Zwei mal Sechs: Die besten Innenverteidiger der Bundesliga

23. November 2011Dominik> Bundesliga, | Zwei mal Sechs

In unserer Kolumne “Zwei mal Sechs” stellen unsere Autoren ihre persönliche Top 6 zum aktuellen Thema der Woche auf. Kopfball- und Zweikampfstärke, das sind die klassischen Merkmale eine gute Manndeckers. Irgendwann fiel der Libero weg, und plötzlich kamen Stellungsspiel und Schnelligkeit als Anforderung für die Position hinzu. Schließlich wurde die Viererkette als Abwehrformation unverzichtbar und aus Manndeckern wurden Innenverteidiger. Diese müssen heute neben ihren defensiven Aufgaben auch in den Spielaufbau miteingebunden werden. Wer diesen Job am besten erledigt, ist Gegenstand der heutigen “Zwei mal Sechs”: Felix und Dominik suchen die besten Innenverteidiger der Bundesliga.

 

doppel6felix

 

6. Dante (28 Jahre/Borussia Mönchengladbach)
Ob mit oder ohne Afro auf dem Kopf: Dante hat sich durch seine Leistungen auf dem Platz den sechsten Rang in meiner Liste gesichert. Der Brasilianer hat mittlerweile ein viel besseres Auge für Spielsituationen als bei seinem Debüt, das Kopfballspiel zählt zu seinen großen Stärken. Noch dazu ist er fußballerisch nicht schlecht und kann seiner Mannschaft damit im Spielaufbau helfen.

5. Benedikt Höwedes (23 Jahre/Schalke 04)
Trotzdem der Schalker Kapitän unter Huub Stevens häufig als Außenverteidiger auflief, gehört Benedikt Höwedes für mich zu den besten Innenverteidigern der Bundesliga. Der Grund hierfür ist vor allem sein Kopfballspiel: Kein anderer Spieler der Bundesliga verfügt über so viel Sprungkraft und Timing bei hohen Bällen wie Höwedes. Es ist schade, dass er in der Mitte noch häufig Abstimmungsprobleme mit seinen Nebenleuten hat, ansonsten wäre ein Platz weiter oben drin.

4. Naldo (29 Jahre/Werder Bremen)
Eigentlich ungewöhnlich, dass ein Bremer Spieler in dieser Liste auftaucht, aber Naldo gehört seit Jahren zu den besten Innenverteidigern der Bundesliga. Die seiner Größe von fast zwei Metern geschuldete Unbeweglichkeit macht der Brasilianer durch Erfahrung und Zweikampfstärke wieder wett. Zwar gehört Naldo nicht zu den besten Kopfballspielern, aber seine Schussgewalt lässt ihn zu einer wertvollen Option bei Freistößen werden. Seine Rückkehr ist ein erheblicher Faktor für den Bremer Aufschwung in diesem Jahr, sein Fehlen beim Auswärtsspiel in Mönchengladbach führte prompt zu fünf Gegentoren.

3. Daniel van Buyten (33 Jahre/Bayern München)
Auch der Belgier Daniel van Buyten beeindruckt durch seine Körpergröße (1,96 m). Umso verwunderlicher ist es, dass er am Anfang seiner Karriere bei Olympique Marseille als Außenverteidiger auflief. Heute ist van Buyten eine feste Größe unter den Innenverteidigern der Liga. Sein Einsatzwille und seine Zweikampfstärke sind außergewöhnlich, im Gegensatz zu Naldo verfügt der Bayernspieler darüber hinaus über ein starkes Kopfballspiel. Seine Erfahrung ist gerade bei knappen Spielständen extrem wertvoll. Dennoch leidet van Buyten, der nie der schnellste Spieler war, unter seinem Alter in puncto Antritt und Sprintfähigkeit.

2. Neven Subotic (22 Jahre/Borussia Dortmund)
Neben Jürgen Klopp ist Neven Subotic wohl der zweitwichtigste Mann, der von Mainz nach Dortmund gewechselt ist. Der Serbe ist fast unersetzlich im Abwehrverbund des deutschen Meisters und gehört zu den zweikampfstärksten Spielern der Liga. Darüber hinaus ist er extrem kopfballstark und beweglich, was ihm einen Vorteil gegenüber Naldo und van Buyten verschafft. Einziges Manko ist die mangelnde Erfahrung auf internationaler Ebene, wo Subotic den BVB durch vermeidbare Fehler einige Punkte kostete.

1.Mats Hummels (22 Jahre/Borussia Dortmund)
Mats Hummels ist der Partner von Subotic in der Innenverteidigung des BVB. Zwar kann Hummels in puncto Zweikampfstärke und Kopfballspiel seinem serbischen Kollegen nicht das Wasser reichen, trotzdem gehört er in beiden Kategorien zur Ligaspitze. Darüber hinaus hat er ein überragendes Stellungsspiel und technische Fähigkeiten, die ihm bereits einige Einsätze im Mittelfeld eibrachten. Kein Innenverteidiger der Liga ist in der Spieleröffnung so gut wie Mats Hummels. Seine präzisen langen Pässe sind ein Grundstein für das Dortmunder Konterspiel. Trotz ähnlicher Schwächen was die internationale Erfahrung angeht (Hummels agiert in Championsleague- und Länderspielen extrem nervös) ist er für mich der beste Innenverteidiger der Liga.

 

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 6. Dante (28 Jahre/Borussia Mönchengladbach)
Dante Bonfim Costa Santos oder eben kurz Dante fiel nicht nur aufgrund seiner Haarpracht auf. Der brasilianische Innenverteidiger wechselte aus Brasilien zunächst zum OSC Lille- Von dort aus zog es ihn nach Belgien zu Charleroi, bevor es 2007 zu Standard Lüttich ging, wo er im ersten Jahr direkt Meister wurde. Seit 2009 spielt Dante in der Bundesliga und hat der Abwehr von Mönchengladbach eine enorme Stabilität gegeben. Auch wenn er immer noch für den ein oder anderen Lapsus gut ist, so sind sein Kopfballspiel vorne wie hinten und seine Technik sehr gut ausgeprägt. Eine wichtige Stütze zum letztjährigen Klassenerhalt und dem diesjährigen Aufschwung und Platz 3 nach 13 Spieltagen.

5. Daniel van Buyten (33 Jahre/Bayern München)
Beim Belgier wechseln oftmals Licht und Schatten, er hat sich in dieser Saison aber wieder gefangen und präsentiert sich in ausgezeichneter Form. Ruhig, gelassen und souverän ist er in brenzligen Situationen zur Stelle. Sein starkes Zweikampfverhalten macht sein verbesserungswürdiges Stellungsspiel oftmals wett. Vorne sorgt van Buyten durch seine Kopfballstärke bei Standards immer für Torgefahr.

4. Neven Subotic (22 Jahre/Borussia Dortmund)
Einer der beiden Innenverteidiger, der für Dortmunds aufstrebende Zeit seit letztem Jahr verantwortlich ist. Ein Verteidiger der härteren Sorte, ohne jedoch unfair zu sein. Der Serbe ist stark im Zweikampf, sowohl am Boden als auch in der Luft. Dazu durch seine Körpergröße auch extrem kopfballstark und torgefährlich. Technisch offenbart Neven Subotic ebenfalls kaum Schwächen, was ihn zu einem kompletten Innenverteidiger macht.

3. Holger Badstuber (22 Jahre/Bayern München)
Der zweite Bayernspieler in meiner Liste, und es ist nicht Jerome Boateng. Holger Badstuber hat innerhalb der letzten ein bis zwei Jahre eine enorme Entwicklung hinter sich. Zwischenzeitlich auch auf links eingesetzt, hat er seine Position in der Innenverteidigung gefunden und übt diese Position ausgezeichnet aus. Mit einer überaus großen Gelassenheit agiert er hinten und sorgt vorne mit guten Ecken und Freistößen für Gefahr.

2. Benedikt Höwedes (23 Jahre/Schalke 04)
Der Schalker reiht sich in die Riege der anderen bereits genannten Innenverteidiger ein: Er ist kopfballstark, dadurch auch in der Offensive gefährlich. Er ist agressiv in seinen Zweikämpfen, führt diese entschlossen, fair und erfolgreich. Was ihn in dieser Liste auf den zweiten Platz bringt, ist seine Technik und das spielerische Können. So schaltet er sich auch mal mit in den Angriff ein oder öffnet das Spiel durch einen klugen Pass.

1. Mats Hummels (22 Jahre/Borussia Dortmund)
Meine unangefochtene Nummer 1 der Innenverteidiger ist eindeutig Mats Hummels vom amtierenden deutschen Meister Borussia Dortmund. Er bringt einfach alles mit, was einen Innenverteidiger ausmacht. Durch seine Körpergröße physisch stark und mit einem ausgezeichneten Kopfballspiel ausgestattet. Ein gutes Timing bei Tacklings und darüber hinaus ein exzellentes Stellungspiel machen ihn in der Defensive zu einem Fels in der Brandung. Dazu sorgt er bei Ecken und Freistößen, eben durch seine Kopfballstärke, häufig für Torgefahr.

 

 

1 comment zu “Zwei mal Sechs: Die besten Innenverteidiger der Bundesliga”

  1. verleihnix · 30. Dezember 2011 Antworten

    sehe ich total anders, für mich ist hummel ein insekt.

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