladbacher noch drehen konnte. Sonst stünde man jetzt im Abstiegskampf, und das würde den Verein zumindest ein wenig interessanter machen. Stattdessen bleibt man im Mittelfeld stecken. Dennoch reicht es für die Aufwertung auf Gelb. Wegen Trotz der Entlassung von Manager Ernst Tanner.

1.FC Nürnberg
Hallo lieber Club,
zu lange haben wir uns nicht gesehen. Ich kann mich erinnern, dass du mich im Februar das letzte Mal besucht hast. Und dann warst du plötzlich in Bremen. Und das erfolgreich. Und hast gegen Mönchengladbach gewonnen. Schön, dass du dich trotzdem entschieden hast, zu mir zurückzukommen. Wir haben doch schon so viel zusammen erlebt.
Dein Abstiegskampf

Borussia Mönchengladbach
Keine gute Woche für die Borussia: Zunächst wurde der Einzug ins Pokalfinale verpasst, erst im Elfmeterschießen wurde klar, dass die Elf vom Niederrhein nicht drei Mal in einer Saison gegen Bayern gewinnen wird. In der Bundesliga fehlte dadurch die Konzentration, um ein 1:0 gegen Hoffenheim nach Hause zu bringen. Bisher war dies eine der Gladbacher Stärken. Dadurch rutschte das Team auf Rang 4 der Tabelle ab und zittert nun ein wenig vor den restlichen Spielen der Saison.

FSV Mainz 05
Die festlichen Wochen sind vorbei: Mohamed Zidan ist seit zwei Spielen torlos, die Mainzer verloren wiederholt gegen Abstiegskandidaten. Deshalb ist auch das grüne Licht erloschen.

VfL Wolfsburg
Drei Siege in Folge und der Kontakt zu den Europapokalrängen sind erfreuliche Neuigkeiten für den VfL Wolfsburg. Auch weil Felix Magath endlich eine Formation  und die passenden Spieler dafür gefunden hat. Ein 4-4-2 mit Doppelsechs ist es also, was den Felix zufrieden stellt. Benaglio, Hasebe, Russ, Felipe, Rodriguez, Josue, Jiracek, Dejagah, Schäfer, Helmes und Mandzukic die Namen jener, die Magath glücklich machen. Bei einem vierten Erfolg in Serie könnte es sogar Liebe werden. Und endlich wieder grün.

Werder Bremen
Werder Bremen bemüht sich hartnäckig, trotz großer Verletzungssorgen nicht den Anschluss an die Europapokalplätze zu verlieren. Das hat gegen Augsburg 93 Minuten lang ganz gut funktioniert, dann gab es den späten Ausgleich. Dennoch bleiben die Bremer auf Rang 6.

 

 

1.FC Kaiserslautern
Auch unter dem neuen Trainer Balakov verändert sich beim FCK wenig: Auch in Freiburg verpasste es das Team zu beweisen, dass es in die Bundesliga gehört. Bereits am 28.Spieltag, der das Heimspiel gegen den HSV mit sich bringt, ist man gezwungen zum letzten Strohhalm zu greifen: Wenn das Spiel gegen den direkten Konkurrenten verloren wird, dürfte der Abstieg der roten Teufel besiegelt sein.

1.FC Köln
Lächerliche 7 Punkte sammelte der FC Köln bisher in neun Rückrundenspielen. Immerhin waren darunter wichtige Siege gegen die Konkurrenz aus Berlin und Kaiserslautern. Aber der Trend des FC zeigt weiter nach unten und deutet bedrohlich auf die Abstiegsränge, die nur noch 2 Punkte entfernt sind. Gegen Dortmund gab es dazu noch ein richtiges Debakel, mit 1:6 kamen die Kölner unter die Räder. Bezeichnend die Namen derer, die den FC in den kommenden Jahren führen sollen: Spinner & Horstmann. Schlechter als Meier & Overath kann das aber auch nicht werden.

Bayer Leverkusen
Die gesamte Hinrunde wehrten wir uns hartnäckig gegen die überzogene Kritik an Trainer Dutt und hielten das rote Licht aus Leverkusen fern. Doch nun hat die Mannschaft innerhalb von 3 Wochen die gute Arbeit der Rückrundenstarts verspielt. Der 2:0-Sieg gegen Bayern München scheint manchen Spielern zu Kopf gestiegen zu sein, es folgten 7 Gegentore in Barcelona und 3 Niederlagen in der Bundesliga. So scheint Leverkusen, vor 3 Wochen noch knapp hinter Schalke, den Einzug in den Europapokal zu verspielen. Hinzu kündigte Kapitän Rolfes an, er habe keinen Bock nächstes Jahr in Leverkusen nicht international zu spielen.

Hamburger SV
Eine Niederlagenserie, 3 Suspendierung und Relegationsplatz 16. Und ein Trainer, der sagt man „muss nichts ändern.“ Wir korrigieren den Eintrag von letzter Woche: Das Problem des HSV heißt nicht Dennis. Es heißt „Anspruch“. Dieser verursacht anscheinend Wahrnehmungsschwierigkeiten, die sich im Verein rasend schnell von der Haupttribüne bis in die Spielerkabine ausbreiten. Deshalb: Liebes Team, einfach mal bewegen. Liebe Fans, ein 1:1 zur Halbzeit ist kein Grund für Pfiffe.

Hertha BSC
Dem zweiten Sieg im fünften Spiel unter Otto Rehhagel kann man leider nicht viel mehr Positives abgewinnen, als die Erkenntnis, dass die Konkurrenz dadurch nicht weiter enteilen konnte. Denn derzeit liegen die Berliner Probleme im Abstiegskampf auch daran, dass die anderen bedrohten Vereine aus Freiburg und Augsburg sehr gut in Form sind. Zum Glück sind nun mit dem HSV und Köln zwei neue Teams in der Verlosung, die ähnliche Probleme haben wie die Hertha.

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