Werder Bremen – 1899 Hoffenheim

4. Mai 2013FelixLive-Blogs, Live-Blogs

Wir nehmen die rote Laterne vom Haken und räumen im Keller auf: Der 32.Spieltag bringt das vorentscheidende Duell im Abstiegskampf zwischen Bremen und Hoffenheim. Wenn Werder gewinnt, haben sie den direkten Abstieg bereits vermieden. Sollte das Ding aber nach hinten losgehen, wird man an der Weser die nächsten 14 Tage damit verbringen, schreiend im Kreis zu laufen.

 

 

 

 

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Samstag, 04.05.2013, 15:30 Uhr, Bremen

Werder Bremen – 1899 Hoffenheim 2:2

1:0 Hunt (2.,Elfmeter), 2:0 de Bruyne (25.), 2:1 Schipplock (85.), 2:2 Schipplock (90.)

 

Bremen: Mielitz – Fritz (73.Gebre Selassie), Papasthatopoulos, Prödl, Ignjovski (82.Schmitz) – de Bruyne, Bargfrede, Kroos (85.Lukimya), Yildirim – Hunt, Petersen.

Hoffenheim: Casteels – Beck, Abraham, Vestergaard, Thesker – Rudy (66.Schipplock), Weis (76.de Camargo) – Volland, Salihovic, Johnson (46.Ludwig) – Firmino.

Vor’m Spiel
Tim Wiese hätte sich seine Rückkehr nach Bremen sicher anders vorgestellt als gar nicht. Immerhin kann er heute bei einer Niederlage so gut wie sicher absteigen und damit seine letztes eingeleitete sportliche und perspektivische Weiterentwicklung vollenden.

Das Hinspiel gewann Werder mit 4:1 und löste damit den ersten von drei Trainerwechseln im Kraichgau aus. Marko Arnautovic schoss dabei 3 Tore. Heute fehlt der Österreicher wegen massiver Einstellungsprobleme, die man in Bremen schon nach 3 Jahren erkannt hat.

1.Minute
Der DFB schickt einen seiner jüngsten Schiedsrichter in die Abstiegshölle. Interessante Entscheidung.

2.Minute – Elfmeter & Tor für Bremen!
Da haben wir schon die erste merkwürdige Situation. Abraham reißt de Bruyne an der Strafraumgrenze um, es gibt Elfmeter. Hunt verwandelt souverän zum 1:0.

6.Minute
Hoffenheim hat den ersten Schock verdaut und treibt das Spiel in die Bremer Hälfte. Die Grünen verteidigen wie gewohnt mit einem unstrukturierten Pulk von acht Spielern an der eigenen Strafraumgrenze.

9.Minute
Die Einstellung stimmt bei den Bremern. Alle wollen gleichzeitig helfen und werfen sich mit 3, 4 Mann auf den ballführenden Hoffenheimer.

14.Minute
Jetzt hat der Abstiegskampf angefangen. Das Spiel besteht nur noch aus Fehlpässen und Freistößen im Mittelfeld, Thomas Schaaf schreit alle an. Katastrophenidylle.

17.Minute
Sebastian Mielitz hat wieder mit seiner größten Schwäche zu kämpfen: Bälle, die auf sein Tor zufliegen. Im Duell der schlechtesten Torhüter der Bundesliga haben aber weder Casteels noch Mielitz bisher was furchtbar Dummes gemacht.

19.Minute
Aus der Bremer Kurve fliegen Papierkugeln aufs Feld. Was für das Europa League Finale gut genug ist, sollte auch für den Klassenerhalt reichen.

24.Minute
Was Erfahrung alles ausmachen kann: De Bruyne hat genau so viel Spaß mit Thesker auf seiner Seite wie Beck mit Yildirim auf der anderen. Beide Trainer bereiten schonmal die große Packung Goldbären für ihre Youngster vor.

25.Minute – Tor für Bremen!
Petersen blockt einen Befreiungsschlag mit seinem Körper, zieht in den Strafraum und legt ab auf de Bruyne. Dessen Schuss kann Casteels, mit einem langgezogenen NEEEEEEEEIN auf den Lippen, nicht halten.

29.Minute
Die taktischen Aufstellungen oben sind totaler Blödsinn. Das ist hier kein 4-4-2 oder ähnliches, sondern 22 Spieler, die sich voller Anspannung in Schüsse, Pässe und Gegner werfen.

30.Minute
Die Werderfans rächen sich für 31 Spieltage voller Schmähungen und singen “Ohne Wiese habt ihr keine Chance”.

34.Minute
Hoffenheim spielt gut mit und hätte mindestens ein Tor verdient gehabt, doch Bremen kämpft leidenschaftlich gegen die spielerisch überlegenen Gäste.

39.Minute
Jetzt ist allerdings der Punkt gekommen, an dem Hoffenheim genervt ist und unkonzentriert wird. Damit haben sie den Dauerzustand der Bremer Hintermannschaft erreicht.

40.Minute
Casteels kommt aus dem Strafraum gestürmt um einen langen Ball mit der Brust zu klären. De Bruyne erkämpft sich Kugel und schießt sie senkrecht in die Luft. Komödiantisch super gelöst von beiden!

44.Minute
Hoffenheim verliert gerade jeden Ball, jeden Zweikampf, den Faden, das Spiel und die Erstklassigkeit.

Halbzeit
Nach 3 überflüssigen Minuten Nachspielzeit gehen die Teams in die Pause. Bremen haut sich in jeden, jeden, jeden Zweikampf und wurde dafür mit einer Führung belohnt, die um ein Tor zu hoch ist. Hoffenheim blieb nur aufgrund seines zu komplizierten Spiels gegen die nach wie vor schwache Bremer Abwehr ohne Torerfolg.

46.Minute
Wiederanpfiff. Für ihn Johnson kommt Ludwig. Wer auch immer das ist. Vermutlich eines von diesen Jahrhunderttalenten, wie sie in Dietmar Hopps Fußballschule in Scharen herumlaufen.

49.Minute
Frankfurt führt 2:0 gegen Düsseldorf. In Bremen freuen sich alle. So ist Fußball schön.

53.Minute
Bremen hält sich genau an den Fahrplan und verliert in und vor der Abwehr jegliche Struktur. Hoffenheim weigert sich komplett, das zu nutzen. Nur Sebastian Rudy hat einen Plan, der aber anscheinend das 3:0 für Bremen und einen Vereinswechsel vorsieht.

58.Minute
Hoffenheim ist gerade dabei, die Flöte ins Korn zu werfen. Schade. Alle werden diesen Verein vermissen, wenn er absteigen. “Alle” steht hier für “Niemand”.

63.Minute
Auf ein kurzes Zucken der sterbenden TSG folgt fast das 3:0 der Bremer, das nicht fällt, weil Yildirim nicht ins Tor, sondern über den Ball tritt.

64.Minute
Was kann Sebastian Rudy eigentlich gut? Wo liegen seine Stärken? Warum spielt er Bundesliga?

67.Minute
Hat sich Markus Gisdol auch gerade gefragt und bringt Sven Schipplock für seine Fehlpassmaschine.

71.Minute
Bremens Abwehr präsentiert sich wie eine läufige Hündin und Hoffenheims Sturm wie ein impotenter Rüde. Das ist so traurig, weil es sonst so spannend werden könnte.

73.Minute
Wow! Was für eine unbeholfene Analogie! Etwa so sieht auch das Angriffspiel der Gäste aus.

80.Minute
Hoffenheim hat die Partie aufgegeben und konzentriert sich in den letzten Minuten darauf, gelbe Karten zu sammeln. Die Welle geht durch das Stadion.

85.Minute – Tor für Hoffenheim!
Assani Lukimya, das wandelnde Gegentor, ist nur wenige Sekunden auf dem Platz, als Schipplock frei vor Mielitz auftaucht und den Ball zum 2:1 ins Netz nagelt.

87.Minute
Die Fans von Werder feiern unbeirrt weiter. Hat das jemand mitbekommen, dass das nochmal spannend wird?

89.Minute
Werder bolzt die Bälle lang aus der eigenen Hälfte und Hoffenheim wieder hinein. Wie Tennis. Ohne Schläger. Mit einem größeren Ball.

90.Minute – Tor für Hoffenheim!
Vestergaard und Salihovic haben plötzlich keine Gegenspieler mehr und laufen munter durchs Mittelfeld. Sie bringen den Ball gefährlich in den Strafraum, wo Schipplock abstaubt.

Abpfiff
Als Bremen glaubte, sie führten bereits 4:0, fiel das schockierende 2:1. Bremen bleibt unten drin, weil sie nach großem Kampf zu Müde und Arrogant waren, das Spiel nach Hause zu bringen.

 

 

1 comment zu “Werder Bremen – 1899 Hoffenheim”

  1. Ute Klein · 4. Mai 2013 Antworten

    Das hat der Trainer von Bremen nicht verdient!

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