Die Ampel: Markus, Missionar des Mittelmaß

13. November 2012Felix> Bundesliga, | Die Ampel

Markus Babbel hat in Hoffenheim eine Mission und beseitigt die letzten Erinnerungen an bessere Zeiten. Währenddessen wird in München gelost, in Düsseldorf gesungen und in Augsburg zusammengerückt.  Das ganze wie immer dokumentiert und koloriert in unserer Ampel.

In der Ampel bewerten wir die aktuelle Situation der Bundesligisten in den Farben Rot, Gelb und Grün. Dies soll Euch einen schnellen Überblick gibt, was wo mit wem eigentlich los ist.

 

 

Bayer Leverkusen

  • Irgendwann wünschen wir uns mal die wirklich guten Freunde Rudi Völler und Oliver Bierhoff in einem Steel Cage Match. Und der Verlierer muss sich die Haare (Bierhoff) oder den Bart (Völler) abrasieren.
  • Zumindest schien Rudi geahnt zu haben, was da in Wolfsburg auf seine Mannschaft zukommt. Und hat die Aufmerksamkeit schnell auf was anderes gelenkt.
  • Sebastian Boenisch hat direkt im ersten Spiel zu alter Form zurückgefunden und zeigte sich zweikampfstark, langsam und unbeweglich.

Bayern München

  • In der Bayernkabine steht eine riesige Lostrommel, die entscheidet, in welchem Wettbewerb die Mannschaft ihren Gegner so richtig demütigt.
  • Die jüngsten Gewinner waren Düsseldorf (Bundesliga), Kaiserslautern (DFB-Pokal) und Lille (Championsleague).
  • In diesen 3 Spielen gelangen 15 Tore. Ohne den besten Stürmer Deutschlands (oder den zweitbesten Europas), der verletzt war.

Borussia Dortmund

  • Immer wieder diese schwer zu deutenden Spiele: War das 2:2 in Madrid nun ein Indiz für die Klasse der Borussia oder zeigt der späte Ausgleich, dass die Mannschaft noch immer zu naiv ist?
  • Zumindest wurden in Augsburg recht locker drei Punkte mitgenommen. Obwohl Roman Weidenfeller in Schwaben ein Tor bekam und damit auf einer Stufe mit Sebastian Mielitz steht.
  • Es wird häufig behauptet, Marco Reus sei der Ersatz für den abgewanderten Kagawa. Das Tor in Augsburg zeigt: In Wirklichkeit ist er der Ersatz für Antonio da Silva.

Eintracht Frankfurt

  • Nur 1 Punkt aus 3 Spielen. Ist das jetzt schon eine Krise? Oder bedeutet Platz 3, dass es sich immer noch um einen Höhenflug handelt?
  • Trainer Armin Veh baut seine beeindruckende Bilanz in der Allianzarena weiter aus und kann nun 1:15 Tore und 0 Punkte aus den letzten vier Spielen vorweisen.
  • Auch wenn die Niederlage am Samstag fast unglücklich war.

Mainz 05

  • Es gibt Spieler, die fallen bei einer Auswechslung vor der Pause in ein tiefes Loch und kommen vorerst nicht mehr heraus. (vgl. Antonio, Marcos: Der dümmste Rückpass der Saison I&II [Sammelband], Hecking Verlag, Nürnberg 2012.)
  • Es gibt aber auch Spieler, die reagieren auf eine Auswechslung vor der Pause mit einem guten Spiel und einem schönen Tor in der folgenden Partie. (vgl. Müller, Nicolai: Und dann bin ich einfach losgelaufen!, Tuchel & Partner, Mainz 2012.)
  • Und schon wieder klebt Mainz direkt hinter den Europaleagueplätzen.

Hannover 96

  • Die Niedersachsen haben wieder in die Spur zurückgefunden und die letzten 4 Pflichtspiele in Serie gewonnen.
  • Dabei testen die Niedersachsen eine neue Variante des bekannten „Wer 1:0 führt, der stets verliert.“ Die neue Weisheit lautet „Wer 2:0 führt, kassiert bestimmt noch ein Tor.“ Klingt bei Weitem nicht so gut.
  • Wetten, dass Mirko Slomka seinen Vertrag erst dann verlängert, wenn Jupp Henyckes entschieden hat, noch ein Jahr dranzuhängen?

Schalke 04

  • Die Schalker tun sich nach den Championsleaguespielen immer eine Halbzeit lang furchtbar schwer.
  • Das hängt auch damit zusammen, dass alle Positionen doppelt besetzt sind, außer der von Lewis Holtby. Und der ist körperlich nicht der Stärkste.
  • Aber es hat gegen Bremen erneut zu drei Punkten gereicht. Und so sehr man auch will, man kann sich den Blick nach oben nicht verkneifen.

Werder Bremen

  • Werder Bremen spielte in Schalke eine sehr konzentrierte erste Halbzeit, in der das Team auch kaum gefordert wurde.
  • Und verlor dann in der zweiten Halbzeit komplett die Struktur. Denn ab der 65.Minute sind Arnautovic und Elia meistens müde oder demotiviert. Und dann werden vorne kaum noch Bälle gehalten.
  • Allein das 4:0 gegen Gladbach bot in dieser Hinsicht eine Ausnahme. Mit beeindruckendem Erfolg.

 

 

 

1899 Hoffenheim

  • Für Hoffenheim debütierte am Wochenende Jugendspieler Pelle Jensen. Wie kann Holger Stanislawski in seiner Zeit einen Spieler mit einem so geilen Namen übersehen haben?
  • Derweil bemüht sich Trainer Markus Babbel mit seinem Besen der Durchschnittlichkeit die letzten Überbleibsel der erfolgreichen Rangnick-Ära aus der Mannschaft zu kehren. Aus dem Team, die 2008 als Aufsteiger Herbstmeister wurde, standen nur noch Beck, Compper und Salihovic im Kader.
  • Der Mann, der das Hoffen zurück nach Hoffenheim brachte. Wenn schon Mittelmaß, dann richtig.

Borussia Mönchengladbach

  • So langsam müssen wir zugeben, dass die Krise von Borussia Mönchengladbach vorbei zu sein scheint.
  • Und dafür mussten lediglich die 20 Millionen teuren Neuzugänge Xhaka und De Jong aus der Mannschaft fliegen. Chapeau, Max Eberl!
  • Anderseits war es auch nur Fürth.

Hamburger SV

  • Der Hamburger SV hat aus irgendeinem Grund einfach aufgehört Tore zu schießen. Nur 2 Treffer aus den letzten 4 Partien sind wenig.
  • Obwohl „Atom“ Rudnevs nach wie vor furchtbar rackert und sich wacker in seine Gegenspieler hineinwirft. Dafür braucht er nicht mal den billigen Grund, dass der Ball in der Nähe ist.
  • Paul Scharner ist mental einfach zu stark für die Bundesliga.

VfB Stuttgart

  • Wir lobten an dieser Stelle 3 Wochen lang die neugefundene Defensivstärke des VfB Stuttgart.
  • Und nun kommt Hannover 96 und macht alles kaputt. Aber richtig gründlich. In nur 20 Minuten.
  • Wobei auch der Anteil von Zdravko Kuzmanovic nicht verschwiegen werden sollte. Der durfte Willam Kvist als Mann vor der Abwehr vertreten. Und löste das eher nicht so gut…

 

 

 

1.FC Nürnberg

  • Das Hauptproblem des Club liegt im Sturm. Der beste Torschütze der Mannschaft ist nämlich lustigerweise: Alle. Weil noch kein Spieler mehr als 1 Tor erzielt hat.
  • Sollte Nürnberg absteigen, wäre es auch das Ergebnis der großartigen Idee, Spieler einfach immer nur auszuleihen (wie Ottl, Ekici, Didavi, Risse, Reinartz, Nordtveit oder Schieber).
  • So kann man ganz schlecht Leistungsträger längerfristig halten. Und jene Spieler, die man selbst aufbaute (Gündogan und Wollscheid), wurden auch verkauft.

FC Augsburg

  • Stammtorwart Simon Jentzsch fällt bis zur Winterpause aus. Vielleicht ein Chance für Augsburg, denn alle 6 Punkte wurden mit Mohamed Amsif im Tor geholt.
  • Ansonsten wird man in den nächsten Wochen sicherlich ganz dicht zusammenrücken.
  • Und wenn alle ganz dicht beisammen sind, wird es eng. Auch für den Trainer.

Fortuna Düsseldorf

  • Hallo liebe Fortuna! So sieht die Bundesliga bei rotem Licht aus. Einfach mal wieder ein Spiel gewinnen, dann wird das wieder.
  • Immerhin wurde gegen Hoffenheim der erste Punkt nach vier Pleiten eingefahren.
  • Und die Fortuna hat eine der stumpfsten, aber witzigsten Einlaufmusiken der Liga. Der Uploader hat bei dieser Youtubeversion sogar den kompletten Text drunter geschrieben. 95 Olé!

Greuther Fürth

  • Edgar Prib zeigte eine gute Leistung als „die Gefahr, die aus der Tiefe kommt.“
  • 2 Tore im Spiel gegen Gladbach sind doppelt so viele wie in allen bisherigen Heimspielen zusammen.
  • Blöd nur, dass sie im Paket mit 2 Platzverweisen und 4 Gegentoren geliefert wurden.

VfL Wolfsburg

  • Diego ist wieder da! Der kleine Brasilianer war mehr, als die Leverkusener Abwehr vertragen konnte.
  • Der erste Heimsieg der Saison war absolut verdient und wurde gegen eine Mannschaft gefeiert, die ihr letztes Auswärtsspiel in München gewonnen hat.
  • Und trotzdem ist der Gestank der Zweitklassigkeit noch nicht aus Wolfsburg verflogen. Man steht noch immer mit einem Bein im Abstiegssumpf.

 

 

 

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