Ein richtiger Montag: 10 Bayern und 1 Robben

11. Februar 2013StephanBlogs, | Ein richtiger Montag

Montags sieht das Leben immer ein bißchen düsterer aus – für unsere Autoren sogar ganz, ganz dunkel! Darum teilen sie jeden Montag ihre Gedanken mit der Welt. Und diese kann sicher sein, dass uns wirklich Nichts gefallen wird.

Heute ist wieder so ein richtiger Montag!

Bislang liest sich das Jahr 2013 für die Bayern nicht schlecht: 4 Spiele, 4 Siege und 11:0 Tore. Im Topspiel am Samstag Abend gegen den Schalke 04 war wieder eindrucksvoll zu erkennen, warum die Münchener dieses Jahr die Meisterschaft bereits vor dem 28. Spieltag besiegeln. Und das vollkommen zu Recht.

Bereits vor der Saison deutete sich dieses Unheil an, denn die Bayern verpflichteten nicht nur in jedem Mannschaftsteil einen sehr guten Spieler, sondern belebten damit auch die Konkurrenzsituation untereinander. Besonders im Mittelfeld hat Jupp die Qual der Wahl: Schweinsteiger, Martinez, Luis Gustavo, Kroos, Müller, Ribery, Shaqiri und Robben sind Topspieler, von denen maximal 5 in der Startelf stehen. Drumherum hat Jupp ein Spielsystem gebastelt, dass arg an das Spiel des FC Barcelona erinnert: ständiger Ballbesitz, totales Pressing bei Ballverlust und unzählige Pässe im Mittelfeld bevor der tödliche Ball gespielt wird. Und jeder spielt für die Mannschaft und das große Ganze.

Wirklich jeder? Am Samstag stand Arjen Robben nach einer Verletzungspause wieder auf dem Platz, die man ihm auch sofort anmerkte: Er war ein Fremdkörper im perfekten Spiel der Bayern. Während man vor 2-3 Jahren noch entzückt war, wenn er zum Dribbling ansetze, drei Gegenspieler vernaschte, um dann den Ball mit einem satten Linksschuss einzunetzen, löst dies seit einem Jahr doch nur noch pures Entsetzen aus. So auch im Topspiel gegen Schalke: Robben bekommt den Ball, dribbelt sich Richtung Eckfahne, kommt nur an einem Spieler vorbei, versucht nach innen zu ziehen und verfehlt das Ziel – so sahen alle Aktionen des Holländers aus.

Wirklich alle? Es soll nicht unerwähnt bleiben, dass Arjen ein Tor vorbereitet hat. Doch wenn man genau hinsieht, verspringt ihm der Ball bei der Annahme und er muss ihn deswegen mit der Pike zu Gomez spitzeln, um nicht komplett wie ein egoistischer Arsch zu wirken – denn kurz zuvor wollte Arjen den Ball mit dem Aussenrist über Timo Hildebrand schlenzen, anstatt dem besser postierten Mario ein Tor nach langer Verletzungspause zu schenken.

So steckte am Samstag bei Arjen Robben in jeder seiner Aktionen Egoismus, der bei diesen Bayern in diesem System einfach nichts mehr zu suchen hat.

Und es sind noch 5 Tage bis zum Wochenende!

1 comment zu “Ein richtiger Montag: 10 Bayern und 1 Robben”

  1. Metal · 11. Februar 2013 Antworten

    Fast eine Wohltat, mal so eine offene Kritik über einen “eigenen” Spieler zu lesen. Wenn man sowas einem Bayernfan versucht, zu erklären, bekommt man meist das Gefühl, blasphemisch gewesen zu sein.

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