Robin Hood aus Niedersachsen.

31. Oktober 2011FelixBlogs

Wer kennt ihn nicht, den Rächer der Enterbten, den Beschützer von Witwen und Waisen. Ein Mann, der unter grausamer Tyrannei des Königs die Reichen bestohl und beraubte um die Beute als Almosen unter den Armen zu verteilen? Robin Hood, bekannt aus unzähligen Geschichten, Filmen oder anderen verklärenden Werken. Und immer, wenn die Gesellschaft solche Helden braucht ist genügend Gelegenheit gegeben in solche Rollen zu schlüpfen.

Und es begab sich zu der Zeit, als das Land unter gähnender Langeweile ächzte und die Dominanz des bösen Königs Jupp III. von Bayern jegliche Spannung zu ersticken drohte. Ganz Deutschland schien sich dem machtbesessenen und torhungrigen König zu unterwerfen, denn hatte er nicht nur den begabten General Schweinsteiger, der sein Heer klug führte, und den begnadeten Schützen Mario, der seinen Gegner aus jeder Lage treffen konnte; sondern auch noch mächtige Söldner aus Frankreich und Holland und Brasilien, welche die Interessen des Königs auf Fußballplätzen in ganz Europa vertraten. Und eines Tages verlangten es die Pläne der allmächtigen DFL, dass die Bayern versuchen sollten das Land auf der anderen Seite der Leine zu erobern. Doch König Jupp war gewarnt: In diesem Gebiet sollte ein Unhold hausen, welcher den Reichen die Punkte stahl um sie an die Armen zu verteilen. Bereits Jürgen der Charismatische aus Dortmund und Thomas der Unvergängliche aus Bremen kehrten beraubt und mit leeren Taschen zurück aus jener Stadt, die den Namen “Hannover” trug.

Unter der Führung eines jähzornigen Portugiesen versuchte dort eine Gruppe von Gescheiterten und Ungeliebten Woche um Woche die Großen und Mächtigen um Punkte zu erleichtern, um sie anschließend an die weniger Priviligierten zu verteilen. Denn ihre Tatktik war der Hinterhalt und ihre Waffe die Überraschung, und wenn sich ihre Gegner selbst versteckten, so war die Bande von Mirko dem Verkannten bereit, sie ziehen zu lassen. Präsentierte man sich jedoch stolz auf dem Schlachtfeld, wie es die Schergen von König Jupp III. so häufig getan hatten, war es den wilden 96 ein Leichtes ihnen die Punkte abzujagen. Und so geschah es, das Wächter Manuel das erste mal seit langer Zeit überwunden werden konnte und Mirko der Verkannte mit seinem jähzornigen Portugiesen König Jupp III. von Bayern seine Punkte stehlen konnte.

Wie immer bei den wilden 96 zog der Raub einen Akt der Milde nach sich, denn nur eine Woche später warf man die Beute Lucien dem Zögerer vor die Füsse, der sich besser verstecken konnte als jeder andere im Land. Wie schon die Punkte, die man den Heeren von Dortmund und Bremen stehlen konnte und hinterher an die mitleiderregenden Mainzer, Berliner und Kölner verteilte, blieben die Punkte auch diesmal nicht lange in Hannover. Deshalb sind die wilden 96 ein Vorbild in diesen schweren Zeiten. Sie sind Robin Hood aus Niedersachsen.

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Weisheit 11 aus unserem Adventskalender:  “Do not say the cat is in the sack when the cat is not in the sack. (Giovanni Trapattoni)”

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