Zwei mal Sechs: Die besten “Sechser” der Bundesliga

31. August 2011Felix> Bundesliga, | Zwei mal Sechs

In unserer neuen Kolumne “Zwei mal Sechs” stellen unsere Autoren ihre persönliche Top 6 zum aktuellen Thema der Woche auf. Zur Einführung beschäftigen wir uns mit den besten defensiven Mitelfeldspielern der Liga, den “Sechsern”. Felix und Dominik werden uns erklären, welche Spieler der Bundesliga ihrer Meinung nach zur Zeit die besten auf dieser Position sind und warum sie dort eingeordnet wurden.

Felix’ Liste

6. Peer Kluge (30 Jahre/Schalke 04)

Als Felix Magath Peer Kluge im Winter 2010 nach Gelsenkirchen holte, löste dies allgemeines Kopf schütteln aus: Dabei ist er ein Spielertyp, den man auf Schalke gerne sieht: Sehr einsatzfreudig und immer auf der Suche nach dem nächsten Zweikampf. Darüber hinaus verfügt er auch über ein sicheres Passspiel. Schwächen bei der Ballannahme und im Dribbling können nicht verhindern, dass der Schalker in meine Liste der besten defensiven Mittelfeldspieler der Liga rutscht.

 

5. Timmy Simons (34 Jahre/1.FC Nürnberg)

Die Parallelen zu Tomas Galasek sind nicht von der Hand zu weisen: Auch Simons kam als Champions League erfahrener Profi aus den Niederlanden, auch Simons ist der Chef in Nürnbergs Defensive und der erfahrene Leitwolf umgeben von wesentlich jüngeren Spielern. Passspiel, Zweikampfstärke und Erfahrung sind die Stärken des Belgiers, die ihn auf Rang 5 landen lassen.

 

4. Anatoliy Tymoshchyuk (32 Jahre/Bayern München)

Zwölf Millionen Euro verdiente Zenit St.Petersburg mit dem Verkauf des ukrainischen Nationalspielers an den FC Bayern. Dort gehörte Tymoshchyuk bislang selten zum Stammpersonal, aus in der Periode, als Louis van Gaal die witzige Idee hatte, ihn als Innenverteidiger aufzustellen. Seine Zweikampfstärke und Antrittsschnelligkeit machen ihn für diese Position nicht ungeeignet, noch dazu ist Tymoshchyuk gut darin, Lücken im Defensivbereich zu erkennen und zu stopfen. Doch seine technischen Fertigkeiten und seine Schusstechnik machen ihn vor der Abwehr zu einem noch wertvollerem Spieler.

 

3. Sven Bender (22 Jahre/Borussia Dortmund)

Zu den unbesungenen Helden der Dortmunder Meistermannschaft gehört der junge Sven Bender. Er kann zwar die atemberaubenden Tempodribblings eines Mario Götze nicht bieten, aber vor der Abwehr gehört er zu den besten drei Spielern der Liga: Er ist gedanklich schnell, körperlich sehr beweglich und somit ein wichtiger Störfaktor im gegnerischen Spielaufbau. Darüber hinaus ist er noch wertvoll für den eigenen: Bender kann extrem präzise kurze und lange Pässe schlagen und ist damit extrem gut geeignet für das schnelle Umschalten zwischen Defensive und Offensive, und somit ein wichtiges Mosaik in Jürgen Klopps System.

 

2. Simon Rolfes (29 Jahre/Bayer Leverkusen)

Der mehrfache Nationalspieler ist mittlerweile Kapitän der Mannschaft von Bayer Leverkusen und ein wichtiger Spieler für das Team: Rolfes wirkt abgeklärt und Zweikampfstark, sein Spielaufbau ist unspektakulär, aber sicher. Noch dazu strahlt Rolfes mehr Torgefahr aus, als einem gewahr sein dürfte: Seit mehr als 5 Spielzeiten zählt Rolfes stets zu den 6 besten Torschützen der Werkself. Zwar ist er technisch nicht so beschlagen wie Bender oder Tymoshchyuk, doch Rolfes macht in der Defensive wenig bis gar keine Fehler und sorgt Offensiv für Tore. Deshalb rutscht er auf Platz 2 der Liste.

 

1. Bastian Schweinsteiger (27 Jahre/Bayern München)

Bastian Schweinsteiger als Spitzenmann im defensiven Mittelfeld in der Fußballbundesliga – noch vor 20 Monaten ein undenkbares Bild: Als „Kopf-runter-und-los-Schweini“ rannte der Bayernspieler die Außenbahnen der Liga herunter. Louis van Gaal und Marc van Bommel halfen ihm sein Spiel zu beruhigen und mehr Verantwortung zu übernehmen: Nun stopft Schweini entstehende Lücken vor der Abwehr, gleicht leichte Defizite im Zweikampf durch gutes Stellungsspiel aus und glänzt im Spielaufbau wie kein anderer Spieler in dieser Liste. Zwar wirkt er teilweise noch etwas Phlegmatisch in der Spieleröffnung, doch ist Schweinsteiger wesentlich kreativer als die anderen Spieler auf seiner Position. Diese Mischung macht ihn in meinen Augen zum besten „Sechser“ der Bundesliga.

 

Dominiks Liste

 

6.  Joel Matip (20 Jahre/Schalke 04)

Ein eher ruhiger Vertreter – ruhig, aber beinhart. Geht in jeden Zweikampf und gewinnt die meisten. Da hat Felix Magath vor zwei Jahren einen klugen Schritt getan, als er ihn aus der zweiten Mannschaft hoch holte.

 

5. Anatoliy Tymoshchyuk (32 Jahre/Bayern München)

Lange Zeit unterschätzt, doch mittlerweile mit vielen guten Einsätzen für den Rekordmeister. Strahlt Ruhe aus, hat sich im Spielaufbau verbessert und wird auch wegen der Rotation noch eine wichtige Rolle spielen.

 

4. Sergio Pinto (30 Jahre/Hannover 96)

Eine wichtige Stütze in Hannovers Team und einer der Gründe für die erfolgreiche letzte und bisherige Saison. Nach hinten hält er alles sauber und stahlt mit seinem starken Schuss auch hin und wieder Torgefahr aus.

 

3. Sven Bender (22 Jahre/Borussia Dortmund)

Ein Spieler vom deutschen Meister darf natürlich nicht fehlen, hier habe ich mich für Sven Bender entschieden. Er hat Sebastian Kehls Verletzung ausgenutzt und sich zum Stammspieler gekämpft. Kämpfen ist bei Bender das richtige Stichwort, er gibt keinen Ball, keinen Zweikampf verloren und ist damit für den Gegner ein unbequemer Gegenspieler.

 

2. Luiz Gustavo (24 Jahre/Bayern München)

Vielleicht guck ich hier zu sehr durch die Fanbrille, aber für mich ist Luiz Gustavo ein überaus guter Sechser. Nach anfänglichen Schwierigkeiten hat er sich kontinuierlich verbessert, sein Aufbauspiel ist stark geworden, die Tacklings sind zwar oft riskant, aber fast immer erfolgreich. Darüber hinaus ist er von den Fouls her etwas ruhiger geworden als zu Hoffenheimer Zeiten.

 

1. Simon Rolfes (29 Jahre/Bayer Leverkusen)

Meine aktuell unangefochtene Nummer 1! Hat sich gegen Ballack durchgesetzt, was viele nach seiner schweren Verletzung nicht gedacht hätten. Konsequent und erfolgereich in seinen Zweikämpfen, durch seine Körpergröße torgefährlich bei Standards. Es wird schwer, ihn wieder zu verdrängen.

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