Schweizerschießen

20. Juni 2014Felix> WM 2014, Gruppe E, Live-Blogs

Das Duell der europäischen Teams in Gruppe E können beide Seiten gelassen angehen: Die Schweiz gewann ihr erstes Gruppenspiel gegen Ekuador mit 2:1, Frankreich spielte überzeugend und schlug Honduras mit 3:0. Bleibt zu hoffen, dass sich nicht beide einfach hinsetzen und warten, bis dieses Spiel vorbei ist.

 

spiel

 

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Freitag, 21.06.2014, 21:00 Uhr, Salvador

Schweiz – Frankreich 2:5

0:1 Giroud (17.), 0:2 Matuidi (18.), 0:3 Valbuena (41.), 0:4 Benzema (67.), 0:5 Sissoko (73.), 1:5 Dzemaili (81.), 2:5 Xhaka (87.)

 

- Anpfiff -

Mehmedi und Seferovic, die ihre Mannschaft nach dem Schäumli-Skandal als Einwechselspieler zurück ins Spiel schossen, spielen beide von Beginn an. Frankreich setzt mit Karim Benzema und Olivier Giroud auf zwei richtige Neunen.

1.Minute
Es geht los in Salvador, wo die Zuschauer nur europäische Mannschaften zu sehen bekommen. Zuvor spielten hier Spanien – Niederlande und Deutschland – Portugal.

4.Minute
Endlich ist auch bei den Gegnern mit Paul Pogba ein Akteur dabei, der sich selbst genauso geil findet wie Xhaka und Behrami. Die Ekuadorianer waren alle nicht fame genung.

7.Minute
Bei dem Versuch, was auch immer zu machen, zertrümmert Olivier Giroud Steven von Bergen das Nasenbein.

11.Minute
Von Bergen muss blutend das Feld verlassen. Stattdessen bilden nun Djourou und Senderos die Nicht-gut-genug-für-Arsenal-Abwehr.

17.Minute – Tor für Frankreich!
Bei einer Ecke springt Giroud fünf Meter hoch und macht den schönsten Kopfballtreffer der Fußballgeschichte, der nicht von Kalle Riedle erzielt wurde.

18.Minute – Tor für Frankreich!
In einem Moment totaler Entspannung schickt Behrami mit einem Fehlpass Benzema in den freien Raum. Der legt ab auf Matuidi, der ebenso entspannt ins kurze Eck schießt.

23.Minute
Bisher gab es in Salvador nicht nur ausschließlich europäische Duelle, sondern auch ausschließlich Kantersiege (5:1 & 4:0). Die Franzosen sind auf einem guten Weg.

30.Minute
Beim ersten Schweizer Angriff, in dem nicht 4 Spieler zentral in einem Pulk auf Tor zu rennen, fällt fast das 1:2. Voll gut, wenn nicht alle selbst das Tor machen müssen.

32.Minute – Elfmeter für Frankreich!
Karim Benzema nimmt im Strafraum den Kopf runter und rennt ins Toraus. Das ist Djourou zu langweilig, er tritt dem Franzosen in die Hacken. Benaglio hält den Ball von Benzema, Cabaye trifft im Nachschuss nur die Latte. Glück im Unglück Dummsein für die Eidgenossen.

38.Minute
Die Schweiz spielt eine bessere erste Hälfte als gegen Ekuador. Blöd nur, dass sie heute einen Gegner haben, der die chronische Schlampigkeit einzelner Spieler viel besser ausnutzt.

41.Minute – Tor für Frankreich!
Bei diesem Tor spielen die Schweizer alle ihre Schwächen grandios aus. Bei einer Ecke stehen alle im Strafraum (klar, jeder muss das Tor machen), der Standard wird ungenau ausgeführt und dann verlässt sich jeder darauf, dass ein anderer den bildschönen französischen Konter unterbindet. Valbuena vollendet das perfekte Gemälde französischer Klasse und schweizer Beschränktheit.

Halbzeit
Die Schweiz scheint mit dem Anspruch in die Partie gegangen zu sein, mit den Franzosen mitspielen zu wollen. Das bekommen sie gegen einen technisch starken und disziplinierten Gegner nicht ansatzweise hin. Individuelle Fehler kosten die Schweizer ein Spiel, in dem sie eigentlich gute Ansätze zeigten.

46.Minute
Behrami darf nun auf der Bank statt auf der Sechs das Nirvana suchen.

52.Minute
Dafür, dass die Schweizer fast 90 % ihrer Pässe quer spielen, verlieren sie dabei bemerkenswert oft den Ball.

58.Minute
Frankreich hat beschlossen, die Sache jetzt zuende zu stehen.

60.Minute
Dennoch hat das Team die erste gute Chance der zweiten Halbzeit. Nachdem Djourou einen Querpass senkrecht in den Abendhimmel donnert und Senderos anschließend mit dem Hinterkopf klären will, fällt fast das 4:0.

65.Minute
Debuchy unterschätzt eine schweizer Flanke und eröffnet dabei Mehmedi die Möglichkeit, frei im Sechzehner das 3:1 zu machen. Er kloppt das Ding mit dem falschen Fuß aufs Tribünendach.

67.Minute – Tor für Frankreich!
Senderos macht bei einer halbhohen Flanke aus dem Halbfeld den Heiko und schlägt ein Luftloch. Benzema tunnelt volley Benaglio. So dumm! So schön!

73.Minute – Tor für Frankreich!
Jetzt wollen die Schweizer das zuende stehen. Immer steht ein Franzose frei, in diesem Fall Sissoko, der das 5:0 macht.

77.Minute
Frankreich lässt jetzt lustig den Ball laufen, umkurvt die Schweizer Slalomstangen und will noch ein Tor. Drei Mal innerhalb von 30 Sekunden verhindert Benaglio das halbe Dutzend.

81.Minute – Tor für die Schweiz!
Dzemaili probiert es bei einem Freistoß aus 25 Metern flach und direkt. Der Mauer ist das egal, Lloris sieht es zu spät.

86.Minute
Was kann man heute abend Positives über die Schweizer sagen? Nun, die Flagge ist ein großes Plus…

87.Minute – Tor für die Schweiz!
Inler lupft einen Ball in den Strafraum, auch das ist den Franzosen egal, Xhaka vollstreckt volley und dreht jubelnd ab. Super, Granit!

90.Minute
Salvador da Bahia hat erneut geliefert – in den bisherigen 3 Spielen sind dort 17 Tore gefallen. Freuen wir uns auf Spiel 4: Bosnien & Herzegowina gegen Iran.

93.Minute
Als Benzema das 6:2 macht, pfeift Kuipers ab. Das gibt’s sonst nur bei PES. Benzema wird bereits das zweite Tor im Wettbewerb geklaut.

 -Abpfiff -

Schweiz – Frankreich 2:5

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Frankreich deklassiert fahrlässige Schweizer

In ihrem zweiten Gruppenspiel musste die schweizer Nati eine herbe Niederlage einstecken. Nach einem von individuellen Fehlern geprägten ersten Durchgang lag die Mannschaft bereits zur Pause mit 0:3 zurück. War man beim 0:1 durch Giroud (17.) noch machtlos, waren die folgenden Tore durch Matuidi (18.) und Valbuena (41.) durch eigene Nachlässigkeit zustande gekommen.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit warteten die Franzosen erste eine Viertelstunde ab, kamen dann aber durch den überragenden Benzema (67.) und Sissoko (71.) zu weiteren Chancen und Toren. Trotz der späten Treffer durch Dzemaili (81.) und Xhaka (87.), die das Ergebnis dem Spielverlauf entsprechender machten, muss die Schweiz nun um das Weiterkommen bangen. Frankreich (2 Siege, 8:2 Tore) hingegen muss nun zu den Turnierfavoriten gezählt werden.

 

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