Ein richtiger Montag: Ein ärgerlicher Derbysieg

22. Oktober 2012FelixBlogs, | Ein richtiger Montag

Montags sieht das Leben immer ein bißchen düsterer aus – für unsere Autoren sogar ganz, ganz dunkel! Darum teilen sie jeden Montag ihre Gedanken mit der Welt. Und diese kann sicher sein, dass uns wirklich Nichts gefallen wird.

Heute iss wieder so’n richtigen Montach!

Samma, watt war datt denn am Wochenende für’n Derby? Ich mein, datt mich datt getz‘ nich so furchtbar glücklich macht, kannse schon sehen wenne dir ankucks, watt ich am Freitach für datt Ding getippt hab‘. Bin ich nich‘ stolz drauf, dachte abber, ich kenn‘ meine Knappen so gut, datt ich weiß watt kommt. Pustekuchen!

Es gab zwar wirklich einen ungefährdeten Erfolg, allerdings, völlig überraschend, für die Gastmannschaft. Eine Sache, die vor dem Spiel total unmöglich erschien. Warum? Fangen wir bei den Trainern an: Ich bin ein großer Fan von Huub Stevens, habe aber häufig den Eindruck, dass der Mann noch mit einem Bein in den Neunzigern steht und dort während seiner Karriere nicht mehr weg kommen wird. Auf der Gegenseite Jürgen Klopp, der mit einem Bein in den 2020ern steht und darüber hinaus mit einer Hand in einem Topf voll Gold. Aber stattdessen greift diese Hand von Jürgen Klopp am Samstag voll ins Klo und zieht dort ein 3-5-2 heraus, dass den Dortmundern mindestens die erste halbe Stunde gekostet hat.

Dann finden wir bei Dortmund Spielertypen wie Kehl, Großkreutz oder Schieber. Kämpfertypen, die für solche Spiele geboren wurden. Setzt man bei Schalke Afellay, Holtby und Farfan dagegen,  hat man nicht das Bild von ständig grätschenden Dauerläufern im Kopf. An diesem Samstag: Auch falsch! Schalkes offensives Mittelfeld hat vorbildlich gekämpft, geackert und dagegen gehalten. Holtby musste mit Krämpfen ausgewechselt werden. Kehl hingegen musste mit Leistungsproblemen vom Platz, Großkreutz ist einfach völlig außer Form und bei Julian Schieber hat es auch nur für eine gelbe Karte gereicht.

Letztlich finden wir die wendige Dortmunder Offensive, die auf die großen, aber ein wenig hüftsteifen, Schalker Innenverteidiger Matip und Höwedes trifft. Im Grunde ein klarer Vorteil für den BVB. Nicht so am Samstag: Nur ein einziges Mal in 90 Minuten konnte Marco Reus er selbst sein und an der Schalker Abwehr mit Ball vorbeilaufen. Ansonsten gewannen Benni und Joel absolut jeden Zweikampf, wenn es notwendig war.

Am Ende steht die beste Schalker Derbyleistung seit Jahren und eine verletzungsgeschwächte, aber geschlagene Borussia, die ihre eigene Versicherungskampfbahn als Verlierer verlässt. Und trotzdem muss ich mich ärgern: Über meinen dämlichen Tipp von Freitag.

Und es sind noch 5 Tage bis zum Wochenende!

 

 

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