Die Empel: Grüne Russen, Gelbe Griechen, Rote Holländer

10. Juni 2012Felix> Bundesliga, | Die Ampel

Die Ampel ist ein Klassiker auf  doppelsechs – wir bewerten die Leistungen und Auftritte der Teams in den Farben grün (gut), gelb (nicht so gut) und rot (ganz und gar nicht gut). Für die Europameisterschaft bringen wir natürlich auch Farbe ins Spiel – und einen grauenhaften Wortwitz obendrein. Wir präsentieren: Die Empel.

 

 

Russland
Mit einem deutlichen Sieg und traumhaften Fußball, der stark an die begeisternden Auftritte 2008 erinnerte sorgte Russland für die erste positive Überraschung des Turniers. Im Gegensatz zu Steffen Simon, der uns dauerhaft klarmachen wollte, dass zwischen der Sbornaja und den alten Frauen, die Russland zum Songcontest nach Baku schickte, nur wenige Jahre liegen, halten wir die Mannschaft für jung genug, noch 3 Wochen in diesem Tempo weiterspielen zu können.

 

 

Dänemark
Eine kleine Sensation schaffte Dänemark beim 1:0 gegen die Niederlande. Leider gab es keinen Anhaltspunkt dafür, dass ähnliche Leistungen folgen können: Die Abwehrleistung war von vielen unfreiwillig lustigen Aktionen geprägt. Der Torwart, von der Mannschaft nicht selten ins Aufbauspiel mit einbezogen, macht auch keinen sicheren Eindruck und die Offensive lebt von Einzelaktion von Michael Krohn-Daehli, der auch keine überragender Fußballer ist. Trotz des Sieges leuchtet die Empel gelb.

Deutschland
Welch‘ ein Spaß! Die gute, alte deutsche Nationalmannschaft ist zurück. Durch viel Glück und ein Kopfballtor startete der Favorit mit einem Sieg. Positiv ist, dass die Abwehr Mats Hummels einen überragenden Job machte und Manuel Neuer jetzt auch bei Ecken Sicherheit ausstrahlt. Dennoch sollte sich jemand die Zeit nehmen, Thomas Müller zu erklären, wie man eine Flanke schlägt. Das wäre für ein Spiel mit hohen Bällen extrem hilfreich.

Griechenland
Die Griechen mussten gleich zu Turnierbeginn einen Schock wegstecken: Mit Avraam Papadopoulos und Sokratis Papasthatopoulos fällt schon nach dem erstem Spiel die Innenverteidigung komplett aus. Nimmt man jedoch die ersten zwanzig Minuten gegen Polen, in denen das Duo gemeinsam spielte, als Maßstab, erkennt man darin auch eine Chance für die Griechen. Die Leistung in der zweiten Halbzeit macht Hoffnung, dass zu dem Punkt, der gegen Polen geholt wurde, noch weitere hinzukommen.

Polen
Die Polen rannten ihren Griechischen Gegner in Grund und Boden, bis durch das Führungstor von Lewandowski ein kleiner Bruch im Spiel zu erkennen war. Egal ob durch hohe Erwartungshaltung, einen defensiv stärkeren Gegner oder fußballerische Limitierung zustande gekommen: Das Unentschieden gegen Griechenland war eine Enttäuschung. Hinzu kommt die Sperre für Torwart Szczesny, der allerdings bis zu seinem Platzverweis nicht zeigen konnte, dass er zu den besten Europas zählt.

Portugal
Portugal darf man getrost zu den Überraschungen des 1.Spieltags zählen. Die Portugiesen treten mit dem besten Einzelspieler des Turniers an, aber die Leistungsfähigkeit der gesamten Truppe wurde mehrfach angezweifelt. Dennoch waren die Spieler in Rot mehr als nur ein Opfer für den Favoriten aus Deutschland: Sie zeigten sich taktisch sehr weit und spielen anspruchsvollen Fußball. Das Mittelfeld mit Veloso, Meireles und Moutinho dürfte neben Spanien das technisch beste des Turniers sein. Und gegen die kommenden Gegner brauchen die Portugiesen nur mehr Glück, um als Sieger vom Platz zu gehen,

Tschechien
Trotz der heftigen Klatsche gegen Russland leuchtet die Empel für Tschechien in gelbem Licht. Verantwortlich dafür ist das engagierte Mittelfeld um Plasil, Jiracek und Pilar. Durch diese Spieler haben die Tschechen gegenüber den kommenden Gegnern aus Polen und Griechenland einen Vorteil im Spielaufbau. Die Abwehrleistung ist schwer zu beurteilen, da Russland extrem gut und schnell spielte und bei fast jedem Abschluss ein Tor erzielen konnte. Die Formschwäche von Rosicky und der wirklich schlechte Baros sollten die größten Sorgen des Teams sein.

 

 

Niederlande
Die Elftal zeigte im Spiel gegen Dänemark ein Paradebeispiel dafür, wie man sich selbst besiegt. Zwar kam das Team immer wieder zu Chancen, doch viel zu häufig wurden die Angriffe unkonzentriert zu Ende gespielt. Robben und Sneijder suchten zu früh den Abschluss oder versuchten mit unnötig komplizierten Bällen ihre Mitspieler in Szene zu setzen, welche dann bei der Annahme Probleme mit dem Ball oder ihren Füßen hatten. Gegen ein schwaches dänisches Team ein enttäuschender Auftakt. Das erste rote Licht des Turniers.

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