Ein richtiger Montag: Die Trainerkiller schlagen zu!

17. Dezember 2012FelixBlogs, | Ein richtiger Montag

Montags sieht das Leben immer ein bißchen düsterer aus – für unsere Autoren sogar ganz, ganz dunkel! Darum teilen sie jeden Montag ihre Gedanken mit der Welt. Und diese kann sicher sein, dass uns wirklich Nichts gefallen wird.

Heute ist wieder so ein richtiger Montag!

Ein Heimspiel gegen Freiburg muss man gewinnen. Ernsthaft, die Truppe aus dem Schwarzwald ist ganz nett, und wenn man da auswärts nur einen Punkt holt, dann kann das mal passieren. Die sind ja nicht ganz blind. Aber ein Heimspiel gegen Freiburg muss man gewinnen. Unterm Strich ist es doch nur der SC Freiburg.

Diese Meinung ist gleichsam falsch und bundesweit vertreten. In Gelsenkirchen, in Wolfsburg, in Leverkusen. Wie ich darauf komme? Weil die Mannschaft von Christian Streich, von ihren Gegnern nie ganz ernst genommen, sich in diesem Jahr als absoluter Trainerkiller entpuppt hat. Im April war es zunächst der eigene Ex-Trainer, der von Cedric Makiadi & Co. aus dem Amt geschossen wurde. Robin Dutt war bei Bayer Leverkusen nicht mehr zu halten, nachdem seine Mannschaft das Heimspiel gegen den SC mit 0:2 verloren hatte.

Ähnlich erging es ein halbes Jahr später Felix Magath in Wolfsburg. Die letzten Spiele waren nicht gut gelaufen, doch zum Glück stand ein Heimspiel gegen diese lächerlichen Freiburger an. Da kann man die Wende schaffen, denn gegen Freiburg sollte man zu Hause gewinnen. Es kam anders: Wieder gewann der SC mit 2:0, wieder war der Trainer nur wenige Tage später seinen Job los. Das zweite Opfer von Christian Streich und seiner Breisgaubande.

Auch Schalke 04 trachtete am Wochenende danach, eine kleine Krise mit einem Heimsieg zum Jahresabschluss vergessen zu machen. In der Arena spielt der Gegner ohnehin keine große Rolle, noch dazu war es nur der SC Freiburg. Doch um zum Jahresabschluss noch einmal eine perfekte Vorstellung als Zugabe zu geben, übertrafen die Freiburger sich selbst: Sie schossen nicht nur zwei, sondern drei Tore. Und die Entlassung des gegnerischen Trainers ließ keine 24 Stunden auf sich warten.

Das Jahr 2012 endet bald und einige Trainer werden aufatmen, weil die Freiburger Trainerkiller es nun deutlich schwerer haben werden, in der  Liga für neue Arbeitsplätze sorgen. Denn das Team überwintert auf Tabellenplatz 5. Und 2013 wird keiner mehr so blöd sein, zu glauben, dass es „nur“ der SC Freiburg ist.

Und es sind nur noch 7 Tage bis Weihnachten!

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