Die Ampel: Spanische Verhältnisse Überall!

18. April 2013Felix> Bundesliga, | Die Ampel

Fußballdeutschland im Allgemeinen und Uli Hoeneß im speziellen zittert vor den drohenden spanischen Verhältnissen (zwei Mannschaften dominieren die Liga und eine davon holt alle 2 Jahre den Europapokal). Die Ampel schaut genau hin und erklärt, wo und aus welchen Gründen spanische Verhältnisse bereits jetzt unabwendbar sind!

In der Ampel bewerten wir die aktuelle Situation der Bundesligisten in den Farben Rot, Gelb und Grün. Dies soll Euch einen schnellen Überblick gibt, was wo mit wem eigentlich los ist.

 

 

1.FC Nürnberg

  • Der Club hat in der Rückrunde 2 Spiele verloren: In Dortmund und in München.
  • Und nach beiden Spielen erklärte Michael Wiesinger mit so breitem Grinsen, dass „heute einfach nichts klappte“, dass man ihm fast Absicht unterstellen möchte.
  • Durch diese Politik sparen die Franken Kräfte für andere Spiele, sind aber auch Urheber der „spanischen Verhältnisse“.

In München verloren. Passiert. Weiter Grün.

 

Bayern München

  • Die Meisterschaft ist den Münchenern egal. In der Woche danach gewann man alle 3 Spiele bei 12:1 Toren.
  • Daraus zog Uli Hoeneß die richtige Folgerung, dass Bayern nie wieder Konkurrenz haben wird.
  • Fehlt nur noch, dass Franz Beckenbauer verkündet: „Jetzt, wo noch der Trainer aus Barcelona dazu kommt, es tut mir leid, für den Rest der Liga, aber wir werden auf Jahre hinaus unschlagbar sein.“

Spanisches Grün.

 

Borussia Dortmund

  • Borussia Dortmund hat in der ersten Halbzeit einfach Greuther Fürth überfahren.
  • Und festigt so mit großem Vorpsrung Platz 2.
  • Woraus Aki Watzke den gleichen Schluss zog wie Uli Hoeneß. Wie können diese beiden Männer nur so arrogant sein und glauben, dass alle anderen Verein blöd sind?!

Es gibt keinen vernünftigen Grund, warum der BVB nicht grün sein sollte.

 

Borussia Mönchengladbach

  • Borussia Mönchengladbach verlor am Sonntag 0:2 in Stuttgart.
  • Und wenn man sich die Gegentore nochmal ansieht, gelangt man zu dem Schluss, sie hätten den VfB dafür gar nicht gebraucht.
  • Für spanische Verhältnisse in der Borussenabwehr sorgte Alvaro Dominguez. Fand Marc-Andre ter Stegen gar nicht lustig.

Die Niederlage in Stuttgart ist verschmerzbar und die Europa League noch immer in Reichweite.

 

Schalke 04

  • Gegen Leverkusen gelang den Schalkern ein beeindruckendes Comeback, Hauptfiguren dabei waren Teemu Pukki und Manuel Gräfe.
  • Wobei Gräfe am Führungstor für Leverkusen nicht unbeteiligt war. Und wohl nur deshalb Elfmeter pfiff.
  • Für spanische Verhältnisse auf Schalke 04 Don Qlemens und der Sancho Hotte, die gemeinsam Windmühlen bekämpfen.

Schalke ist seit 3 Spielen oder Niederlage, das späte 2:2 gegen Leverkusen bringt Euphorie. Grün.

 

SC Freiburg

  • Der SC hat seine Alle-kaufen-unsere-Spieler-und-machen-sie-ganz-wirr-im-Kopf-Krise überwinden.
  • Durch 3 Siege in Folge und Christian Schulz ist die Europa League möglich, auch wenn man im Pokalhalbfinale den Kürzeren zog.
  • Für spanische Verhältnisse sorgt der SC Freiburg, in dem er seine besten Spieler an andere Vereine abgibt (auch wenn seit 12 Jahren kein Freiburger mehr nach Dortmund oder München ging.)

Nach drei Siegen in Serie leuchtet die Ampel in fettem grün.

 

 

 

 

 

Bayer Leverkusen

  • Total skrupellos abgezockt von Leverkusen, den Angriff zum 1:0 Auf Schalke zu Ende zu spielen, obwohl Ciprian Marica verletzt am Boden lag.
  • Blutend. Mit einer riesigen Platzwunde am Kopf. Und einen Arm hat er auch verloren!
  • Für spanische Verhältnisse in Leverkusen sorgt ein Original: Daniel Carvajal. Praktisch wie Jordi Alba in noch nicht so gut.

Das 2:2 war nicht überragend, aber sichert Platz 3. Gelb.

 

Eintracht Frankfurt

  • Frankfurt machte in Augsburg ein richtig gutes Spiel.
  • Etwa sieben Minuten lang. Danach war das ein richtig schlechtes Spiel.
  • In Frankfurt sorgt Trainer Armin Veh für spanische Verhältnisse. Mit seinen unumsetzbaren Träumen von schnellem Kurzpassspiel und seiner Vorliebe für Rotwein.

Gelb. Srdjan Lakic ist zurück in der Startelf und Frankfurt seit 2 Spielen torlos.

 

FC Augsburg

  • Der FC Augsburg spielte am Sonntag ungeachtet der eigenen Unfähigkeit tapfer weiter nach vorne und wurde dafür belohnt.
  • Selbst der unglaubliche miese Elfmeter von Jan-Ingwer Callsen-Bracker kostete die Augsburger nur wenige Minuten den Glauben an sich selbst.
  • Der FC Augsburg selbst sorgt für spanische Verhältnisse, weil sie spielerisch den Weg aus dem Abstiegskampf finden wollen.

Nach 2 Niederlagen in Serie war der Sieg gegen Frankfurt ein wichtiges Signal. Wir schalten auf gelb.

 

Hamburger SV

  • Die Mannschaft zeigte eine gute und geschlossene Leistung, die mit einem 2:1 gegen Mainz belohnt wurde.
  • Zuhause wäre man bei dem gleichen Spielverlauf zur Pause ausgepfiffen worden. Und hätte 0:1 verloren.
  • Für spanische Verhältnisse beim HSV sorgt das Solariumsbraun von Außenverteidiger Dennis Diekmeier.

Letzte Woche war es „gerade noch“ gelb, dieses Mal ist es „ganz sicher“ gelb.

 

VfL Wolfsburg

  • Man hat das Gefühl, der VfL Wolfsburg kämpft mehr mit seinen eigenen Innenverteidigern als mit den Gegnern.
  • Weil Alex Madlung und Simon Kjaer immer abwechselnd plötzlich die Lust verlieren.
  • Für spanische Verhältnisse beim VfL Wolfsburg sorgt Diego. Schließlich hat er mit Athletico Madrid die Europa League gewonnen.

Gelb.

 

VfB Stuttgart

  • Der VfB Stuttgart braucht nur gutes Wetter und ein frühes Tor. Dann geht alles von selbst.
  • Weshalb der Verein, nach einer Dreckssaison, wieder in die Europa League einzieht.
  • Für spanische Verhältnisse ist in Stuttgart natürlich Bruno verantwortlich. Schließlich hat er italienische Vorfahren.

Der Einzug ins Pokalfinale sichert den Einzug in die Europa League und den Arbeitsplatz von Bruno. Das Positive hebt das Negative auf, also: Gelb!

 

 

 

 

 

1899 Hoffenheim

  • Markus Gisdol erzählt, man müsse zum eigenen System zurückfinden, der Klassenerhalt sei ein positiver Nebeneffekt.
  • Warum muss man in Sinsheim immer alles so furchtbar plakativ lösen?
  • Der ganze Verein ist ein spanisches Verhältnis. Er wird geführt wird eine iberische Behörde.

Rot. Es hat sich was verändert. Aber wahrscheinlich zu spät.

 

Fortuna Düsseldorf

  • So langsam dringt durch den Nebel der trügerischen Sicherheit der brackige Gestank der Abstiegsplätze.
  • Die Mannschaft muss endlich aufhören, Gegentore nach eigenen Standards zu kassieren. So sind diese Saison schon 7-8 Punkte draufgegangen.
  •  Nix mit spanischen Verhältnissen. Der Spaß ist vorbei. Fortuna muss kämpfen. Und siegen.

Seit 7 Spielen ohne Sieg. Rot!

 

Greuther Fürth

  • Man muss Frank Kramer das Kompliment machen, dass er die Mannschaft gar nicht in keine Richtung entwickelt hat.
  • Immerhin war dem BVB die zweite Halbzeit in Fürth egal. Es geht aufwärts für die Kleeblätter.
  • Spanische Verhältnisse gibt es in Fürth wirklich nur dann, wenn Jose Mourinho auf der Tribüne sitzt und seinen Bodyguard fragend anguckt, warum er jetzt ein Drittligaspiel schauen muss.

Rote Laterne und so.

 

Hannover 96

  • Endlich hat es Martin Kind Mirko Slomka geschafft, Jörg Schmadtke aus dem Amt zu drängen.
  • Ist auch schlimm, wenn Mitarbeiter ständig widersprechen nicht miteinander reden.
  • Für spanische Verhältnisse in Hannover sorgt Sergio da Silva Pinto. Der ist zwar Portugiese, hat aber ein tollen Namen.

Rot. Die Mannschaft stagniert sportlich und im Umfeld brennt alles.

 

Mainz 05

  • Alle nehmen Mainz ernst.
  • Das ist gemein. Besonders gegenüber einem Karnevalsverein.
  • Für spanische Verhältnisse in Mainz sorgt derzeit gar nichts. Alles ist grau, trostlos und trüb. Selbst Shawn Parker ist seit Wochen nicht mehr vom Platz geflogen.

Von den letzten 10 Spielen hat Mainz nur 1 gewonnen und ist aus dem Pokal ausgeschieden. Alles sehr Rot.

 

Werder Bremen

  • Angesichts der Tatsache, dass man so eben 10 Spieler und Felix Kroos zusammen bekam, ist ein Punkt in Düsseldorf OK.
  • Angesichts der Tatsache, dass einen nur 4 Punkte vom Relegationsplatz trennen, ist ein Punkt in Düsseldorf nicht genug.
  • Für spanische Verhältnisse in Bremen sorgt Thomas Schaaf. Wegen seiner lockeren, südländischen Einstellung.

Rot. Gerade eine angesagte Farbe am Westerstrand. Besonders bei Kreuzen.

 

 

 

 

 

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