Die Ampel: Zurück in die Hinrunde!

22. Februar 2012Felix> Bundesliga, | Die Ampel

Nach jedem Spieltag bedient ein Autor von doppel-sechs.de die Bundesligaampel. Wir fassen die Ereignisse der letzten Wochen, insbesondere des letzten Spieltags zusammen und zeigen, ob unserer Meinung nach die Fahrt für den Verein in dieser Form weiter gehen kann (grün), ob es bedenklich ist (gelb) oder der Verein Probleme hat und den Motor lieber nochmal neu starten sollte (rot).

 

 

Borussia Dortmund
Dortmund erkämpft sich zurzeit Sieg um Sieg und spielt dabei dreckig und zu Null. Die letzen drei Partien gegen Nürnberg (2:0), Leverkusen und Hertha (beide 1:0) brachten dem BVB wertvolle Siege. In einer Phase, in der die Konkurrenten bei ähnlichen Spielen (Bayerns 0:0 in Freiburg, Gladbachs 0:0 in Wolfsburg oder Schalkes 1:1 gegen Mainz) Punkte verlieren, kann dies ein entscheidender Faktor zu Titelverteidigung werden.

Borussia Mönchengladbach
Die Verletzung von Patrick Herrmann ist ein neues Hindernis auf dem Erfolgsweg der Gladbacher Borussia. Doch nachdem bereits die Verletzungen von Igor de Camargo und Marco Reus den Lauf der Fohlen nicht stoppen konnten muss langsam bezweifelt werden, dass es diesmal reicht. Denn wer sich das 2:0 von Arango gegen Kaiserslautern nochmal genau ansieht, der weiß worin Gladbachs Stärke derzeit liegt: Es klappt einfach alles.

Hannover 96
Die Niedersachsen haben zurzeit einen Lauf: in der Bundesliga hat man sich trotz großem Rückstand wieder an die Europapokalplätze herangekämpft und im Europapokal nach großen Kampf gegen den FC Brügge gewonnen. Trotz dieser Anstrengung reichte es für einen deutlichen Sieg gegen Stuttgart. Kompliment!

Schalke 04
Die „große Krise“ (3 Pflichtspiele, 2 Remis und 1 Niederlage) ist vorbei. Zum ersten Mal in der Rückrunde zeigten die Königsblauen von Beginn an eine engagierte Leistung. Dabei könnte auch entscheidend sein, dass Chinedu Obasi sein in Hoffenheim gelerntes Programm (traben, mit den Schultern zucken, Hände zum Himmel werfen, unterbrochen von kopflosen Dribblings) diesmal nicht zeigen durfte.

Werder Bremen
Langsam kehren die Stammspieler von ihren Verletzungen zurück (siehe auch Marin, Marko) und haben gleich einen entscheidenden Einfluss auf die Spielweise der Mannschaft. Darüber hinaus war der in den letzten Wochen gescholtene Tim Wiese wieder ein sicherer Rückhalt der Mannschaft. Wir versüßen den Derbysieg für die 2012 ungeschlagenen Bremer mit grünem Licht.

 

 

1.FC Nürnberg
Mit einem Heimsieg in die Rückserie gestartet, dann drei Spiele ohne eigenen Torerfolg, dann mit einem Heimsieg den Rückrundenauftakt geschlossen. 7 Punkte, das ist Durchschnitt und sichert dem FCN damit einen Platz im Mittelfeld der Tabelle. Ein beruhigendes Bild für den Club, welcher in der Hinrunde viel zu nah an die Abstiegsplätze geraten war.

Bayer Leverkusen
Na bitte! Zu Beginn der Rückrunde wurde Mainz mit 3:2 geschlagen. Mit Michael Ballack. Dieser bekam daraufhin von allen Seiten was auf die Fresse (Trainer, Manager, Geschäftsführer, Zeugwart) und wurde aus der Mannschaft verbannt. Nun hat Leverkusen, etwa 5 Wochen später, sein erstes Spiel ohne Ballack gewonnen. Sogar gegen Augsburg! Also: Alles richtig gemacht.

Bayern München
Die Bayern hätten sich etwas Ähnliches wie im Hinspiel sicherlich gewünscht, doch statt sieben Toren und drei Punkten gab es diesmal nur einen müden Zähler. Unsere Lieblingskritikpunkte zu kleiner Kader (Schweinsteiger und van Buyten fehlen enorm) und zu unflexibler Trainer (gut eingestellte Teams machen es den Bayern schwer) kosten den Münchnern derzeit einige Punkte.

FSV Mainz 05
Mit der Verpflichtung von Mohamed Zidan haben die Mainzer auch ein Ergebnis fest gebucht: Das 1:1 mit einem Tor des Ägypters. Da man jedoch um die Schwäche der Hoffenheimer  wusste, besorgte der Mainzer Verteidiger Noveski mit einem Eigentor die Führung für Hoffenheim. (Wie im Hinspiel). Zumindest reicht das für einen Platz im gesicherten Mittelfeld.

Hamburger SV
Das Hinrunden Revival geht weiter: Nicht nur die athritischen Abwehrversuche von Torwart Drobny sorgten für unangenehme Erinnerungen. Auch die Abstimmung der Innenverteidiger Westermann und Rajkovic funktionierten so schlecht wie vor einem halben Jahr. Wenn die Fußballersprache tatsächlich international ist, muss einer der beiden einen ganz fiesen Akzent sprechen. Schade für den HSV, dass seit Jahren richtungsweisende Spiele (wie am Samstag gegen Bremen) nicht gewonnen werden.

SC Freiburg
Sieben Spieler gab der SC in der Winterpause, sieben Gegentore weniger gab es gegen die Bayern. Das reicht für einen Punkt. Das vierte „zu Null“ der Saison macht Hoffnung auf… nun, zumindest die Relegation.

VfL Wolfsburg
Wiederholt grüßt die Hinrunde: Die lustlosen und demotivierten Abwehrversuche der Wolfsburger erinnerten stark an Leistungen in Bremen (1:4) oder Freiburg (0:3), bei denen es den Spieler egal zu sein schien, wie viele Gegentore es am Ende gab. Hatte jedoch zu Beginn der Hinrunde Diego Benaglio maßgeblichen Anteil an manchen Punktverlusten, so war er auf Schalke der Einzige, der sich 90 Minuten gegen die Niederlage wehrte.

 

 

1.FC Kaiserslautern
Der Spielplan meint es zur Zeit nicht sehr gut mit dem FCK: Auf den FC Bayern folgte ein weiteres Spitzenteam (Mönchengladbach), gegen das die Punkte brav abgegeben wurden. Die meisten Punkte wurden in der Mitte der Hinrunde gewonnen, und der FCK täte gut daran, diese Serie zu wiederholen. Denn nach Punkten sind die Pfälzer derzeit Letzter.

1.FC Köln
Miso Brecko, welcher betrunken sein Auto auf Straßenbahnschienen ruinierte und Kevin Pezzoni, dem bei einer Prügelei das Nasenbein gebrochen wurde, waren die einzigen Anlässe für Heiterkeit beim FC. Denn in Nürnberg setzte es für den FC die vierte Niederlage in fünf Rückrundenspielen. Deshalb auch die neue Beleuchtung: Rotes Licht für schwache Kölner.

1899 Hoffenheim
Es ist wirklich nicht leicht zu entscheiden, ob Hoffenheim mit gelben Licht bestrahlt werden soll, weil der Verein wieder in seine Tristesse zurückgefunden hat und nur noch langweilig ist? Oder mit rot, wegen des unglaublich unsinnigen und bereits nach 2 Spielen verpufften Trainerwechsels? Eine Woche rot geht noch!

FC Augsburg
Auch in Augsburg wurden unliebsame Erinnerungen an die Hinrunde wach: Wieder zeigte man eine ansprechende Leistung gegen Bayer Leverkusen, wieder setzte es eine 1:4 Niederlage. Wieder wurde das eigene Tor von einem asiatischen Mittelfeldspieler erzielt. Damals reichte es allerdings noch für den sechzehnten Platz und man hatte 17 Spiele mehr Zeit, noch etwas zu korrigieren.

Hertha BSC
Irgendwann vor hundert Jahren, ich meine es war der 12.Spieltag, gewann Hertha BSC gegen den VfL Wolfsburg. Nun, doch nur vier Monate, vier Trainer und einen Bundespräsidenten später wartet man noch immer auf den nächsten Sieg. Dafür wurde jetzt Otto Rehhagel ausgegraben verpflichtet. Toi, toi, toi!

VfB Stuttgart
Nach dem 5:0 gegen Hertha ließen wir das rote Licht für den VfB Stuttgart brennen und forderten den Nachweis von Klasse und charakterlicher Festigung. Es folgten 4 Gegentore gegen Hannover 96. Wahr wohl nix.

 

 

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