Die Ampel: Maximilian, Adolf und Sebi der Seestern

24. April 2013Felix> Bundesliga, | Die Ampel

Die Ampel erfreut sich in dieser Woche großer Bewegung. Mehrere Vereine verlassen ihre angestammten Farben: Wolfsburg und Stuttgart sind plötzlich grün, Fürth schafft den Aufstieg zu gelbem Licht. Dabei kümmern wir uns um motzende Torhüter, nörgelnden Zwölfjährige, nicht ganz so fantastische Zuschauer und Sebastian Prödl, der uns den Seestern macht.

In der Ampel bewerten wir die aktuelle Situation der Bundesligisten in den Farben Rot, Gelb und Grün. Dies soll Euch einen schnellen Überblick gibt, was wo mit wem eigentlich los ist.

 

 

  Bayer Leverkusen

  • Andre Schürrle und Stefan Kießling sind wieder da. Zumindest gegen dezimierte, wehrlose Hoffenheimer.
  • Und die Abwehr hat das erste Mal seit der 23.Spieltag wieder zu Null gespielt. Zumindest gegen dezimierte, wehrlose Hoffenheimer.
  • Durch das 5:0 und die Niederlage von Schalke beträgt der Abstand auf Platz 4 nun wieder 7 Punkte. Da ist der Gegner vollkommen egal.

Leverkusen hat sich aus der Krise gearbeitet und das Champions League Ticket fast gebucht. Grün.

 

Bayern München

  • Bayern profitiert derzeit auch davon, dass die Gegner nur antreten, um nicht neun Stück zu bekommen.
  • Obwohl das 4:0 gegen Barcelona auch andere Schlüsse zulässt.
  • 4:0! Gegen Barcelona! VIER!!!

Supergrün.

 

Borussia Dortmund

  • Die Borussia lieferte gegen Mainz ein echtes Fast Food Spiel.
  • Ein frühes Tor, ein spätes Tor und dazwischen viel Gehacktes. Ein Hamburger!
  • Da bestand die einzige Unterhaltung des Publikums darin, mit Christian Wetklo anzustellen, was Mario Götze nun blühen wird.

Sportlich ist alles grün. Im Umfeld rumort es ein wenig.

 

Borussia Mönchengladbach

  • Ein Elfmeter und 65 Minuten in Überzahl reichen für einen 1:0 Sieg gegen den FC Augsburg.
  • Gladbach hat seit 8 Spieltagen in der Offensive ein kleines Problem: wenn sie treffen, dann nur ein mal pro Spiel.
  • Wenn man davon aber 4 Partien gewinnt und 2x Unentschieden spielt, ist das alles gar nicht mehr so schlimm.

Grün. Europa League und so.

 

Schalke 04

  • Nach dem verschossene Elfmeter von Bastos war die Mannschaft zwar noch bemüht, mehr aber auch nicht.
  • Das fand Hotte Heldt so doof, dass er es öffentlich anprangerte. Doch er hat die Rechnung ohne den 12 jährigen Julian Draxler gemacht – der fand seine Leistung nämlich okay.
  • Und das zeigt, wie sehr es in der Mannschaft rumort.

Grün. Unter Vorbehalt. Denn wenn man sein Heimspiel gegen den HSV nicht gewinnt, brennt’s Auf Schalke.

 

SC Freiburg

  • Wirklich erstaunlich, dass der SC Freiburg in Stuttgart zwei Mal das gleiche Spiel ablieferte.
  • Was jeweils eine vernünftige Leistung, gespickt mit haarsträubenden Fehlern, die das Spiel kosteten, bedeutet.
  • Besonders schön veranschaulicht beim 1:0 durch Gentner am Wochenende, als fünf Freiburger einen Halbkreis um den flankenden Harnik bildeten.

Die Niederlagen in Stuttgart sind ärgerlich, bringen die gute Saison aber (noch) nicht in Gefahr. Weiter grün.

 

VfL Wolfsburg

  • Die Wölfe haben eine neue Farbe entdeckt: Willkommen in Grünland!
  • Seinen Teil dazu bei trägt Max Arnold. Weil er 2 Tore in 2 Spielen schoss und aussieht wie „der Typ der bei Switch Hitler spielt“.
  • Und Sebastian Prödl. Dem am Samstagabend alles egal und dabei eine Auffassungsgabe zeigte wie „der Typ, der bei Sponge Bob den Seestern spielt“.

6 Spiele ungeschlagen, davon 3 gewonnen. Grün für Durchschnittsdieter!

 

VfB Stuttgart

  • Der VfB spielte zwei Mal in einer Woche das gleiche Spiel und schon ist alles wieder gut.
  • Trotzdem wird einem schlecht, wenn nach dem Finaleinzug von den „fantastischen Fans“ gesprochen wird.
  • Die ab dem 2. Unentschieden in Serie pfeifen und ab Platz 8 (oder Regen) gar nicht mehr ins Stadion gehen.

Alle drei Heimspiele in einer Woche gewonnen, dazu in Pokalfinale und Europa League. Grün.

 

 

 

 

 

1.FC Nürnberg

  • Gegen Fürth fehlte dem Club einer der entscheidenden Faktoren seiner Erfolgsserie.
  • Nämlich, dass trotz einer fast völlig talentfreien Offensive, irgendwie einer rein ging.
  • Und Javier Pinola.

Heimniederlage. Im Derby. Gegen Fürth. Leider nur noch gelb.

 

Eintracht Frankfurt

  • Armin Veh wollte die drei Punkte so sehr, dass er sogar von seinem Fußball-muss-schön-aussehen-Prinzip abrückte und den Lucien Favre machte: Hinten solide und vorne einen rein stochern.
  • Dass das funktioniert sehen wir seit Wochen bei Gladbach – zum Glück ist Armin ein Fußballästhet und verwöhnt uns diesen Spieltag wieder mit schnellem Kurzpassspiel.
  • Heribert Bruchhagen ist verdächtig ruhig…

Gelb. Champions League Quali, Europa League, nichts. Alles ist drin.

 

FC Augsburg

  • Man merkte den Augsburgern an, dass das Spiel nach 28 Minuten bereits vorbei war.
  • Zeigte später auch Markus Weinzierl, als er Knowledge Musona aufs Feld schickte, der quasi gemeinsam mit dem Ende des Mißerfolgs aus Augsburgs Startelf verschwunden war.
  • Nächste Woche wird alles besser: Augsburg hat ein Heimspiel und die Stammspieler Klavan und Koo stehen wieder zu Verfügung.

Alle anderen haben auch verloren, die unglückliche Niederlage in Gladbach tut nicht weh.

 

Greuther Fürth

  • Premieren! Das Kleeblatt gewinnt sein erstes Bundesligaspiel, in dem Felix Klaus nicht trifft.
  • Frank Kramer gewinnt sein erstes Bundesligaspiel als Trainer.
  • Greuther Fürth ist in allen Bundesligaderbys gegen den Club ungeschlagen und ohne Gegentor. Und steigt nun ab, damit Revanche unmöglich ist und der Stachel richtig tief sitzt.

Derbysieg für Fürth und Demütigung für Nürnberg. Wir schalten auf gelb.

 

Hamburger SV

  • Nachdem der HSV vor zwei Wochen fast abgestiegen war, steht er nun wieder an der Schwelle zur Champions League. Und sogar Uwe Seeler ist gut gelaunt.
  • Dabei hatte Trainer Fink mehrere gute Ideen, etwa van der Vaart zum Kapitän zu machen und seine Spieler öffentlich als Penner zu beschimpfen.
  • Auf den Hinweis, dass bei fast jedem Hamburger Sieg ein HSV-Spieler unser „Sechser der Woche“ wird, erklärte unser Rothosenexperte Stephan: „Die sind halt nicht so gut. Es muss immer jemand einen Bombentag haben, damit die gewinnen.“

Der letzte Satz fasst die Probleme des HSV ganz gut zusammen. Trotz 6 Punkten aus 2 Spielen vorerst gelb.

 

 

 

 

 

1899 Hoffenheim

  • Wenn man fröhlich weiter nach vorne spielt, bekommt man gegen einen besseren Gegner auch mal 5 Stück.
  • Einerseits löblich, dass Gisdol seiner Mannschaft den Offensivdrang verinnerlichen möchte, andererseits aber auch ein bisschen blöd, wenn man sich nun das Torverhältnis der Kraichgauer anschaut.
  • Möchte man eigentlich in der ersten Liga bleiben? Hat dazu irgendwer mal ein klares Statement gegeben?

Rot. Schön für Leverkusen, dumm für’s Torverhältnis. Wollen wir hoffen, dass das man Ende nicht entscheidend ist.

 

Fortuna Düsseldorf

  • Düsseldorf präsentierte sich in Hamburg extrem vernünftig und zeigte 60 Minuten ein richtig gutes Spiel.
  • Blöderweise stand es schon 2:0 für Rafael van der Vaart den HSV, als die Partie für die Düsseldorfer begann.
  • Immerhin schafften es die Düsseldorf, kein Gegentor nach einem eigenen Freistoß zu bekommen, sondern sogar eins zu erzielen!

Düsseldorf braucht mehr Punkte, um nicht abzusteigen. Rot.

 

Hannover 96

  • Es gibt dieses Jahr ziemlich viele Mannschaften, die sich von Bayern München haben abschießen lassen.
  • Das Dumme ist nur, das man aus den letzten sieben Spielen nur einen Sieg holen konnte.
  • Dafür hat Martin Kind schon mal die Weichen für die nächste Saison gestellt und Dirk Dufner als Sportmanager verpflichtet – mal sehen wie lange es dauert, bis der sich nicht mehr mit dem Trainer versteht…

Rot. Man sollte mal wieder gewinnen.

 

Mainz 05

  • Zu viele Mainzer Spieler sind derzeit formschwach oder verletzt.
  • Was Trainer Tuchel, trotz eines breiten und extrem ausgeglichen besetzten Kaders, derzeit nicht auffangen kann.
  • Weil auch Christian Wetklo in den letzten Wochen völlig am Rad dreht. Schön, dass ihn Manager Christian Heidel öffentlich darauf hinwies, er solle die Fresse halten und sich auf sein Spiel konzentrieren.

Nur 1 Sieg aus 11 Spielen und zuletzt 3 Niederlage in Folge. Das ist fast schlechter als Fürth. Rot!

 

Werder Bremen

  • Gegen Wolfsburg spielte man bis zur 34. Minute mit nur einem Innenverteidiger – dann rückte endlich Sokratis für den desolaten Prödl ein.
  • Thomas Schaaf findet das alles merkwürdig und scheint keine Lust mehr zu haben.
  • Und bietet ständig seinen Rücktritt an, den keiner annimmt. Ob das der Mannschaft hilft?

Rot. So langsam kommt Bremen im Abstiegskampf an. Mit einer Mannschaft, die dafür nicht geeignet ist.

 

 

 

 

 

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