Unterwegs mit Ultras (Teil 2)

7. Dezember 2012Felix> Bundesliga

Gewaltbereitschaft und gewalttätige Fans sind derzeit das beständig wiederkehrende Thema in Gesprächen rund um den deutschen Fußball. Häufig fällt in diesem Zusammenhang der Begriff „Ultra“. Um Vorurteile abzubauen, oder zu bestätigen, haben wir ein Interview mit Birgit B. (Name von der Redaktion geändert) (24) geführt, die einige Jahre die Ultras eines Bundesligisten hautnah miterleben durfte.

 
Teil

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1: Gruppenstruktur und Polizei

Teil 2: Ideologie und Gewalt

 

Doppelsechs: Frau B., in Teil 1 haben von Ihnen erfahren, dass die Ultras sich aus allen Gesellschaftsschichten zusammensetzen, es innerhalb der Gruppe klare Strukturen gibt und die Atmosphäre sehr freundschaftlich ist. Zudem haben wir über die schwierige Beziehung zur Polizei gesprochen. Das alles charakterisiert den Sonderstatus der Gruppen aber nicht. Was macht die Ultras zu dem, was sie sind?
Birgit B.: Einfach ausgedrückt: extreme Loyalität zu ihrem Verein.

 

Sie nennen es „extreme Loyalität“. Kann man es auch ideologische Verblendung nennen?
Nein so würde ich das nicht sagen, Loyalität ist der richtige Ausdruck. Nicht nur gegenüber dem Verein, sondern auch der Gruppierung. Man hält sich an das, was der Vorstand sagt, glaubt an die Gemeinschaft.

 

Nennen Sie uns ein paar Beispiele.
Puh…. Man muss sich klarmachen, dass für einen Ultra der eigene Verein über alles geht: Über das Privatleben, über persönliche Interessen, in krassen Fällen sogar über die eigene Gesundheit.

 

“Ultras sind bereit, dafür einzustehen, dass ihr Verein und die Gruppe immer und überall der Beste und das Nonplusultra sind.”

 

Wie meinen Sie das?
Ultras sind bereit, dafür einzustehen, dass ihr Verein und die Gruppe immer und überall der Beste und das Nonplusultra sind. Und diese Bereitschaft geht weit über die Leistungen der Mannschaft auf dem Fußballplatz hinaus: Ein Ultra prügelt sich auch, um die Überlegenheit seines Vereins und der Gruppe zu demonstrieren. Er zeigt nach außen hin, wozu er gehört und ist stolz darauf.

 

Wird Fußball also als Vorwand genommen, um sich zu prügeln und an Schlägereien teilzunehmen?
Ja und Nein. Von außen betrachtet mag es manchmal so rüber kommen, aber die Ultras würden dies strikt ablehnen. Sie suchen keinen Vorwand um sich zu prügeln. Vielmehr ist es umgekehrt: Sie wollen sich nicht unbedingt schlagen, aber für ihren Verein würden sie es tun. Es geht darum, der Überlegenheit des eigenen Vereins auf allen Kanälen Ausdruck zu verleihen und das geschieht am häufigsten durch Präsenz bei Auswärtsspielen und großartige Stimmung im Block. Aber es gibt natürlich auch Fälle in den die Emotionen von Anfang an hoch kochen und es zu Gewaltausbrüchen kommt.

 

Die Fans, die den Fußball als Anlass zu Gewaltausbrüchen nehmen, ohne dass das eigentliche Spiel eine große Rolle spielt, werden Hooligans genannt. Vermischen sich die beiden Gruppen?
Teilweise ist das so. Es gab in der Gruppe beide Typen von Fan: Der Ultra, dem es in erster Linie um den Fußball geht, und der Gewaltsuchende, der zwar auch an die Ideale der Ultras „glaubt“ aber häufig die Fans anderer Mannschaften als Feindbild betrachtet und dementsprechend auftritt.

 

“Eines Tages gab es einen Angriff von Fans eines rivalisierenden Vereins und eine Prügelei brach aus, wir wurden mit Flaschen beworfen und sie hatten Baseballschläger.”

 

Sie haben vorhin davon gesprochen, dass es ein starkes Gemeinschaftsgefühl in der Gruppe gab, das auch die unausgesprochene Pflicht zur Teilnahme an Auf- und Abbau beinhaltet. Gibt es einen solchen Druck auch für die Teilnahme an Prügeleien?
Teilweise. Von Mitgliedern des „harten Kerns“ wird erwartet an vorderster Front dabei zu sein, wenn es zur Sache geht. Jüngere Mitglieder und der Großteil der Frauen sind davon ausgeschlossen, sie werden eher abgeschirmt, wenn möglich. Schwierig wird es erst, wenn man bei einem Angriff abhaut. Mein damaliger Freund war ein Mitglied im harten Kern der Gruppierungen. Eines Tages gab es einen Angriff von Fans eines rivalisierenden Vereins und eine Prügelei brach aus, wir wurden mit Flaschen beworfen und sie hatten Baseballschläger. Davor ist er dann zurück gewichen und ist in Deckung gegangen. Von diesem Tag an war er bei vielen in der Gruppe geächtet.

 

Waren Sie selbst jemals in einer ähnlichen Situation involviert?
Nein. Ich habe mich und wurde auch aus allem raus gehalten. Wenn es doch mal brenzlig wurde, hatte ich immer ein bis zwei Leute um mich herum, die mich aus der Gefahrenzone gebracht haben, oder mich im schlimmsten Fall verteidigten.

 

Wir haben nun über die entstehende Gewalt und ihre Gründe gesprochen. Sehen Sie denn auch positive Aspekte der Ultraverbände?
Auf jeden Fall. Die Ultras bieten jungen Leuten ein Umfeld mit relativ klaren Strukturen. Es gibt viele Projekte, die von den Ultras organisiert werden. Etwa Fußballturniere oder gemeinsame Aktivitäten. Es wird immer wieder betont, wie wichtig es ist, eine gute Ausbildung zu haben und mit der Schule weiterzumachen. Bei Auswärtsfahrten mit einem gecharterten Bus müssen Minderjährige auch die Erlaubnis der Eltern einholen.

 

Diesen Jugendlichen werden dann aber auch die Ideologie, dass der eigene Verein über allem steht und der Hass auf die Polizei mitgegeben?
Das ist die Kehrseite der Medaille, dass sehen Sie ganz richtig. Die Ultras sorgen zwar dafür, dass Heranwachsende, ein freundschaftliches Umfeld erhalten, in dem sie sich entfalten können. Aber diese Leute nehmen das Gedankengut auch unkritisch auf. Das birgt die Gefahr, dass sie nicht mit genug Distanz auf negative Aspekte blicken.

 

Gibt es ein Problem mit Rechtsextremismus unter den Ultragruppierungen?
Soweit ich das beurteilen kann: Nein. In der mir bekannten Gruppe gab es eher extrem Linke.

 

Die extremen Positionen sind also die Loyalität zum eigenen Verein und der Gruppe, sowie und der Hass auf die Polizei und bestimmte andere Vereine?
Das kann man so sagen.

 

Am kommenden Dienstag geht es weiter mit dem letztenTeil des Interviews, in dem wir über einen Spieltag aus Sicht der Ultras sprechen.

 

<<zum vorherigen Teil zum nächsten Teil>>

1 comment zu “Unterwegs mit Ultras (Teil 2)”

  1. blah · 14. Dezember 2012 Antworten

    “Es wird immer wieder betont, wie wichtig es ist, eine gute Ausbildung zu haben und mit der Schule weiterzumachen.”

    wow…. :rolleyes: … noch plattere und hohlere Allgemeinplätze kann man doch kaum bedienen.

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