Ein Mal Sechs: Die Gesichter der Saison

17. Juni 2013Felix> Bundesliga, | Zwei mal Sechs

Die 50.Saison der Fuballbundesliga ist zu Ende und hat mit dem Champions League Finale zwischen Borussia Dortmund und Bayern München ein schönes Geschenk bekommen. Felix fasst zusammen, wer für ihn die 6 prägenden Gestalten der abgelaufenen Spielzeit waren.

 

In der Rubrik “Zwei mal Sechs” stellen zwei Autoren ihre persönliche Top 6 zu einem bestimmten Thema auf und präsentieren sie in aufsteigender Reihenfolge, beginnend mit dem 6.Platz.

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Die Gesichter der Saison 2012/2013

von Felix

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Du-weißt-schon-Wer (VfL Wolfsburg)

Leider vergisst man so schnell, was am Anfang der Saison passierte. Dennoch muss an den Sturz des dunklen Lords von Wolfsburg erinnert werden. Der finstere Du-weißt-schon-Wer kam nach einem kurzen Ausflug nach Gelsenkirchen zurück nach Niedersachsen, um Angst und Schrecken zu verbreiten, Punkte zu sammeln und die Champions League zu gewinnen. Dummerweise reichte es diesmal nur für Angst und Schrecken. Er, dessen Name nicht genannt werden darf, wurde von seinen eigenen Spielern so arg boykottiert, dass die Wölfe nicht nur keine Spiele gewannen, sondern einfach keine Tore mehr schossen. Was zum Ende seiner zweiten Terrorherrschaft führte.

 

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Jens Keller (Schalke 04)

Totgesagte leben länger. In diesem Fall musste man dazu feststellen: Totgesagte kontern besser. Jens Keller übernahm im Dezember unter allgemeinem Gestöhne und Kopfschütteln das Amt des Schalketrainers von Huub Stevens und übernahm eine ideenlose und defensiv anfällige Mannschaft. Nur 6 Monate später ist Keller, bis März fast durchgehend Favorit auf die nächste Trainerentlassung, gefeierter Trainer einer ideenlosen und defensiv anfälligen Mannschaft, die den besten Konterfußball der Liga spielt. Für das Finden einer neuen Stärke und das Ignorieren bekannter Schwächen wurde er von Hotte und dem Wurstkönig mit einem neuen Vertrag belohnt. Weil Effenberg, Veh, Di Matteo, Mourinho und viele andere nicht wollten er immer erste Wahl war. Nicht schlecht für einen Trainer, der nie eine Chance bekam.

 

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Stefan Kießling (Bayer Leverkusen)

Während Nicolai Müller, Dennis Aogo und Sidney Sam sich aus irgendeinem Grund mit der Nationalelf in Florida rumdrollen bleibt  der Torschützenkönig der Bundesliga zu Hause. Bereits im Herbst erklärten wir einem Artikel, warum. Dennoch darf der Mittelstürmer in dieser Liste nicht fehlen, schließlich hat er in der vergangenen Spielzeit die meisten Tore erzielt und war deshalb mediales Dauerthema. Kießling ist und bleibt ein sehr guter Bundesligaspieler, doch für mehr reicht es nicht. Das darf er, dank seiner 25 Saisontore, nächstes Jahr in der Champions League selbst feststellen.

 

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Tim Wiese (1899 Hoffenheim II)

Was hatten wir dieses Jahr für einen Spaß mit dem Torwart von Werder Bremen 1899 Hoffenheim der BILD-Zeitung. Wiese wechselte in den Kraichgau um am Ende seiner Karriere nochmal richtig zu kassieren Europa League zu spielen und brachte in den ersten Spielen (0:4 im DFB-Pokal, 0:4 gegen Frankfurt) erstaunlich schlechte Leistung. Als er sich stabilisierte, ignorierte man dies weitgehend und bescheinigte ihm mangelnde Motivation und Leistung. Was folgte waren Verletzung, Rückkehr, Suspendierung, Karnevalsschlägerei, Kraftraumverbannung und schließlich die Degradierung zum fünften Torwart der TSG (hinter Casteels, Gomes, Grahl und einem Typen, der nicht zu fett war und zufällig Handschuhe dabei hatte). Wer hätte Gedacht, dass unsere Auszeichnung für den geilsten Typ in der Disko Wieses größter Erfolg in dieser Saison bleiben würde?

 

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Thomas Schaaf & Klaus Allofs (Werder Bremen)

Seit 1999, als wir noch in D-Mark zahlten, der letzte Titel der DFB-Elf erst 3 Jahre her war und Lothar Matthäus noch Bälle in der Bundesliga statt osteuropäische Teenager in Diskotheken jagte, traten die beiden ihren Dienst an der Weser an und gewannen umgehend den DFB-Pokal. Es folgte eine wunderbare Geschichte mit 3 Pokalsiegen, einer Meisterschaft, vielen schönen Spielen in allen Wettbewerben und einem dicken Brasilianer. Die Saison 2012/2013 brachte das Ende für DAS Trainer/Manager Gespann des deutschen Fußballs. Allofs schaffte den Absprung nach Wolfsburg, Schaaf war, nach der dritten miesen Rückrunde in Folge, ohne die Rückendeckung des Managers nicht mehr zu halten. Werder Bremen hat in diesem Jahr ein großes Stück Identität verloren, aber die Chance auf einen richtigen Neuanfang gewonnen.

 

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Jupp Heynckes (Bayern München)

Jupp Heynckes ist mit 68 auf dem Höhepunkt seiner unglaublich durchschnittlichen Trainerkarriere angekommen und hat es dabei geschafft, in den Trainerolymp aufzusteigen. Zusammen mit Happel, Hitzfeld und Mourinho gehört Heynckes zu den erlesenen Trainern, die mit zwei verschiedenen Teams die Champions League/Europapokal der Landesmeister gewonnen haben. Was angesichts der Tatsache, dass zwschen 1998 und 2009 nichts Erwähnenswertes (mal in Schalke und Mönchengladbach nachfragen) von dem Trainer kam, wirklich bemerkenswert ist. Erst Jürgen Klinsmanns mitleiderregende Planlosigkeit ebnete Henyckes den Weg zurück in die Bundesliga. Vom Notnagel der Bayern zum Talentschmied bei Leverkusen mauserte sich Heynckes erneut zu einem Spitzentrainer der Liga und nun zum besten Europas (zumindest auf dem Papier). Gutgemeinter Tipp: Das wäre jetzt ein wirklich guter Zeitpunkt, seine Karriere zu beenden.  Bloß nicht versuchen, Hertha BSC vor dem Abstieg zu retten!

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